Carl Bildt

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Carl Bildt (2014)
Unterschrift von Carl Bildt

Nils Daniel Carl Bildt?/i [ˌkɑːɭ ˈbilt] (* 15. Juli 1949 in Halmstad) ist ein schwedischer Politiker. Er war von 1991 bis 1994 Ministerpräsident von Schweden und ist seit dem 6. Oktober 2006 schwedischer Außenminister. Bildt ist in dritter Ehe mit der Europaparlamentarierin Anna Maria Corazza Bildt verheiratet und hat drei Kinder.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Carl Bildts heraldische Wappen

Carl Bildt stammt aus einem norwegisch-dänisch-schwedischen Adelsgeschlecht. Die adeligen Wurzeln liegen im Mittelalter. Bildt wurde in Halmstad in Halland geboren. Er ist der Sohn des Büroleiters[1] Daniel Bildt (1920-2010)[2] und der National Secretary Kerstin Andersson-Alwa[3]. Er hat einen Bruder,Daniel Anders Nils Bildt, geboren 29. April 1952. Carl Bildt ist der Urenkel des ehemaligen Ministerpräsidenten und des Reichsmarschalls, Freiherr Gillis Bildt.[4]

Ausbildung und frühe politische Aktivitäten[Bearbeiten]

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Opposition '68, Belege, Universität Stockholm oder Östra Real?

Während der Schulzeit war Bild der Klassenkamerad von Robert Collin sowie Staffan Hildebrand.[5][6]

In Verbindung mit einem bundesweitem Lehrerstreik im Jahr 1966 hatte Bildt seinen ersten Fernsehauftritt. Als Präsident der Fachschaft organisierte er teilweise von Studenten gehaltenen Unterricht.[7] In der gleichen Zeit war er Vorsitzender der schwedischen Studentenräte.

Bildt studierte an der Universität Stockholm Philosophie und Staatswissenschaften, jedoch ohne jemals einen akademischen Grad zu erhalten.

Er wurde 1973 Vorsitzender des Studentenverbandes FMSF der konservativen Moderaten Sammlungspartei. Er engagierte sich auch früh in der europäischen Studentenpolitik und war von 1974 bis 1976 Vorsitzender von European Democrat Students.

Parteikarriere und Ämter[Bearbeiten]

Carl Bildt mit Condoleezza Rice

Von 1973 bis 1976 war er politischer Sekretär der Moderaten, mit deren langjährigem Vorsitzenden Gösta Bohman, seinem zeitweiligen Schwiegervater, ihn ein enges Vertrauensverhältnis verband. Zwischen 1976 und 1981 war er Mitarbeiter der bürgerlichen Koalitionsregierungen, unter anderem ab 1979 als Staatssekretär. 1979 zog er erstmals als Abgeordneter in den Reichstag ein. Er war Sprecher seiner Partei für Außen- und Sicherheitspolitik im Reichstag und wurde als solcher 1981 in die U-Boot-Kommission berufen, die zu untersuchen hatte, wie wiederholt unbemerkt fremde U-Boote in schwedische Hoheitsgewässer vor der Marinebasis Karlskrona einlaufen konnten.

1986 wurde er zum Parteivorsitzenden der Moderaten Sammlungspartei gewählt, deren Position als größte bürgerliche Partei er ausbaute. Nach den für seine Partei erfolgreichen Wahlen vom 15. September 1991, die ihren Anteil auf 21,9 % erhöhte, wurde er schwedischer Ministerpräsident. Er bildete eine Koalitionsregierung mit den drei anderen bürgerlichen Parteien, die jedoch nach dem Wahlverlust 1994 wieder von einer sozialdemokratischen Minderheitsregierung abgelöst wurde. In weiterer Folge wirkte er vor allem für den EU-Beitritt Schwedens, der 1995 erfolgte. Nach den Verlusten in der Wahl von 1998 trat Bildt 1999 als Parteivorsitzender zurück und widmete sich ausschließlich seinen internationalen Aufträgen.

Zwischen 1995 und 1997 bekleidete Bildt den Posten des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, zwischen 1999 und 2001 war er UN-Sonderbeauftragter für den Balkan.

2006 kehrte Bildt überraschenderweise in die schwedische Politik zurück, als er vom neuen schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt zum Außenminister ernannt wurde.

Mit der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft hatte Bildt vom 1. Juli bis 31. Dezember 2009 das Amt des Präsidenten des Rats der Europäischen Union inne.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  
  2.  
  3. Född 1922 i Snöstorp i Hallands län. Källa: Sveriges befolkning 1970, (CD-ROM version 1.04) Sveriges Släktforskarförbund 2003
  4.  Christer Isaksson: Världens bästa regering: tusen dagar som förändrade Sverige. 1994.
  5. Bildt - excellensen - Carl Bildt "räddar nationen". BestofSVT.se, abgerufen am 29. September 2014.
  6. Roland Poirier Martinsson: ”VAR DET JESUS?” Magasinet Neo, abgerufen am 29. September 2014.
  7. En 17-årig Carl Bildt tar över undervisningen på skolan: Arrogans och ansvar. Schwedisch Dagbladet, 13. November 2009, abgerufen am 29. September 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carl Bildt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien