Carl Ernst Heinrich Schmidt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Carl Ernst Heinrich Schmidt.

Carl Ernst Heinrich Schmidt (* 1. Junijul./ 13. Juni 1822greg. in Mitau; † 27. Februarjul./ 11. März 1894greg.[1] in Dorpat) war ein russischer Arzt und Chemiker deutschbaltischer Abstammung.

Schmidt wurde als Sohn eines Apothekers in Mitau in Kurland, dem heute zu Lettland gehörenden Jelgava, geboren. Er begann 1838 eine Apothekerlehre in Berlin und studierte anschließend Chemie und Medizin. Er promovierte 1844 bei Justus Liebig in Gießen zum Dr. phil. mit einer Arbeit über pflanzliche Schleimstoffe und 1845 an der Universität Göttingen zum Doktor der Medizin. Nach seinem Studium in Deutschland war Schmidt an der Militär-Medizinischen-Akademie in Sankt Petersburg tätig, legte das russische Arztexamen ab und verfasste außerdem zwei weitere Dissertationen zum Erwerb russischer Doktorgrade. 1847 wurde er Privatdozent für physiologische und pathologische Chemie an der Universität Tartu (Dorpat). Er wurde dort 1850 zum außerordentlichen Professor für Pharmazie und zum Leiter des Pharmazeutischen Instituts ernannt. 1852 wurde er ordentlicher Professor für medizinische Chemie. Im Jahre 1878 promovierte Wilhelm Ostwald in seinem Arbeitskreis.

Schmidt interessierte sich anfangs vor allem für medizinische Themen. Ihm gelang eine erste genauere Analyse der Zusammensetzung verschiedener Körperflüssigkeiten, so von Blut und Galle. Zusammen mit Max von Pettenkofer gilt er außerdem als Begründer der Stoffwechselforschung. Schmidt erkannte, dass Salzsäure ein Bestandteil der Magensäure ist und untersuchte deren Wechselwirkungen mit Pepsin. Später galt dann sein Hauptinteresse der Geochemie der Lagerstätten von Torf, Phosphorit, Guano, Erdgas und Erdöl im Baltikum, Russland und Sibirien.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag im Beerdigungsregister der Universitätsgemeinde zu Dorpat (estnisch: Tartu ülikooli kogudus)