Carl Bildt

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Carl Bildt (2014)

Nils Daniel Carl Bildt?/i [ˌkɑːɭ ˈbilt] (* 15. Juli 1949 in Halmstad) ist ein schwedischer Politiker. Er war von 1991 bis 1994 Ministerpräsident von Schweden und vom 6. Oktober 2006 bis 3. Oktober 2014 schwedischer Außenminister.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Wappen der Familie Bildt.

Carl Bildt stammt aus einer norwegisch-dänisch-schwedischen Adelsfamilie. Er ist der Sohn eines Ministerialbeamten und einer Verbandssekretärin, außerdem Ururenkel des Ministerpräsidenten Gillis Bildt.[1]

Ausbildung und frühe politische Aktivitäten[Bearbeiten]

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Opposition '68, Belege, Universität Stockholm oder Östra Real?

In Verbindung mit einem bundesweitem Lehrerstreik im Jahr 1966 hatte Bildt seinen ersten Fernsehauftritt. Als Fachschaftsvorsitzender organisierte er teilweise von Studenten gehaltenen Unterricht.[2] In der gleichen Zeit war er Vorsitzender der schwedischen Studentenräte.

Bildt studierte an der Universität Stockholm Philosophie und Staatswissenschaften, jedoch ohne jemals einen akademischen Grad zu erhalten.

Er wurde 1973 Vorsitzender des Studentenverbandes FMSF der konservativen Moderaten Sammlungspartei. Er engagierte sich auch früh in der europäischen Studentenpolitik und war von 1974 bis 1976 Vorsitzender von European Democrat Students.

Parteikarriere und Ämter[Bearbeiten]

Carl Bildt 2006 mit Condoleezza Rice.

Von 1973 bis 1976 war er Parteisekretär der Moderaten, mit deren langjährigem Vorsitzenden Gösta Bohman, seinem zeitweiligen Schwiegervater, ihn ein enges Vertrauensverhältnis verband. Zwischen 1976 und 1981 war er Mitarbeiter der bürgerlichen Koalitionsregierungen, unter anderem ab 1979 als Staatssekretär. 1979 zog er erstmals als Abgeordneter in den Reichstag ein. Er war Sprecher seiner Partei für Außen- und Sicherheitspolitik im Reichstag und wurde als solcher 1981 in die U-Boot-Kommission berufen, die zu untersuchen hatte, wie wiederholt unbemerkt fremde U-Boote in schwedische Hoheitsgewässer vor der Marinebasis Karlskrona einlaufen konnten.

1986 wurde er zum Parteivorsitzenden der Moderaten Sammlungspartei gewählt, deren Position als größte bürgerliche Partei er ausbaute. In der Wahl am 15. September 1991 erreichte sie 21,9 % der Wählerstimmen, Bildt wurde schwedischer Ministerpräsident. Er bildete eine Koalitionsregierung mit den drei anderen bürgerlichen Parteien. Nach der Wahlniederlage 1994 wurde sie von einer sozialdemokratischen Minderheitsregierung abgelöst. In weiterer Folge warb er vor allem für einen EU-Beitritt Schwedens, der 1995 erfolgte. Nach den Verlusten in der Wahl von 1998 trat Bildt 1999 als Parteivorsitzender zurück und widmete sich internationalen Aufgaben.

Zwischen 1995 und 1997 bekleidete Bildt den Posten des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, zwischen 1999 und 2001 war er UN-Sonderbeauftragter für den Balkan.

2006 kehrte Bildt überraschend in die schwedische Politik zurück, als er vom neuen schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt zum Außenminister ernannt wurde. Mit der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft hatte Bildt vom 1. Juli bis 31. Dezember 2009 das Amt des Präsidenten des Rats der Europäischen Union inne.

Bildt ist in dritter Ehe mit der Europaparlamentarierin Anna Maria Corazza Bildt verheiratet und hat drei Kinder.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag Carl Bildt Munzinger Archiv, abgerufen am 9. Oktober 2014
  2. En 17-årig Carl Bildt tar över undervisningen på skolan: Arrogans och ansvar. Svenska Dagbladet, 13. November 2009, abgerufen am 29. September 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carl Bildt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien