Capella (Schiff)

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Capella
VS Capella Hafen Husum2007.jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
Schiffstyp Vermessungsschiff
Rufzeichen DBBB
Heimathafen Rostock
Eigner Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Bauwerft Fr. Fassmer GmbH & Co. KG Schiffs- und Bootswerft, Berne-Motzen
Stapellauf 5. März 2003
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
43,2 m (Lüa)
Breite 10,8 m
Tiefgang max. 1,6 m
Vermessung 552 BRZ / 165 NRZ
 
Besatzung 9 Personen
Maschine
Maschine 2 × MTU-Dieselmotor
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
800 kW (1.088 PS)
Geschwindigkeit max. 11 kn (20 km/h)
Propeller 2 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 520 tdw
Zugelassene Passagierzahl 2
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd

Registrier-
nummern

IMO 9296949

Die Capella ist ein deutsches Vermessungsschiff, das vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg betrieben wird. Eigner des Schiffes ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Verkehrsministerium.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Schiff wurde 2003 unter der Baunummer 01/1/1920 auf der Fr. Fassmer GmbH & Co. KG Schiffs- und Bootswerft in Berne-Motzen gebaut. Der Kasko des Schiffes entstand von Mai 2002 bis März 2003 auf der Slovenské Lodenice Komárno-Werft in der Slowakei. Die Kiellegung fand am 28. Mai 2002, der Stapellauf am 5. März 2003 satt. Anschließend wurde der Kasko über das europäische Fluss- und Kanalsystem von der Donau an die Weser überführt.[1]

Das Schiff wurde am 30. Oktober 2003 in Berne getauft. Taufpatin war Ingrid Stolpe, die Frau des damaligen Bundesministers für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Manfred Stolpe.[2] Die Fertigstellung des Schiffes erfolgte am 5. Januar, die Indienststellung am 23. Januar 2004.

Ausstattung und Einsatz[Bearbeiten]

Das Schiff wird überwiegend für Vermessungsaufgaben und wissenschaftliche Arbeiten in den Flachwassern der deutschen Küstengewässer der Nord- und Ostsee eingesetzt. Für diese Aufgaben wurde das Vermessungsschiff, im Unterschied zu den übrigen Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffe des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, mit einem Tiefgang von nur 1,60 m konstruiert. Der Rumpf des Schiffes ist flach, so dass er trockenfallen, das Schiff also bei Niedrigwasser auf dem Meeresboden aufsetzen kann. Das Schiff hat einen Einsatzradius von 1.100 Seemeilen und kann bis zu zehn Tage auf See bleiben.

Für die Vermessungsaufgaben und die wissenschaftliche Arbeiten verfügt das Schiff über entsprechende wissenschaftlich-technische Arbeitsplätze, Einrichtungen und Geräte, darunter GPS-/Funkmesstechnik und Sonaranlagen sowie Lote. Darüber hinaus ist die Capella mit zwei flachgehenden Vermessungsbooten und einem Schlauchboot ausgerüstet, die ihrerseits mit Echoloten ausgerüstet sind.

An Bord ist Platz für insgesamt elf Personen. Die neun Besatzungsmitglieder sind in neun Einzelkammern untergebracht. Für zwei mitfahrende Wissenschaftler oder Techniker steht eine Doppelkammer zur Verfügung.

Der Heimathafen ist Rostock, das Schiff wird hauptsächlich an den deutschen Küstengewässern der Ostsee eingesetzt, aber auch an der deutschen Nordseeküste, hier insbesondere in den nordfriesischen Gewässern, ist es oft im Einsatz.

Technische Daten[Bearbeiten]

Der Antrieb des Schiffes erfolgt durch zwei Achtzylinder-Viertakt-Dieselmotoren des Herstellers MTU Friedrichshafen (Typ: 8 V 2000 M60) mit einer Leistung von jeweils 400 kW, die auf je einen Festpropeller wirken. Das Schiff erreicht damit eine Geschwindigkeit von bis zu 11 kn. Darüber hinaus verfügt das Schiff über ein Bugstrahlruder mit einer Leistung von 150 kW.

Für die Stromversorgung an Bord sind zwei Generatoren mit einer Scheinleistung von jeweils 264 kVA verbaut. Der Not- und Hafengenerator verfügt über eine Scheinleistung von 89 kVA.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber des Schiffes ist der Stern Capella, Hauptstern im Sternbild Fuhrmann.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Capella – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Capella - A survey vessel for shallow waters, Hydro International (englisch). Abgerufen am 16. Oktober 2012
  2. Taufe des neuen Seevermessungsschiffes „Capella“, Pressemitteilung des Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen , 30. Oktober 2003. Abgerufen am 19. Oktober 2012