Carlo Ancelotti

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Carlo Ancelotti

Carlo Ancelotti 2012

Spielerinformationen
Geburtstag 10. Juni 1959
Geburtsort ReggioloItalien
Größe 180 cm
Position Mittelfeld
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1976–1979
1979–1987
1987–1992
AC Parma
AS Rom
AC Mailand
55 (13)
171 (12)
112 (10)
Nationalmannschaft
1979–1980
1980
1981–1991
ital. Olympiaauswahl
Italien U-21
Italien
4 0(1)
3 0(0)
26 0(1)
Stationen als Trainer
1992–1995
1995–1996
1996–1998
1999–2001
2001–2009
2009–2011
2012–2013
2013–
Italien (Co-Trainer)
AC Reggiana
AC Parma
Juventus Turin
AC Mailand
FC Chelsea
Paris SG
Real Madrid
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Carlo Ancelotti (* 10. Juni 1959 in Reggiolo) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler und derzeitiger -trainer. Seit 2013 steht er in der spanischen Primera División bei Real Madrid unter Vertrag.

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Mit 17 Jahren begann seine Karriere beim AC Parma. 1979 wechselte Carlo Ancelotti zum AS Rom, mit dem er einmal die italienische Meisterschaft und viermal den italienischen Pokal gewann. Dort entwickelte er sich zum Leistungsträger und Nationalspieler. Zwischen 1984 und 1987 führte er die Mannschaft als Mannschaftskapitän aufs Spielfeld. Anschließend spielte Ancelotti von 1987 bis 1992 für den AC Mailand. Er war ein Spieler des legendären Milan-Teams, das 1989 und 1990 den Europapokal der Landesmeister gewann.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Für die italienische A-Nationalmannschaft lief Carlo Ancelotti 26-mal auf. Nachdem er insgesamt sieben Partien für die U-21- und die Olympiaauswahl seines Landes bestritten hatte, debütierte er am 6. Januar 1981 bei der Mundialito (Mini-WM) in Uruguay. Bei seinem ersten Spiel, dem 1:1 gegen die Niederlande, traf er. Ancelotti stand im Kader Italiens bei der WM 1986 in Mexiko, bei der Fußball-Europameisterschaft 1988 in Deutschland und war auch im Aufgebot für die Weltmeisterschaft 1990 im eigenen Land, als der dritte Platz erreicht wurde.

Erfolge[Bearbeiten]

Als Nationalspieler

AS Rom

AC Mailand

Karriere als Trainer[Bearbeiten]

Nach seiner erfolgreichen Karriere als Spieler entschied sich Ancelotti, als Fußballtrainer zu arbeiten. Seine erste Station war die italienische Fußballnationalmannschaft. Für diese arbeitete er zwischen 1992 und 1995 als Co-Trainer unter Arrigo Sacchi und erreichte mit ihr das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA. Dort unterlag Italien im Elfmeterschießen gegen die Auswahl Brasiliens. Im Sommer 1995 unterzeichnete Ancelotti bei der AC Reggiana in der Serie B seinen ersten Vertrag als Cheftrainer. Ihm gelang in seinem ersten Jahr als Trainer der Aufstieg in die Serie A. Bereits nach einer Saison bei Reggiana wechselte Ancelotti im Sommer 1996 zum AC Parma. In seiner ersten Saison bei Parma (1996/97) wurde sein Klub überraschend Vizemeister der Serie A. Im Februar 1999 folgte er dem zurückgetretenen Marcello Lippi als Trainer bei Juventus Turin. Juventus gewann unter Ancelotti den UEFA Intertoto Cup im Jahr 1999 und wurde zweimal Vizemeister (2000 und 2001) in der Serie A. In der Spielzeit 2000/01 scheiterte Juventus in der Gruppenphase der Champions League, woraufhin Ancelotti im Sommer 2001 durch seinen Vorgänger Lippi ersetzt wurde.

Beim AC Mailand übernahm Ancelotti am 7. November 2001 von Fatih Terim den Trainerposten. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Verein in einer schweren Krise. Ancelotti brachte die Mailänder ins Halbfinale des UEFA-Pokals 2001/02 und beendete die Saison auf dem vierten Tabellenplatz. Nachdem er anfangs öffentlich von Klubchef Silvio Berlusconi wegen der defensiven Spielweise der Mannschaft kritisiert worden war, brachten ihm die disziplinierten Auftritte des Teams Respekt ein. Für die Saison 2002/03 konnte Ancelotti mit Andrea Pirlo und Rui Costa zwei wichtige Neuzugänge verpflichten. Außerdem entwickelten sich Filippo Inzaghi und Andrij Schewtschenko unter Ancelotti zu einem starken Sturmduo. In der UEFA Champions League 2002/03 spielte sich das Team ins Finale gegen Juventus Turin und bezwang diese im Elfmeterschießen mit 3:2. Wenige Tage später folgte der Sieg im italienischen Pokal. Zur Saison 2003/04 unterzeichnete der brasilianische Mittelfeldspieler Kaká einen Vertrag beim AC Mailand. Mit Kaká als Schlüsselspieler führte Ancelotti den AC Mailand in der Saison 2003/04 zum Gewinn des europäischen Supercup und des Scudetto. Mit dem Gewinn der UEFA Champions League 2003 gehört Ancelotti zu den Personen, die als Spieler und Trainer diesen Wettbewerb gewinnen konnten. Die anderen fünf sind Miguel Muñoz, Giovanni Trapattoni, Johan Cruyff, Frank Rijkaard und Josep Guardiola. In der folgenden Saison 2004/05 brachte Ancelotti den AC Mailand erneut ins Finale der UEFA Champions League. Nach einer 3:0-Führung zur Halbzeit verspielte sein Team die Führung und nach 90 Minuten stand es 3:3. Mailand unterlag im Elfmeterschießen gegen den FC Liverpool. Zwei Jahre später, in der Saison 2006/07, standen sich beide Teams erneut im Finale gegenüber. Diesmal setzte sich der AC Mailand dank zweier Tore von Filippo Inzaghi mit 2:1 durch. Der erneute Gewinn der UEFA Champions League mit dem AC Mailand brachte für Ancelotti einen erheblichen Prestigegewinn. Anfang Juni 2007 verlängerte er seinen Vertrag bis zum Jahr 2010.[1] Am 31. Mai 2009 wurde die Trennung im beiderseitigen Einvernehmen bekanntgegeben. Der Verein belegte in dieser Spielzeit den dritten Tabellenplatz. Sein Nachfolger wurde sein ehemaliger Spieler Leonardo.

Am 1. Juni 2009 wurde Ancelotti als neuer Trainer des FC Chelsea vorgestellt. Sein Vertrag war bis 2012 befristet.[2] In seinem ersten Pflichtspiel gewann er mit dem FC Chelsea den FA Community Shield gegen Manchester United im Elfmeterschießen mit 4:1 (2:2; 0:1). Am 9. Mai 2010 gewann Ancelotti mit seiner Mannschaft die englische Meisterschaft mit einem Punkt Vorsprung vor Manchester United. Chelsea stellte in dieser Saison den besten Angriff mit 103 Toren. Außerdem krönte sich Didier Drogba mit 29 Treffern zum Torschützenkönig der Liga. Ebenso gewann Ancelotti mit Chelsea in dieser Saison den FA Cup und gewann damit das erste Double der Vereinsgeschichte. In der Spielzeit 2010/2011 konnte Ancelotti mit seinem Team nicht an die Erfolge aus der Vorsaison anknüpfen und wurde schließlich am 22. Mai 2011 beurlaubt, obwohl sein Vertrag noch für ein weiteres Jahr galt.[3]

Zum Jahreswechsel 2011/12 übernahm er die französische Erstligaelf von Paris Saint-Germain als Nachfolger von Antoine Kombouaré.[4] Nachdem sich der Verein in der Sommerpause mit namhaften Spielern wie u. a. Zlatan Ibrahimović und Thiago Silva verstärkt hatte, gewann Ancelotti in der Saison 2012/13 die französische Meisterschaft. Dennoch bat er den Verein um eine Freigabe, um José Mourinho als Trainer bei Real Madrid zu beerben. Diese wurde ihm allerdings von der Vereinsführung zunächst noch verwehrt.[5] Nachdem Paris SG mit Laurent Blanc einen Nachfolger gefunden hatte, war der Weg für Ancelotti jedoch frei.[6]

Seit der Saison 2013/14 trainiert Ancelotti den spanischen Rekordmeister Real Madrid. Er unterschrieb einen Dreijahresvertrag bis Juni 2016.[7] Am 24. Mai 2014 gewann Ancelotti mit seiner Mannschaft als zweiter Trainer nach Bob Paisley zum dritten Mal die Champions League durch ein 4:1 nach Verlängerung über den Stadtrivalen Atlético Madrid.

Erfolge[Bearbeiten]

Als Co-Trainer der Nationalmannschaft Italiens

Juventus Turin

AC Mailand

FC Chelsea

Paris Saint-Germain

Real Madrid

Persönliche Auszeichnungen als Trainer

Sonstiges

Privates[Bearbeiten]

Carlo Ancelotti ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Seine Söhne Davide und Simone spielten beide in der Jugendabteilung des AC Mailand.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carlo Ancelotti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ancelotti läutet «Ära Carlo» bei Milan ein, www.fussball24.de, 29. März 2007 [1]
  2. Ancelotti neuer Chelsea-Manager
  3. Chelsea trennt sich von Ancelotti
  4. siehe die offizielle Bestätigung vom 30. Dezember 2011 bei France Football
  5. PSG-Trainer: Ancelotti möchte Mourinho bei Real beerben, Spiegel Online vom 19. Mai 2013.
  6. Le Paris Saint-Germain choisit Laurent Blanc, 25. Juni 2013 (französisch)
  7. Carlo Ancelotti, new Real Madrid coach, 25. Juni 2013 (englisch)