Caramel (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Caramel
Originaltitel Sukkar banat
Produktionsland Libanon, Frankreich
Originalsprache Arabisch, Französisch
Erscheinungsjahr 2007
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK o.A.
JMK uneingeschränkt[1]
Stab
Regie Nadine Labaki
Drehbuch Nadine Labaki
Rodney El Haddad
Jihad Hojeily
Produktion Anne-Dominique Toussaint
Musik Khaled Mouzannar
Kamera Yves Sehnaoui
Schnitt Laure Gardette
Besetzung

Caramel ist ein libanesisch-französischer Spielfilm aus dem Jahr 2007 von Regisseurin Nadine Labaki.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film spielt in Beirut und erzählt eine Geschichte von fünf Frauen. Layale, Nisrine und Rima arbeiten in dem kleinen Schönheitssalon Si Belle. Layale hat eine Liebesaffäre mit einem verheirateten Mann. Sie trifft sich mit ihm, wann immer er Zeit hat. Doch ein Rendezvous findet immer nur im Auto an abgelegenen Stellen in Beirut statt. Layale lebt noch bei ihren Eltern, die längst erwarten, dass sie endlich heiratet. Von der Affäre dürfen sie jedoch nichts wissen. Layale weiß längst, dass diese Beziehung keine Zukunft hat. Sie möchte jedoch wissen, was das Besondere an der Frau ist, die der Mann nicht verlassen kann. Nisrine organisiert über eine Werbeaktion, dass die Ehefrau Christine Kundin im Salon wird. So lernt Layale die Frau kennen und schätzen. Gleichzeitig weiß sie, dass sie die Beziehung beenden muss. Vielleicht ist der Polizist Youssef, der Layale heimlich liebt, der richtige Mann für die Zukunft.

Die Muslimin Nisrine steht kurz vor ihrer Hochzeit. Ihr Problem ist, dass sie keine Jungfrau mehr ist. Nur ihre Freundinnen wissen davon und arrangieren einen Besuch bei einem Arzt, um das Manko zu beheben. Die dritte Kollegin Rima hat kein Problem mit Männern. Sie fühlt sich zu Frauen hingezogen. Besonders eine Kundin zieht sie in ihren Bann. In der Nachbarschaft des Salons leben die beiden alten Frauen Rose und Lili. Rose verdient den Lebensunterhalt der beiden durch Änderungsschneidereien. Lili ist geistig verwirrt und nervt Rose. Als der elegante ältere Herr Charles seine Hosen ändern möchte, spürt Rose auf ihre alten Tage noch einmal das Gefühl des Verliebtseins. Die Schauspielerin Jamale stellt sich bei Castings der Konkurrenz der jüngeren Frauen und weiß doch, dass sie dabei nur verlieren kann.

Kritiken[Bearbeiten]

„Regisseurin Labaki gelingt der Balanceakt zwischen Engagement und Unterhaltung ohne Mühe. Sie bleibt dicht an ihren Grundsatzfragen dran und wird dabei vortrefflich von ihren Laiendarstellerinnen unterstützt, die sehr genau wissen, was und wie viel hier auf dem Spiel steht. Für den westlichen Zuschauer ist es eine humorvolle Annäherung an die Frauenprobleme einer brisant gemischten Gesellschaft zwischen Aufbruch und Unterdrückung.“

Berliner Zeitung, 3. April 2008[2]

Caramel ist kein Frauenfilm im üblichen Sinne, sondern eine wundervolle, erotische Ode an die Frauen des Libanon, an ihren Mut, ihren Pragmatismus, ihre Träume und all die kleinen Hindernisse, die diesen Träumen im Wege stehen.“

Jochaim Kurz auf kino-zeit.de[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Caramel wurde für die Satellite Awards 2008 in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  2. Bekenntnisse im Schönheitssalon. In: Berliner Zeitung, 3. April 2008; dort auch: Mein Beirut ist farbenfroh. In: Berliner Zeitung, 3. April 2008
  3. kino-zeit.de