Carlo Caffarra

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Carlo Kardinal Caffarra (auf dem Weltjugendtag in Madrid 2011)
Wappen von Carlo Caffarra

Carlo Kardinal Caffarra (* 1. Juni 1938 in Samboseto di Busseto, Provinz Parma, Italien) ist Erzbischof von Bologna.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Studium der Katholischen Theologie im Bischöflichen Priesterseminar in Fidenza empfing Caffarra am 2. Juli 1961 in Samboseto das Sakrament der Priesterweihe. Anschließend promovierte er an der Päpstlichen Universität Gregoriana zum Doktor des Kanonischen Rechts mit einer Arbeit über die Beendigung von Ehen und spezialisierte sich darüber hinaus an der Päpstlichen Akademie Alfonsina im Fach Moraltheologie, das er in der Folge an den Universitäten Fidenza und Parma lehrte.

Papst Paul VI. berief ihn 1974 in die Internationale Theologenkommission. 1980 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Experten für Ehe- und Familienfragen auf der Bischofssynode und zum Leiter des Päpstlichen Instituts „Johannes Paul II. für Studien über Ehe und Familie“ an der Päpstlichen Lateranuniversität. Darüber hinaus verlieh er ihm am 5. Februar desselben Jahres den Titel Ehrenprälat Seiner Heiligkeit.[1]

1983 wurde er darüber hinaus Konsultor bei der Kongregation für die Glaubenslehre.

Am 8. September 1995 ernannte ihn Johannes Paul II. zum Erzbischof von Ferrara-Comacchio. Die Bischofsweihe spendete ihm der Erzbischof von Bologna, Giacomo Kardinal Biffi, am 21. Oktober 1995 im Dom von Fidenza. Der Erzdiözese Ferrara-Comacchio stand Caffarra bis zu seiner Ernennung zum Erzbischof des Erzbistums Bologna am 16. Dezember 2003 vor, dessen Leitung er offiziell am 15. Februar 2004 durch seine Amtseinführung in der Kathedrale von Bologna übernahm.

Carlo Caffarra ist Moraltheologe und Mitglied der konservativen Laienbewegung Comunione e Liberazione.[2] Nach dem Tod von Johannes Paul II. und der Wahl Joseph Ratzingers zum Papst wurde er in den Medien als dessen möglicher Nachfolger im Amt des Präfekten der Glaubenskongregation diskutiert. Als Erzbischof eines der größten Bistümer Italiens, welches über eine lange Kardinalstradition verfügt, nahm Papst Benedikt XVI. ihn im feierlichen Konsistorium am 24. März 2006 als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Giovanni Battista dei Fiorentini in das Kardinalskollegium auf.

Kardinal Caffarra nahm nach dem Rücktritt Benedikts XVI. am Konklave 2013 teil, in dem Papst Franziskus gewählt wurde.

Literatur[Bearbeiten]

  • Carlo Kardinal Caffarra, in: Internationales Biographisches Archiv 31/2008 vom 29. Juli 2008, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Annuario Pontificio per l’anno 1987, Città del Vaticano 1987, S. 1797.
  2. Caffarra, Carlo, In: Salvador Miranda: The Cardinals of the Holy Roman Church, online auf fiu.edu, Website der Florida International University, gesehen am 4. April 2013. (englisch)
Vorgänger Amt Nachfolger
Giacomo Kardinal Biffi Erzbischof von Bologna
seit 2004
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