Carl Adam Bader

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Carl Adam Bader

Carl Adam Bader (* 10. Januar 1789 in Bamberg; † 14. April 1870 in Berlin), auch Karl Adam Bader war ein deutscher Sänger (Tenor).

Leben[Bearbeiten]

Bader war der Sohn des Organisten vom Bamberger Dom St. Peter und St. Georg. Seine erste musikalische Ausbildung bekam er durch seinen Vater, später sorgte das Domkapitel für seine Ausbildung. 1807 berief ihn dieses auch zum Nachfolger seines Vaters.

Nach einigen Jahren im Dienst der Kirche wechselte er 1811 an das Bamberger Theater. Dort arbeitete er mit Franz Ignaz von Holbein zusammen; für sehr kurze Zeit auch mit E. T. A. Hoffmann. Sein Debüt als Sänger gab Bader in der Rolle des „Loradeno“, noch im selben Jahr folgte „Belmonte“ und „Sargines“.

Später wechselte Bader ans königliche Hoftheater nach München. Die offizielle Kritik war etwas zurückhaltender, aber das Publikum sah ihn schon bald als Konkurrenten von Antonio Brizzi. Nach mehreren Jahren der Zusammenarbeit mit dem Kapellmeister Peter Joseph von Lindpaintner und nahm nacheinander Engagements an den Theatern von Bremen, Hamburg und Braunschweig an.

Mit 29 Jahren konnte Bader 1818 erstmals in Berlin auftreten und zwei Jahre später wurde er - ausgezeichnet mit dem Titel Kammersänger - an die königliche Bühne engagiert. Dort gehörte er bis zu seinem offiziellen letzten Auftritt 1845 zum Ensemble. Anschließend fungierte er an diesem Haus noch einige Jahre als Regisseur und bis an sein Lebensende leitete er die musikalischen Veranstaltungen in der St. Hedwigs-Kathedrale (Erzbistum Berlin).

Einige Wochen nach seinem 81. Geburtstag starb Carl Adam Bader am Gründonnerstag, 14. April 1870 in Berlin und fand dort auch seine letzte Ruhestätte.

Ab 1813 war er mit der Schauspielerin Sophie Laurent verheiratet.

Rezeption[Bearbeiten]

Bader hatte sich schon bald aus dem Schatten seiner Kollegen, wie z.B. Antonio Brizzi, gelöst und galt für Jahre dem Publikum wie auch der offiziellen Kritik als einer der besten deutschen Tenöre seiner Zeit. Ob komische wie auch lyrische oder tragödische Partien oder auch einfacher Soiréen, Bader war immer ein gesuchter wie auch gefeierter Interpret.

Rollen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl A. Bader (Autor), Ernst Jacobi (Hrsg.): Begegnungen eines deutschen Tenors, 1820–1866. Aus den Tagebüchern des Hofopernsängers Carl Adam Bader. Haag + Herchen, Frankfurt/M. 1991, ISBN 3-89228-581-0.
  • Ludwig Eisenberg: Großes biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert. Verlag von Paul List, Leipzig 1903, S. 40 f.
  • August Förster: Bader, Karl Adam. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 761 f.