Canyon Bicycles

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Canyon Bicycles GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 2002
Sitz Koblenz
Leitung Roman Arnold (Geschäftsführer)
Mitarbeiter 299 (Stand: September 2012; Quelle: bundesanzeiger.de)
Umsatz 69,859 Mio. € (Geschäftsjahr 2012; Quelle: bundesanzeiger.de)
Branche hochwertige Sportgüterindustrie
Website www.canyon.com
Canyon Bicycles Zentrale in Koblenz

Die Canyon Bicycles GmbH (kurz: Canyon) ist ein deutscher Fahrradhersteller von Rennrädern, Mountainbikes und Triathlonrädern mit Sitz in Koblenz.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1985 wurde die Firma als „Radsport Arnold GmbH“ von Roman Arnold zunächst als Fachhandel für den Radsport gegründet. Erst 1996 erschienen die ersten eigenen Räder unter der Marke Canyon. Es ist nicht unüblich, dass Radsportfachhändler eigene Räder im Programm haben. Bei Arnold wurde jedoch zusätzlich der Direktvertrieb via Internet gewählt.

2001 vollzog das Unternehmen den Schritt vom Fachhändler zum reinen Fahrradhersteller und benannte sich in Canyon Bicycles GmbH um. Mit Lutz Scheffer (ehemals Bergwerk und Votec) konnte Canyon einen anerkannten Rahmendesigner verpflichten. Im Laufe der Jahre engagierten die Koblenzer weitere Szenegrößen, wie unter anderem Hans-Christian Smolik. Nach wie vor sind die Fahrräder jedoch nur im Direktvertrieb erhältlich.

Im Jahr 2006 präsentierte Canyon sein neues Corporate Design, das 2007 mehrere Auszeichnungen erhielt (European Design Award für das Corporate Design, red dot design awards für das Corporate Design und das Webdesign, iF Industrie Forum Design für das Corporate Design).

Radsportengagement[Bearbeiten]

Seit der Gründung war Radsport Arnold im Spitzensport engagiert. Mit dem Triathleten Jürgen Zäck wurde 1985 der erste Sportler unter Vertrag genommen. Aktuell unterstützen die Koblenzer mit dem Canyon Tri-Team u. a. die britische Ironman-Siegerin und vierfache Weltmeisterin Leanda Cave, die Ironman-Sieger Nils Frommhold und Markus Fachbach sowie die Triathleten Katja Rabe, Boris Stein, Johannes Moldan, Bas Diederen, Konstantin Seufert und Jens Kaiser.

Im Rennradsport setzt das Unternehmen auf Kooperationen mit verschiedenen Teams. Mit dem Team Unibet.com wurde 2007 erstmals eine Mannschaft ausgestattet, die in der UCI ProTour gefahren ist. Derzeit fahren das russische ProTeam Katjuscha und das spanische ProTeam Movistar Team auf Canyon Rennrädern. Den größten Erfolg auf Canyon Rennrädern konnte das von 2009 bis 2011 gesponserte Team Silence-Lotto mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft von Cadel Evans am 27. September 2009 erreichen. Im gleichen Jahr gewann Philippe Gilbert mit der Lombardei-Rundfahrt eines der Radsportmonumente. Diesen Titel verteidigte er 2010. 2011 gewann Philippe Gilbert vier Rennen in Folge und siegte mit dem Amstel Gold Race, Fleche Wallone und Lüttich-Bastogne-Lüttich bei den drei Ardennen-Klassikern. Katjuscha-Profi Joaquim Rodríguez gewann auf einem Canyon sowohl 2012 als auch 2013 die Einzelwertung der UCI World Tour.

Das Sponsoring umfasst neben Triathleten und Rennradfahrern auch Mountainbiker. Die ersten Verpflichtungen waren 2006 die Fahrer Bobby Root und Stefan Herrmann sowie Lado und Manuel Fumic. Das Unternehmen konnte so verschiedene Facetten des Mountainbikesports abdecken. Seitdem wurden weitere Fahrer, wie Robert Jauch alias Rob-J und Tibor Simai, ins Team aufgenommen. Seit 2011 unterstützt Canyon das Topeak Ergon Racing Team, in dem unter anderem der aus Österreich stammende Marathon-Weltmeister Alban Lakata, die dreifache XC-Weltmeisterin Irina Kalentieva und der dreifache deutsche XC-Meister Wolfram Kurschat fahren. Der bisher größte Triumph auf Canyon Mountainbikes ist der Gewinn der deutschen Cross Country Meisterschaft von Manuel Fumic im Jahr 2008.

Canyon betreibt ein Nachwuchsprogramm unter dem Namen Canyon Young Heroes. Fahrer im Alter von 15 und 16 Jahren können sich bei dem Hersteller für das Programm bewerben und erhalten im Falle einer Aufnahme in das Team ein Carbon-Rennrad sowie technischen Support für mindestens ein Jahr. Mentor der Canyon Young Heroes war bis zu seiner zweiten Doping-Beichte im Jahr 2013 der ehemalige Sprinter Erik Zabel.

Sonstiges[Bearbeiten]

In der Schweiz wurden die Fahrräder anfangs unter dem Markennamen Coast vertrieben, da der Markenname Canyon bereits von einem anderen Unternehmen geschützt ist. Da Canyon zwischenzeitlich die gewerbliche Einfuhr der Fahrräder in die Schweiz unter dem Namen Coast ebenfalls untersagt wurde, werden diese dort seit 2010 unter dem Namen Pure Cycling verkauft. Potentiellen Käufern steht es allerdings frei, Canyon-Räder in der Firmenzentrale in Koblenz zu kaufen und zum Eigengebrauch selbst in die Schweiz einzuführen.

Weblinks[Bearbeiten]