Carlo Rubbia
Carlo Rubbia (* 31. März 1934 in Gorizia) ist ein italienischer Physiker.
Rubbia erhielt 1984 zusammen mit Simon van der Meer den Physik-Nobelpreis „für ihre maßgeblichen Beiträge bei dem großen Projekt, das zur Entdeckung der Feldpartikel W und Z, Vermittler schwacher Wechselwirkung, geführt hat“. Unter seiner Leitung wurde der UA1-Detektor errichtet. Von 1989 bis 1993 war er Generaldirektor der European Organization for Nuclear Research (CERN) und ist Mitglied der Accademia Nazionale dei Lincei (Rome). Außerdem basiert das Rubbiatron, ein Konzept für einen beschleunigergetriebenen Kernreaktor, auf seinen Ideen.
Während seiner Zeit als Präsident der „Italian National Agency for New Technologies, Energy and the Environment”, ENEA, von 1999-2005 arbeitete Rubbia am Archimedes-Projekt zur Verbesserung solarthermischer Kraftwerke[1].
Von 2006 bis 2009 war Rubbia wissenschaftlicher Chefberater[2] am spanischen Forschungszentrum für Energie, Umwelt und Technologie, CIEMAT[3].
2009 wurde er zum Spezialberater für Energie des Generalsekretärs der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik, ECLAC[4].
Seit Juni 2010 ist Rubbia wissenschaftlicher Direktor am Institute for Advanced Sustainability Studies[1] (IASS e.V.) in Potsdam.
Dokumente [Bearbeiten]
- 1991 – Gesichter der Schweiz von Nicolas Gessner u.a. Dokumentarfilm zur 700-Jahre-Jubiläumsfeier der Eidgenossenschaft. Episode: Carlo Rubbia
Weblinks [Bearbeiten]
- Informationen der Nobelstiftung zur Preisverleihung 1984 an Carlo Rubbia (englisch)
- Literatur von und über Carlo Rubbia im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Porträt von Carlo Rubbia im Magazin NZZ Folio
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Carlo Rubbia auf der Webseite des IASS
- ↑ CIEMATs VÉRTICES-Magazin, Nr. 1, Nov. 2006, S. 4 (PDF-Datei, 3.493 kB)
- ↑ CIEMAT Homepage
- ↑ ECLAC Pressemitteilung (englisch), abgerufen am 24. März 2012
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rubbia, Carlo |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Physiker |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1934 |
| GEBURTSORT | Gorizia |
- Physiker (20. Jahrhundert)
- Nobelpreisträger für Physik
- Träger des Verdienstordens der Republik Polen (Komtur)
- Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften
- Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften
- Italiener
- Geboren 1934
- Mann
- Ehrendoktor der Päpstlichen Katholischen Universität von Peru
- Auswärtiges Mitglied der Royal Society
- Mitglied der Accademia dei Lincei
