Cannonball (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Cannonball
Originaltitel Cannonball!
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1976
Länge 84 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Paul Bartel
Drehbuch Paul Bartel,
Don Simpson
Produktion Samuel W. Gelfman
Musik David Axelrod
Kamera Tak Fujimoto
Schnitt Mort Tubor
Besetzung

Cannonball ist ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 1976 mit David Carradine als Hauptdarsteller. Dieser Film ist einer von zwei im Jahr 1976 veröffentlichten Filmen, die sich mit einer illegalen, transkontinentalen Rallye beschäftigt, die in mehreren, aufeinander folgenden Jahren durchgeführt wurde. Das gleiche Thema war später Grundlage für die Filme Auf dem Highway ist die Hölle los (1981), Auf dem Highway ist wieder die Hölle los (1983) und Cannonball Fieber – Auf dem Highway geht’s erst richtig los (1989).

Handlung[Bearbeiten]

Der Trans-America Grand Prix ist ein illegales Rennen, dass jedes Jahr von Los Angeles nach New York City führt. Der gerade aus dem Gefängnis entlassene Rennfahrer Coy „Cannonball“ Buckman, hofft darauf, das Rennen zu gewinnen und seine Karriere wieder in Schwung zu bringen. Er war für einen unter Alkoholeinfluss begangenen Autounfall verurteilt worden, bei dem ein Mädchen starb. Das Rennteam Modern Motors hat sowohl ihm als auch seinem Erzrivalen Cade Redman einen Vertrag angeboten – wer von beiden als Sieger aus dem Rennen hervorgeht wird diesen bekommen. Coy ist noch auf Bewährung und hat als Auflage, nicht die Staatsgrenze zu passieren. Er hat eine Affäre mit seiner Bewährungshelferin, die ihn von seinem Vorhaben abhalten möchte – das jedoch nur um ihn zu zwingen, sie mit ins Rennen zu nehmen.

Auch Redman absolviert das Rennen nicht alleine. Er wird von Country-Sänger Perman Waters und dessen Managerin Sharma Capri begleitet, die sich bereit erklärt haben, seine Ausgaben für das Rennen zu übernehmen, wenn er sie in seinem Dodge Charger mit nach New York nimmt.

Weitere Teilnehmer des Rennens sind:

  • Das Surferpärchen Jim Crandell und Maryann, die mit der Chevrolet Corvette von Maryanns Vater unterwegs sind.
  • Terry McMillan in einem Chevrolet Blazer
  • Die drei Kellnerinnen Sandy, Ginny und Wendy in einem aufgemotzten Van
  • Der deutsche Fahrer Wolfe Messer in einem De Tomaso Pantera
  • Der Afroamerikaner Beutell in einem Lincoln Continental, den er für ein reiches Ehepaar nach New York bringen soll. Die Auftraggeber wissen jedoch nicht, dass er mit ihrem Wagen an einem Rennen teilnimmt.
  • Buckmans bester Freund Zippo in einem Pontiac Trans Am, der genauso aussieht wie der von Coy.

Ohne Coys Wissen hat sein Bruder Bennie eine hohe Wette auf das Rennen abgeschlossen, und versucht mit unlauteren Methoden sicherzustellen, dass Coy gewinnt.

Das Rennen entwickelt sich unter diesen Vorzeichen zu einem Destruction Derby, Messer wird beispielsweise von Bennie in die Luft gejagt. McMillan versucht sich einen Vorteil zu verschaffen, indem er seinen Blazer per Flugzeug nach New York bringen lässt und vor Ort das Ende des Rennens mit seiner Geliebten Louisa abwartet. Beutells Lincoln wird im Laufe des Rennens immer weiter beschädigt und Jim und Maryann haben Probleme mit einem defekten Keilriemen. Die Auseinandersetzung zwischen Coy und Redman findet auf der Rennstrecke ihren zwischenzeitlichen Höhepunkt, als die beiden sich gegenseitig von der Strecke drängen wollen. Coy kommt später in der Nacht von der Piste ab und zerstört sein Fahrzeug, da seine Scheinwerfer von Redman zerstört wurden. In einem nahe gelegenen Dorf kann er einen 1969er Ford Mustang ergattern und das Rennen fortsetzen.

Wenig später kommt es zum finalen Zweikampf zwischen ihm und Redman. Dieser hat in der Zwischenzeit seine Mitfahrer Perman und Sharma rabiat des Autos verwiesen, wobei die Gitarre des Musikers zu Bruch ging. In einem hitzigen Fahrduell mit Coy gerät ein Bruchstück der Gitarre unter die Pedalerie, wodurch Redman die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert und von einer Brücke stürzt. Das Fahrzeug explodiert und Redman stirbt.

In der Zwischenzeit hat Bennie einen Scharfschützen engagiert, um den Fahrer des „anderen“ Trans Am zu töten, der dabei ist, Coy zu schlagen. Er ist sich dabei nicht bewusst, dass der Fahrer Coys Freund Zippo ist und Linda mittlerweile auch in diesem Auto sitzt. Mittlerweile hat sie auch herausgefunden, dass der Fahrer des Unfallwagens, der das Mädchen tötete, nicht Coy sondern Zippo war. Coy hatte die Schuld auf sich genommen, da er wusste, dass Zippo im Gefängnis nicht überleben würde.

Bennies Attentäter erschießt Zippo während der Fahrt, wodurch das Fahrzeug verunfallt und explodiert. Linda kommt lebend aus dem Auto, ist aber schwer verletzt. Jim und Maryann nehmen die bewusstlose Linda mit zum nächsten Krankenhaus. Das Wrack des Trans Am verursacht eine Massenkarambolage auf dem Freeway.

Terry McMillan und Louisa erreichen als Erste die Ziellinie, aber Louise rutscht eine Bemerkung heraus, wodurch klar wird, dass sie geflogen sind und werden daraufhin disqualifiziert. Die Mädchen im Van und Coy erreichen New York Kopf an Kopf, entscheiden sich in der Stadt jedoch für unterschiedliche Wege. Coy nimmt die George Washington Bridge, die Mädchen den Lincoln Tunnel. Dabei kommen sie in starken Verkehr und verunfallen beim Abkürzen. Coy erreicht das Ziel und muss für den Sieg nur noch seine Zeitkarte stempeln lassen, nimmt aber davon Abstand, als er erfährt, dass Zippo und Linda verunglückt sind und Bennie Schuld daran hat. Er zerreißt seinen Beleg, damit dieser nicht mehr gestempelt werden kann. Somit kann Bennie seine Wette nicht mehr gewinnen und wird von der Mafia in Gewahrsam genommen, bei der er sich seinen Einsatz geliehen hatte. Coy bekommt den Vertrag mit dem Rennteam und wird vom Manager ins Krankenhaus gefahren, um Linda zu treffen. Das Rennen wird von Jim und Maryann gewonnen. Sie sind überglücklich, da sie den Sieg durch den Umweg über das Krankenhaus nicht mehr erhofft hatten und erhalten das Preisgeld von 100.000 US-Dollar.

Im Krankenhaus freuen sich Coy und Linda, dass sie wieder zusammengekommen sind. In der Zwischenzeit liefert Beutell den mittlerweile total zerstörten Lincoln vor einem Hotel bei den total verblüfften Besitzern ab.

Kritik[Bearbeiten]

„Primitiver, menschenverachtender Nervenkitzel, schlampig und spannungslos inszeniert.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  • Der Name des Films und die Handlung wurden von Erwin G. „Cannon Ball“ Baker (1882–1960), der mehrfach die Vereinigten Staaten durchquerte und vom Cannonball Baker Sea-To-Shining-Sea Memorial Trophy Dash, einem illegalen transkontinentalen Straßenrennen, das von Brock Yates in Leben gerufen wurde, um gegen das 55 Meilen Geschwindigkeitslimit zu protestieren, inspiriert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cannonball im Lexikon des Internationalen Films