Carl Heinrich Ihmels

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Carl Heinrich Ihmels (* 24. Oktober 1888 in Detern; † 10. April 1967 in Dresden) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pastor, Theologe und Missionswissenschaftler. Er war 37 Jahre Direktor des Leipziger Missionswerks.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Grabstätte Carl Heinrich Ihmels auf dem Südfriedhof in Leipzig

Ihmels wurde als 1888 als Sohn des späteren Landesbischofs Ludwig Ihmels geboren. Nach dem Abitur am König-Albert-Gymnasium[1] 1907 studierte er Philosophie und Evangelische Theologie an den Universitäten in Leipzig, Erlangen und Göttingen. Seine Staatsexamen legte er in Hannover ab. 1914 wurde er Pastor in Baltrum und Lehrer an einer Volksschule. Später arbeitete er in Westrhauderfehn. 1916 wurde er in Erlangen zum Dr. phil. promoviert. 1923 wurde er Direktor des Leipziger Missionswerkes. Ab 1926 war er Leiter des Missionswissenschaftlichen Seminars in Leipzig. 1932 erhielt er eine Honorarprofessur. 1927 reiste er nach Indien. 1930 wurde er von der Theologischen Fakultät in Erlangen mit der Ehrendoktor gewürdigt. Während des Zweiten Weltkriegs war er Mitglied der Bekennenden Kirche und versteckte die Institutum Judaicum Delitzschianum der Universität Münster in der Mission. Er hatte sechs Kinder.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Die Entstehung der organischen Natur nach Schelling, Darwin und Wundt. Eine Untersuchung über den Entwicklungsgedanken, Naumburg 1916.
  • Um unsere Aufgabe in Indien. Gedanken zum Wiederbeginn deutscher Missionsarbeit in Tamulenlande, Leipzig 1927.
  • Vom Weltkrieg bis zur Gegenwart, Leipzig 1936.
  • Eine Tamulenkirche entsteht, Leipzig 1936.
  • In der ostafrikanischen Steppe, Leipzig 1936.
  • Als die Diener Gottes, Dresden 1938.

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg PlasgerIhmels, Carl Heinrich. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 14, Bautz, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-073-5, Sp. 1099–1101.
  • Leipziger Mission (Hrsg.): Rückblicke auf zwei Menschenalter Leipziger Mission. Aus Manuskripten der Direktoren Carl Ihmels und August Kimme und von Annemarie Ihmels. Verlag der Ev.-Luth. Mission, Erlangen 1986.
  • Matthias Kempke: Fotos und Texte von der Visitationsreise des Leipziger Missionsdirektors Carl Ihmels nach Tanganyika. Leipzig 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Evangelisch-lutherisches Missionswerk Leipzig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Er besuchte das Gymnasium von 1902 bis 1907. Vgl.: Michael Hagert: Die Geschichte des König-Albert-Gymnasiums zu Leipzig. Ein Beitrag zu Geschichte des sächsischen höheren Schulwesens, Leipzig 1957, S. 127.