Carel Hendrik Verhuell

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Carel Hendrik Verhuell

Carel Hendrik Verhuell (* 11. Februar 1764 in Doetinchem, Geldern; † 25. Oktober 1845 in Paris) war ein niederländisch-französischer Admiral und Diplomat.

Leben[Bearbeiten]

Verhuell trat als Kadett in die niederländische Marine ein. Er war an der Schlacht auf der Doggerbank (1781) beteiligt und nahm 1795 nach der Besetzung der Niederlande durch die französische Revolutionsarmee seinen Abschied. Bei der Kapitulation im Vlieter spielte er 1799 eine für die Niederlande verderbliche Rolle, doch als 1803 wieder Krieg zwischen Frankreich und England auszubrechen drohte, trat er erneut in den Militärdienst ein und erhielt den Befehl über die niederländische Flottille bei Texel.

1804 wurde Verhuell als Vizeadmiral an der Spitze einer Flottille zur Unterstützung der französischen Landung an der britischen Küste nach Boulogne geschickt und bestand auf dem Weg dorthin einen Kampf mit einer starken britischen Abteilung bei Kap Guinez, die er zum Rückzug zwang.

1806 wurde Verhuell zum Mitglied der Deputation gewählt, die im Namen der Batavischen Republik bei Napoleon Bonaparte um den Erhalt der Verfassung bitten sollte. Er verlangte dagegen im Namen der batavischen Nationalrepräsentanten Ludwig Bonaparte zum König von Holland. Der neue König ernannte Verhuell daraufhin zum Marineminister und Reichsmarschall und verlieh ihm auch den Titel eines Grafen von Zevenaar.

In diese Zeit soll eine intime Beziehung Verhuells mit der Königin Hortense gefallen sein. Obwohl es in der heutigen Forschung keine Zweifel gibt, hält sich hartnäckig das Gerücht Verhuell sei der Vater des späteren Kaisers Napoléon III..[1]

1807 ging Verhuell als bevollmächtigter Minister nach Paris. Nach der Vereinigung Hollands mit Frankreich im Jahr 1810 trat Verhuell in französische Dienste. 1813 und 1814 verteidigte er im Sechsten Koalitionskrieg Den Helder äußerst hartnäckig gegen seine eigenen Landsleute und übergab diesen Hafen erst, nachdem Napoleon abgedankt hatte.

Bei seiner Rückkehr nach Frankreich ernannte ihn Ludwig XVIII. zum Generalinspekteur der Nordküsten. Weil er sich nach der Rückkehr Napoleons während der Hundert Tage weigerte, gegen die Bourbonen zu kämpfen, wurde er anschließend bei Hofe hoch angesehen und 1819 zum Pair erhoben.

1836 ging Verhuell als französischer Gesandter nach Berlin, wurde aber sehr bald zurückberufen. Carel Henrik Graf Verhuel starb am 25. Oktober 1845 in Paris.

Ehrungen[Bearbeiten]

Sein Name ist am Triumphbogen in Paris in der 1. Spalte eingetragen.

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Heinz Rieder: Napoleon III. Abenteuer und Imperator S. 28 ff.