Cantù

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu weiteren Begriffen siehe Cantu.
Cantù
Wappen
Cantù (Italien)
Cantù
Staat: Italien
Region: Lombardei
Provinz: Como (CO)
Lokale Bezeichnung: Cantü
Koordinaten: 45° 44′ N, 9° 8′ O45.7333333333339.1333333333333370Koordinaten: 45° 44′ 0″ N, 9° 8′ 0″ O
Höhe: 370 m s.l.m.
Fläche: 23 km²
Einwohner: 39.900 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.735 Einw./km²
Postleitzahl: 22063
Vorwahl: 031
ISTAT-Nummer: 013041
Volksbezeichnung: Canturini
Schutzpatron: Sant'Apollonia (9. Februar)
Website: Cantù

Cantù ist eine Stadt mit 39.900 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der norditalienischen Provinz Como, Region Lombardei. Sie liegt etwa 12 Kilometer südlich vom Provinzhauptort Como in der Hügellandschaft Brianza. Die gesamte Brianza ist bekannt für ihre Möbelindustrie.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Neben der sauber herausgeputzten Altstadt mit teilweise autofreien Geschäftsstrassen lohnt insbesondere die auf einem Hügel im Ortsteil Galliano gelegene Kirche San Vincenzo mit dem dazugehörigen Baptisterium San Giovanni einen Besuch. Die Kirche wurde 1007 auf einem Vorgängerbau aus dem 5. Jahrhundert errichtet. Im dreischiffigen Innenraum sind vor allem Überreste von kostbaren Fresken aus dem 10. Jahrhundert zu betrachten, die darauf schließen lassen, dass damals das ganze Innere des Gotteshauses mit Fresken geschmückt war.
  • Pfarrkirche San Teodoro (Ende XI Jahrhundert)
  • Propstkirche San Paolo (XI Jahrhundert)
  • Bet kapelle "della Madonnina" (XI Jahrhundert)
  • Kirche Santi Michele und Biagio (1932)
  • Kirche San Carlo Borromeo (1967)
  • Kirche Sant'Ambrogio und altes Kloster (1570)
  • Kirche Santa Maria (XVII Jahrhundert) und Benediktinerinnen Kloster (1093)
  • Mosaik - Lucio Fontana 1955 - 1957
  • Portal Archinzi (1324)
  • Wallfahrtskirche Madonna dei Miracoli (1554)
  • Villa Brugnola - Betkapelle Immacolata Concezione (XVII Jahrhundert)
  • Villa Calvi - Gemeinde Palast (XIX Jahrhundert)

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeisterin: Tiziano Sala seit dem 28. Mai 2002.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wichtigster Wirtschaftszweig der gesamten Region Brianza ist die Möbelindustrie, die hier traditionell in Familienbetrieben hergestellt werden. Das Konsortium der Möbeldesigner an der zentralen Piazza Garibaldi ist zugleich das Mekka der Möbelkunden.

Rund um den Ort hat sich jedoch mittlerweile ein engmaschiges Netz von kleinen und mittleren Unternehmen aller Sparten ausgebreitet.

Nahezu Monumentalcharakter besitzen auch die Einkaufszentren (centri commerciali) nach amerikanischem Vorbild, die in den letzten Jahren rund um die Stadt und in den umliegenden Orten wie Pilze aus dem Boden schossen.

Verkehr[Bearbeiten]

Cantù liegt an zentraler Lage etwas abseits der alten Staatsstraße 35 Strada Statale dei Giovi, die von Mailand nach Como führt. Mittlerweile hat jedoch die Autobahn A9 diese Aufgabe fast vollständig übernommen. Cantù lässt sich leicht von der Ausfahrt Fino Mornasco der A9 erreichen.

Cantù hat außerdem eine Bahnstation an der Nebenbahn Como–Lecco von Rete Ferroviaria Italiana. Südlich der Stadt befindet sich ein weiterer Bahnhof, Cantù-Cermenate, der auf die Hauptstrecke Chiasso–Milano liegt. Es halten hier Vorortzüge der von Trenord betriebenen S-Bahn Mailand.

Cantù ist zudem mit Bussen ab Como und anderen Orten in der Region zu erreichen.

Sport[Bearbeiten]

Cantù ist auch wegen seiner Basketballmannschaft Pallacanestro Cantù bekannt. Der Club wurde bereits 1936 gegründet und konnte während den 1970er und 1980er Jahren dank Talenten wie Pierluigi Marzorati, Charlie Recalcati und Antonello Riva in ganz Europa Erfolge feiern. Die große Leidenschaft für diesen Sport unter der Bevölkerung führte zur Streetbasket-Meisterschaft Streetball, die jeden Juni dank der Unterstützung des lokalen Radiosenders Radio Cantù stattfindet.

Am 2. Juni 2002 startete die 20. Etappe des Radrennens Giro d’Italia in Cantù und endete in Mailand. Am 31. Mai 2003 endete die 20. Etappe des Giro d’Italia mit dem Sieg von Giovanni Lombardi in Cantù.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur zu Galliano[Bearbeiten]

  • Lydia L. Dewiel: Lombardei und Oberitalienische Seen. Kunst und Landschaft zwischen Adda und Po. Köln 1987, S. 147, Abb. 21, S. 115
  • Marcel Durliat: Romanische Kunst. Freiburg-Basel-Wien 1983, Abb. 888-892
  • Hermann Fillitz: Das Mittelalter I. (= Propyläen-Kunstgeschichte Bd. 5. Frankfurt am Main - Berlin [1969] 1990), Abb. 59

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cantù – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.