Carbetamid

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Strukturformel
Struktur von Carbetamid
Allgemeines
Name Carbetamid
Andere Namen
  • (R)-1-(Ethylcarbamoyl)ethylcarbanilat
  • (R)-2-(Ethylamino)-1-methyl-2-oxoethylphenylcarbamat
Summenformel C12H16N2O3
CAS-Nummer 16118-49-3
PubChem 443067
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 236,27 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,18 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

119 °C[3]

Siedepunkt

(Zersetzung)[3]

Dampfdruck

0,0003 mPa (20 °C)[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Umweltgefährlich
Umwelt-
gefährlich
(N)
R- und S-Sätze R: 40​‐​63​‐​52​‐​53
S: 22​‐​26​‐​36​‐​45
Toxikologische Daten

11.000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

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Carbetamid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbamate. Die Verbindung wurde 1966 von Rhône-Poulenc als Herbizid eingeführt.[5]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Carbetamid kann durch Kondensation von Phenylisocyanat mit N-Ethyllactamid dargestellt werden.

Verwendung[Bearbeiten]

Carbetamid ist ein selektives Herbizid, welches zur Kontrolle von Unkräutern im Klee-, Raps-, Sonnenblumen- und Gemüseanbau eingesetzt wird.[2] In der Schweiz sind carbetamidhaltige Pflanzenschutzmittel beim Anbau von Chicorée zugelassen. Die Zulassung eines weiteren Präparats, das beim Anbau von Erbsen und Raps verwendet wurde, ist zurückgezogen worden. In Deutschland und Österreich gibt es keine Zulassungen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Datenblatt Carbetamide bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 15. Juni 2011 (PDF).
  2. a b c d e f Datenblatt Carbetamide in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of Hertfordshire, abgerufen am 1. August 2013.
  3. a b c d e Eintrag zu CAS-Nr. 16118-49-3 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 2. Dezember 2008 (JavaScript erforderlich).
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. Carbetamid. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 5. Juli 2014.
  6. Nationale Pflanzenschutzmittelverzeichnisse: Schweiz, Österreich, Deutschland; abgerufen am 28. März 2010.