Carl Arend

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Carl[1] (auch: Karl)[2] Arend[1] (* 12. September[3] 1870[1] in Hannoversch Münden;[3]1938) war ein deutscher Architekt.[1]

Leben[Bearbeiten]

Die so nicht zur Ausführung gekommene Humboldtschule in der Lindener Beethovenstraße (heute durch die IGS-Linden genutzt); Tafel 51 aus dem Jahrgang 3 (1902) der Architektonischen Charakterbilder mit Künstlersignatur und Datum durch Carl Arend
Die ehemalige Humboldtschule im Jahr 2012
Das 1901 errichtete Jüdische Krankenhaus in Hannovers Stadtteil Zoo

Bereits im Jahr 1900 lieferte Carl Arend Entwürfe etwa für die Fassade der Humboldtschule in der Lindener Beethovenstraße. Diese Entwürfe, veröffentlicht im III. Jahrgang der Architektonischen Charakterbilder, kamen so jedoch nicht zur Ausführung.[4] In der seinerzeit noch selbständigen Industriestadt Linden[5] erhielt Arend insbesondere für die dortigen Schulbauten seine Aufträge durch den Lindener Stadtbaurat Georg Fröhlich, der hierfür auch mit Alfred Sasse zusammenarbeitete.[1]

Carl Arend war Mitglied im Bund Deutscher Architekten.[3] Von 1925 ist ein Vortrag über Die Zauberflöte. Das Hohelied der Freimaurerei durch Oskar Schütte von der Loge Zum schwarzen Bär bekannt, für den Carl Arend einen Ergänzungsvortrag hielt.[6]

Bekannte Werke (unvollständig)[Bearbeiten]

  • 1900: Entwurf der Fassade der Humboldtschule (denkmalgeschützt) in der Beethovenstraße in Linden, die so jedoch nicht zur Ausführung kam[4]
  • 1901: Jüdisches Krankenhaus in Hannover für den Israelitischen Verein für Altersvorsorge und Krankenpflege, Ellernstraße, Ecke Vereinstraße im Stadtteil Zoo; denkmalgeschützt[4]
  • ab 1901: Villa Osmers für den Rektor der seinerzeitigen Mittelschule am Lindener Berg (Hausnummer 12), Am Lindener Berge 36, die „aufwendigste einer Reihe von Villen in der Straße“[7] - denkmalgeschützt
  • ab 1909: Im Auftrag des Magistrats von Linden Entwürfe für die Ostfront des Bethlehemplatzes an der Bethlehemkirche[1]
  • 1910/12, mit Georg Fröhlich (Grundriss): Plan der Fassaden der Höheren Mädchenschule (Friederikenschule, dann Ihme-Schule), Badenstedter Straße 14 in Linden; denkmalgeschützt[1]
  • um 1918: Im Auftrag des Keksfabrikanten Hermann Bahlsen Entwurf des Großprojektes Familienbad Weißer Berg in Mardorf „Vielleicht ist ein Grund für fehlende Umsetzung der Tod von Bahlsen 1919“; das Gelände wurde 1921 von der Hannöverschen Bank (1922 Deutsche Bank) übernommen[8]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carl Arend (architect) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Hans-Herbert Möller (Hrsg.): Carl Arend (siehe Literatur)
  2. Vergleiche die „eingedeutschte“ Schreibweise in den Architektonischen Charakterbildern trotz erkennbarer Signatur mit Carl Arend
  3. a b c Diese Angaben stammen, „ohne Gewähr“, aus nicht belegter Quelle, vergleiche Ulrich Bücholdt: Historisches Architektenregister / Aman – Arft
  4. a b c Vergleiche die Dokumentation bei Commons (siehe unter dem Abschnitt Weblinks)
  5. Klaus Mlynek: Linden, in: Stadtlexikon Hannover, S. 406ff.
  6. Vergleiche diesen Datensatz bei der Deutschen Nationalbibliothek
  7. Helmut Knocke, Hugo Thielen: Am Lindener Berge, in: Hannover Kunst- und Kultur-Lexikon, S. 81
  8. Horst Kohlmann, Friedrich Dankenbring (Vorsitzende): A - Chronik für Mardorf am Steinhuder Meer (von dort über Unterabschnitt A7 im Download des PDF-Dokuments A7 Die Zeit 1918 – 1932), zuletzt abgerufen am 9. Dezember 2013