Carl Gottlieb Peschel

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Carl Gottlieb Peschel (* 31. März 1798 in Dresden; † 3. Juli 1879 ebenda) war ein deutscher Maler. Er gehörte der Schule der Nazarener an und blieb dieser Kunstrichtung zeitlebens treu.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Der Erlkönig

Peschel wurde als Sohn des Finanzbeamten Georg Gottlieb Peschel geboren. Ab 1812 studierte er Malerei an der Kunstakademie Dresden als Schüler von C. A. Lindner (1811) und Traugott Lebrecht Pochmann (1815/25). Als Carl Christian Vogel von Vogelstein das Deckengemälde für das Schloss Pillnitz malte, verdiente sich Peschel als Gehilfe zeitweil seinen Unterhalt. Mit Hilfe aus den Kriegszeiten übriggebliebenen väterlichen Erbanteil finanzierte er seine einjährige Reise nach Rom (1825/26).

Sein Begleiter auf der Reise dahin war Adolf Gottlob Zimmermann (1799–1859), in Rom selbst empfingen ihn alte und neue Freunde. Dort entstand auch eine „Freundschaft fürs Leben“ zwischen ihm sowie Julius Schnorr von Carolsfeld. Anton Dräger führte Peschel in die römische Kunstwelt ein. Mit Ludwig Richter knüpfte Peschel ein Verhältnis inniger Freundschaft an, welches lebenslänglich andauerte. Nach seiner Rückreise in die Heimat verdiente er sich seinen Unterhalt durch Bemalen von Schnupftabaksdosen und gab Zeichenunterricht. Der Kauf des Bildes „Elieser und Rebekka am Brunnen“ durch den Sächsischen Kunstverein verbesserte seine finanzielle Situation und ermöglichte eine Rückkehr zur Kunst. Neben Bonaventura Genelli war er an der Ausmalung des Härtelschen Hauses (Römisches Haus) in Leipzig beteiligt. Johann Gottlob von Quandt engagierte ihn von 1836 bis 1838 für die Ausschmückung des „Belvederes“ bei Dittersbach mit Fresken zu den Goethe-Werken Der Sänger, Der Fischer, Erlkönig, Geistesgruß, Der König in Thule sowie Das Märchen. 1837 trat Carl Gottlieb Peschel an der Kunstakademie Dresden die Nachfolge des verstorbenen Zeichenmeisters Christian Ernst Stölzel (1792–1837) an, und 1846 erfolgte seine Berufung zum Professor sowie 1859 die Aufnahme in den Akademischen Rat. Im selben Jahr entstand auch das Altarbild für die Kirche in Auerbach/Vogtl.. Peschel versetzte man 1877 in den Ruhestand. Friedrich Leon Pohle fertigte ein heute in der Dresdner Galerie befindliches Bildnis von Peschel an.

Peschel bevorzugte bis etwa 1850 alttestamentliche Motive, dann wandte er sich verstärkt dem Neuen Testament zu.

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

Mose und die Zehn Gebote, Frühwerk, Bleistiftzeichnung auf Papier-Kunstsammlung Anton Cos
  • Muse, 1820
  • Psyche und Zephyr, 1821
  • Magdalena, 1825
  • Elieser und Rebekka am Brunnen, 1827, Museum der bildenden Künste Leipzig, 1931 in München verbrannt
  • Beweinung Christi, 1832
  • Stephanus vor den Hohenpriesern, 1833
  • Christus, das Abendmahl austeilend, 1851
  • Fahrt der Apostel übers Meer, 1853
  • Die 3 Marien am Ostermorgen, 1860
  • Jünger zu Emmaus, 1870
  • Bonifacius fällt die heilige Eiche, 1856

[Bearbeiten] Illustrationen (Auswahl)

[Bearbeiten] Werke im öffentlichen Besitz

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

  • Carl Peschel: Das Buch Tobiä in elf bildlichen Darstellungen. Zur Förderung frommen Sinnes herausgegeben mit einem Vorworte begleitet von D. August Hahn. C. G. Börner, Leipzig, 1830.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Carl Gottlieb Peschel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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