Cao Xueqin

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Cáo Xuěqín

Cáo Xuěqín (chin. 曹雪芹, * zwischen 1715 und 1724 [1]; † 1763(?)) war ein chinesischer Schriftsteller und Autor des chinesischen Romans Der Traum der roten Kammer.

Leben[Bearbeiten]

Cáo stammte aus einer han-chinesischen Familie, die den mandschurischen Acht Bannern angehörte. Cáo Xuěqíns Großvater Cáo Yin galt als Weggefährte und Vertrauter des Qing-Kaisers Kangxi, wodurch es die Familie zu großem Wohlstand brachte. Das Glück der Cáos wendete sich erst mit dem Amtsantritt von Kangxis Nachfolger Yongzheng, der 1728 im Zuge politischer Säuberungen die Güter der Cáos konfiszierte und sie zum Umzug nach Peking zwang. Xuěqín war damals erst 9 Jahre alt.

Über Xuěqíns eigenes Leben ist vergleichsweise wenig bekannt. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er in großer Armut im Westen von Peking, wo er sich mit dem Verkauf eigener Bilder über Wasser hielt. Daneben arbeitete er zeitweise als Lehrer an einer kaiserlichen Schule für die Kinder mandschurischer Adeliger und Bannerleute.

Werk[Bearbeiten]

Cáo ist durch ein einziges Werk bekannt geworden, das allerdings Eingang in die Weltliteratur gefunden hat: Der Roman Der Traum der roten Kammer. Nach Aussagen von Freunden hat er über zehn Jahre daran geschrieben, vermutlich in der Zeit kurz vor der Jahrhundertmitte. Bei Cáos Tod 1763 waren lediglich 80 der geplanten 100 Kapitel geschrieben. Das Manuskript wurde von Gao E ergänzt und 1791 in einer 120 Kapitel umfassenden Version herausgegeben.

Ungekürzte Ausgaben[Bearbeiten]

  • Cao, Xueqin / Gao, E (Tsau, Hsüä-Tjin / Gau, Ë): Der Traum der Roten Kammer oder Die Geschichte vom Stein, Übers. Rainer Schwarz / Martin Woesler, Europäischer Universitätsverlag, ISBN 978-3-86515-010-3, 3 Bände, Hardcover gebunden, LXXXVII, 2188 S., 2007-2009
  • Cao, Xueqin / Gao, E (Tsau, Hsüä-Tjin / Gau, Ë): Der Traum der Roten Kammer oder Die Geschichte vom Stein, Übers. Rainer Schwarz / Martin Woesler, Europäischer Universitätsverlag, ISBN 978-3-89966-500-0, Paperback, XXVI, 2195 S., xxi, 2009

Gekürzte Ausgabe[Bearbeiten]

  • Der Traum der roten Kammer, Übers. Franz Kuhn, Insel Verlag, 1932, ISBN 978-3-458-33472-9, Paperback, 831 S. (stark gekürzt - um ca. zwei Drittel)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Geburtsjahr differiert in der Literatur: 1715 findet sich z. B. in Zhang Yiquan: Hong Lou Meng, Volume 1, Page 2; 1716/18 hat Wolfgang Kubin: Einleitung, in: ders. (Hg.), Hongloumeng. Studien zum „Traum der roten Kammer“, (= Schweizer Asiatische Studien; Band 34), Bern, Berlin usw. 1999, Seite 8; im gleichen Band gibt Marián Gálik (Melancholie und Mechlancholiker) auf Seite 193 das Jahr 1715 an, der Index des Bandes hingegen hat „ca. 1716“. Mit Berufung auf Yu Pingbo (Yu Pingbo Lun „Hongloumeng“ [Yu Pingbo über „Hongloumeng“], Shanghai 1988, Seite 611) bietet Tong Yao Die Vielfältigkeit der Literatur, Berlin 2006 in der Einleitung das Jahr 1723. 1724 nach Zhou Ruchang: Cao Xueqin, Seite 230-233

Weblinks[Bearbeiten]