Carl Wirths

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Carl Wirths (* 10. Dezember 1897 in Elberfeld (heute zu Wuppertal); † 16. Juni 1955 in Wuppertal) war ein deutscher Politiker der FDP.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Wirths wurde 1897 in Elberfeld geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und der Oberrealschule absolvierte er eine Ausbildung im Baugewerbe. Er gründete 1924 zusammen mit seinem Vater das Bauunternehmen Carl Wirths & Co., das bis zur Auflösung im Mai 2004 bestand.

Wirths war außerdem Herausgeber der Westdeutschen Rundschau, einer der FDP nahestehenden Tageszeitung in Nordrhein-Westfalen.

Partei[Bearbeiten]

Wirths trat nach dem Zweiten Weltkrieg der FDP bei. Er gehörte innerhalb der nordrhein-westfälischen FDP zu den Gegnern des nationalistischen Kurses von Parteichef Friedrich Middelhauve.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Wirths wurde 1945 Mitglied im Beirat der Stadt Wuppertal und war 1946 bis 1951 sowie 1952 bis 1955 Stadtverordneter in Wuppertal. Dem Landtag von Nordrhein-Westfalen gehörte er vom 2. Oktober 1946 bis zum 1. September 1949 an.

Bei der ersten Bundestagswahl 1949 wurde Carl Wirths Mitglied des Deutschen Bundestages, dem er bis zu seinem Tode angehörte. Er errang aufgrund einer Wahlabsprache seiner Partei mit der CDU zweimal (1949 und 1953) das Direktmandat im Wahlkreis Wuppertal I. Von 1949 bis 1953 und vom 9. November 1954 bis zu seinem Tode war er stv. Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Bau- und Bodenrecht und vom 9. Februar 1950 bis zu seinem Tode stv. Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Wiederaufbau und Wohnungswesen. Wirths war der maßgebliche Autor des Wohnungseigentumsgesetzes vom 15. März 1951, das auf eine Initiative der FDP-Fraktion hin beschlossen worden war.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Carl Wirths, Hermann Weitnauer: Das Wohnungseigentumsgesetz, 1. Auflage 1952, Vahlen Verlag. (erscheint derzeit in 9. Auflage unter dem Titel "Weitnauer. Wohnungseigentumsrecht")

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Henning, Carl Wirths und das Wohnungseigentumsgesetz von 1951, in: Geschichte im Westen, Band 9, 1994, Seiten 183 bis 196.
  • Rudolf Vierhaus und Ludolf Herbst (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949–2002. Band 2, N–Z, Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 961–962.

Weblinks[Bearbeiten]