Carl Westergren

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Carl Oscar Westergren (* 13. Oktober 1895 in Malmö; † 5. August 1958 ebenda) war ein schwedischer Ringer.

Leben[Bearbeiten]

Carl Westergren begann 1911 im Alter von 16 Jahren beim Sportklub IK Sparta Malmö mit dem Ringen und erreichte bald die nationale Spitze. Infolge des Ersten Weltkrieges musste er allerdings bis 1920 auf seinen ersten internationalen Erfolg warten, der dann gleich ein Olympiasieg war. Von da an reihte sich Erfolg auf Erfolg. Mit einer Ausnahme, 1924 bei den Olympischen Spielen in Paris, rang er ausnahmslos im griechisch-römischen Stil. Seine Spezialitäten waren der Überstürzer von vorne, als dessen Erfinder er gilt und der seitliche Durchdreher. Er begann seine Laufbahn als Mittelgewichtler und wuchs im Laufe der Jahre in das Halbschwer- und Schwergewicht hinein. Er war von gedrungener Gestalt, aber sehr wendig und beherrschte alle taktischen Raffinessen. Carl Westergren war zunächst Busfahrer und dann Mietwagenunternehmer. Nach Beendigung seiner Laufbahn bestritt er gerne Trabrennen und trat als Artist in Theatern auf. Für seine Verdienste um den Ringersport wurde er im September 2003 als einer der ersten in die FILA International Wrestling Hall of Fame aufgenommen.[1]

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

(OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft, gr = griechisch-römischer Stil, F = Freistil, Mi = Mittelgewicht, HS = Halbschwergewicht, S = Schwergewicht)

Nationale Erfolge[Bearbeiten]

Westergren gewann mehrere schwedische Meisterschaften und viele internationale Turniere auf den Matten Skandinaviens, die damals immer die Weltelite versammelten. Seine schwedischen Hauptgegner waren Gustav Lindquist, Ragnar Bohm, Ernst Nilsson, Thure Sjöstedt, Rudolf Svensson und Johan Richthoff, die sich jedoch bei den Meisterschaften meist aus dem Weg gingen.

Quellen[Bearbeiten]

  • 1) Documentation of International Wrestling Championships der FILA, 1976
  • 2) div. Ausgaben der Fachzeitschrift "Athletik" aus den Jahren 1929 bis 1933

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Baumgartner and Smith among charter FILA 2003 Hall of Fame class, abgerufen am 11. Juli 2010 (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]