Captain Sensible

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Captain Sensible 2006
Captain Sensible 2008
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
[1][2]
Happy Talk
  UK 1 03.07.1982 (5 Wo.)
Wot
  DE 4 06.12.1982 (25 Wo.)
Stop the World
  DE 72 13.06.1983 (2 Wo.)
Glad It's All Over / Damned on 45
  UK 5 07.04.1984 (7 Wo.)
There Are More Snakes Than Ladders
  UK 50 04.08.1984 (2 Wo.)
The Hokey Cokey
  UK 74 10.12.1994 (1 Wo.)

Captain Sensible (* 24. April 1954 in London; eigentlich Ray Burns) ist ein britischer Sänger, Gitarrist, Bassist, Texter und Komponist.

Biografie[Bearbeiten]

Burns spielte zunächst in diversen Bands, so in Johnny Moped. 1976 stieß er als Bassist zu der Punk-Rock-Band The Damned, die von Brian James gegründet wurde. Auf der Busfahrt zum Mont-de-Marsan-Punkfestival in Südfrankreich wurde er von Sean Tyla (Ducks Deluxe) mit dem Pseudonym Captain Sensible versehen. Der Name blieb.

Nach einer kurzzeitigen Auflösung der Band und eigenen Projekten (King statt der von Sensible favorisierten Gruppe Queen) kamen The Damned wieder zusammen. Sensible schrieb das Gros der Lieder für das Album Machine Gun Etiquette, das als Klassiker des melodiösen Punkrocks gelten muss, und brillierte als Gitarrist, wobei seine Vorliebe für die Psychedelia der frühen Pink Floyd um Syd Barrett und Jimi Hendrix offensichtlich wurde.

Parallel zu The Damned startete Sensible seine Solokarriere, da er Lieder geschrieben hatte, die die Gruppe als zu poplastig ansah. Diese nahm er selbst für A&M Records auf und war auf Anhieb erfolgreich. Mit klassischer Popmusik, einem rebellischen und selbstbewussten Image sowie einer roten Baskenmütze/Barett als Markenzeichen landete er 1982 bis 1984 mehrere Hits, die er alleine bzw. mit Robyn Hitchcock (Soft Boys) schrieb. Seine Debütsingle Happy Talk belegte im Juli 1982 in den britischen Charts für zwei Wochen Platz 1. Sein größter Hit in Deutschland war die Rap-Single Wot, die Anfang 1983 bis auf Platz 4 der Singlecharts kletterte.

Nachdem sein Vertrag mit A&M Records auslief, veröffentlichte er Platten auf seinem eigenen Independentlabel „Deltic Records“ und auf dem Label von Henry Rollins „Humbug Records“ in den USA. Ferner arbeitete er u. a. mit Martin Newell (Cleaners from Venus) an neuen Liedern. Im April und Mai 1996 ging Sensible mit The Punk Floyd erstmals auf große Deutschlandtournee. Seit 1997 ist er wieder Mitglied von The Damned.

Captain Sensible wohnt in Brighton.

Coverversionen[Bearbeiten]

Willem (ehemals Rentnerband) nahm eine deutsche Coverversion des Hits Wot mit dem Titel Wat auf und war damit ebenfalls in den Hitparaden erfolgreich. 2005 veröffentlichten die Komiker Erkan und Stefan mit Captain Sensible eine Coverversion von Wot für den Film Erkan & Stefan in Der Tod kommt krass. 2010 sang der Komiker Otto Waalkes Watt, eine Coverversion von Wot für den Film Otto's Eleven. Mit Watt ist das Wattenmeer gemeint. Für den Film Morgen, ihr Luschen! Der Ausbilder-Schmidt-Film coverte Ausbilder Schmidt das Lied 2009 unter dem Titel Drecksack (Wot).[3]

Diskografie[Bearbeiten]

Captain Sensible veröffentlichte unter seinem Namen die folgenden Alben:

  • 1982: Women and Captains First (A&M Records, Cherry Red Records)
  • 1983: The Power of Love (A&M Records, Cherry Red Records)
  • 1989: Revolution Now (Deltic Records, Blueprint / EFA)
  • 1993: The Universe of Geoffrey Brown (Humbug Records, Blueprint / EFA)
  • 1994: Meathead (Humbug Records, Cherry Red Records)
  • 1995: Live at the Milky Way (Humbug Records)
  • 1996: Mad Cows and Englishmen (Scratch Records, Empty / EFA)
  • 1997: A Slice of... Captain Sensible (Humbug Records)
  • 1997: The Best of Captain Sensible (Sensible Lifestyles) (Cleopatra / SunnyMoon Distribution)
  • 1998: The Masters (Eagle Rock / Edel)
  • 2002: The Collection (Mercury / Universal)
  • 2008: The Definitive Collection of Captain Sensible (Bofm Ltd)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. HIT-BILANZ, deutsche Chart Singles 1956-2001 auf CD-ROM; Verlag: TAURUS PRESS Verlag populärer Musik-Literatur GmbH
  2. HIT-RECORDS, UK Chart Singles 1950-2000 auf CD-ROM; Verlag: TAURUS PRESS Verlag populärer Musik-Literatur GmbH
  3. Coverifo zu Drecksack (Wot)