Carlos Castaneda

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Carlos Castaneda (ursprünglich Carlos Aranha Castañeda,[1] * 25. Dezember 1925 in Cajamarca; † 27. April 1998 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Anthropologe und Schriftsteller. Seine Bücher erlangten in den 1970er und -80er Jahren internationale Popularität. Dort berichtete er, dass er im Rahmen seiner Studien über die Indianer Mexikos und deren Gebrauch von Heilkräutern und Heiligen Kakteen (Peyote) einen Yaqui-Indianer namens „Don Juan Matus“ kennengelernt habe und von ihm eine Sichtweise von Wirklichkeit (separate reality) mit Hilfe bewusstseinserweiternder natürlicher Drogen gelernt habe, die seinen bisherigen wissenschaftlichen und religiösen Welterklärungsmodellen widersprach. Seine Schriften wurden von der New-Age-Bewegung aufgegriffen und spielten zeitweise nicht nur in esoterischen Zusammenhängen eine wichtige Rolle.

Leben[Bearbeiten]

Castaneda wurde als Peruaner geboren, als Sohn von César Aranha Burungaray, einem Uhrmacher und Goldschmied, und Susana Castañeda Novoa. In den 1940er Jahren besuchte Castaneda die öffentliche Schule 91 und die weiterführende Schule „San Ramón“ in Cajamarca für drei Jahre, machte dort aber noch keinen Abschluss.[2]

Im Jahr 1948 zog die Familie Aranha in die Hauptstadt Lima (Peru). Castaneda machte hier seinen Abschluss auf dem „Colegio Nacional de Nuestra Señora de Guadalupe“, später besuchte er „Bellas Artes“, die nationale Kunstakademie von Peru. Nach eigenen Angaben (siehe Carmina Fort: Gespräche mit Carlos Castaneda, FTV) schickte man ihn in ein Internat nach Buenos Aires und später in die Vereinigten Staaten.

1951 ging Castaneda in Callao (Peru) an Bord eines kleinen Schiffes („S.S. Yavari“), das ihn mit 16 anderen peruanischen Staatsbürgern nach San Francisco bringen sollte. Im September 1951 erreichte Castaneda den Hafen von San Francisco (Kalifornien) unter dem Namen „César Aranha“ (laut seinem peruanischen Pass mit der Nummer 34477). Nach eigenen Angaben kam er 1951 mit 15 Jahren nach San Francisco, wo er bei einer Adoptivfamilie lebte und 1955 an der „Hollywood High School“ einen Abschluss machte.

1955 nahm Castaneda an Kursen des „Los Angeles Community College“ (LACC) erstmals unter dem Namen Carlos Castaneda teil. Während der ersten zwei Jahre belegte er Kurse in Journalismus, Wissenschaft und Literatur und besuchte zwei Kurse für kreatives Schreiben bei Vernon King. Im Jahr 1957 wurde ihm auf Antrag („Petition for Naturalization No. 199531“) die amerikanische Staatsbürgerschaft übertragen.

1959 machte Castaneda seinen Abschluss („Associate of Arts degree“) am LACC in Psychologie. Im gleichen Jahr ging er an die UCLA. 1960 besuchte er dort unter anderem Vorlesungen bei McCusick und Clement Meighan („Methods in Field Archaeology“).

Die Titelgeschichte des Time Magazine vom 5. März 1973 widmete sich Castaneda und seinem Werk.[3][4]

Castanedas Werk[Bearbeiten]

Castaneda beschrieb in seinen Büchern (siehe Werke) in autobiografischem Erzählstil, wie er das ihm von Don Juan vermittelte Wissen erlangte und im Laufe der Zeit seine eigene Stellung im Leben auf diesem „Pfad des Wissens“ erkannte.

Außerdem entwickelte er in Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau Florinda Donner-Grau (1944–1998) und Carol Tiggs ein System von „magische Bewegungen“ genannten Übungen zur Harmonisierung körperlicher Energien, die er in einem weiteren Buch veröffentlichte. Seit 1993 werden hierzu kommerzielle Workshops (Tensegrity) angeboten. Der Name dieser Übungen wurde den Arbeiten von Richard Buckminster Fuller entlehnt. Sie bestehen aus gezielten Muskelanspannungen, kämpferischen Bewegungen und Atmungskoordination. Verschiedentlich wurden sie mit sogenannten harten Qi Gong-Übungen verglichen, die man in den nordchinesischen, koreanischen und japanischen Kampfkünsten häufig findet. Da die Tensegrity-Übungen in den zehn vorhergehenden Publikationen von Castaneda nicht direkt erwähnt werden, sind sie innerhalb der Castaneda-Fangemeinde umstritten.

Darüber hinaus veröffentlichten Florinda Donner-Grau, Carol Tiggs und Taisha Abelar Erlebnisberichte, in denen sie ihre Lehrzeit bei einem gewissen Don Juan und seinen Gefährten darstellen sowie Begegnungen mit Castaneda schildern. Alle drei Frauen verschwanden unmittelbar nach Castanedas Tod spurlos.

Lehren des Don Juan Matus[Bearbeiten]

Eine Aussage, die hinter den „Lehren des Don Juan“ in Castanedas Werken steht, lautet: Der Mensch und die Welt, die ihn umgibt, sind ein unergründliches Geheimnis; nur wer den „Weg des Herzens“ geht und immer seinem Herzen folgt, kann den „Weg des Kriegers“ beschreiten, sein Bewusstsein erweitern und seine Lebensenergie effektiver nutzen.

Dies geschehe, indem nach und nach eine Umverteilung der Lebensenergie vorgenommen, deren Quantitäten aus unsinnigen Handlungen immer mehr abgezogen und das frei gewordene Potenzial in konstruktive Aktivitäten investiert werde. Die wichtigsten Praktiken in diesem Zusammenhang sind: „Das Bekämpfen des Gefühls der eigenen Wichtigkeit“,[5] „Den Eigendünkel ablegen“, „Den Spiegel der Selbstbetrachtung zerbrechen“ – die Selbstbetrachtung, der Eigendünkel und das Gefühl der eigenen Wichtigkeit sind nach Meinung der Zauberer Eigenheiten, die die Energie des Menschen binden und ihn daher schwächen. Da nach Don Juan das Wesen der Dinge aus solch fließender Energie bestehe, scheint das Kriterium zur Beurteilung von Sinn und Unsinn ihr selbst immanent zu sein.

Laut Castaneda wurde dieses Wissen von den Schamanen/Zauberern aus dem präkolumbischen Mexiko von dem Volk der Tolteken überliefert. Durch diese von Castaneda weiter vermittelten Einsichten in die Eigenschaften des menschlichen Bewusstseins und der Bewusstheit alles Lebenden erfahre der Mensch von der Möglichkeit der Freiheit. Erreichbar sei diese, wenn er eine Lebensweise annehme, die als Weg des Herzens oder Weg des Kriegers bezeichnet wird, wobei diese Lebensweise, oberflächlich betrachtet, Ähnliches erreichen möchte wie der Zen-Buddhismus, beispielsweise das Anhalten des Inneren Dialogs.

Das Kriegertum (Der Weg der Krieger), eine Leistung und Lebenseinstellung, die „nichts mit Akten kollektiver Gewalt oder individueller Dummheit zu tun hat“ (Anspielung auf die unzähligen Revolutionen und Kriege der Menschheitsgeschichte), gründet in der persönlichen Auseinandersetzung mit der Unendlichkeit. Der Pfad der Krieger wurde laut Castaneda ersonnen, um dem Suchenden körperliche und charakterliche Stärke zu geben, damit er die sich ihm in den Weg stellenden Schwierigkeiten erträgt und sich nicht von außergewöhnlichen Wahrnehmungen aus der Bahn werfen lässt. Außerdem soll dieser Pfad dem Krieger die Energie geben, die er braucht, um in unbekannte Welten einzutreten. Castaneda gibt an, dass laut seinem Lehrmeister dessen Linie der Zauberer bereits seit 10.000 Jahren existierte, sie ihren Zenit allerdings vor 3000 Jahren überschritten habe. Zitat: „Ein Krieger befindet sich im Kampf gegen das individuelle Ich, das uns unserer einstigen Fähigkeiten beraubt hat“. Während dieser existenziellen Auseinandersetzung sei zuerst der Montagepunkt – also das Ich/Bewusstsein als die psychische Instanz, die sich zwecks Orientierung Vorstellungen über die Welt montiert – entdeckt worden und schließlich auch das rein energetische Wesen der Dinge, das in Form von leuchtenden Fasern materialisiert, die sich zu Dingen und Lebewesen bündeln. Nur letztere würden jedoch über den Montagepunkt verfügen, in dem sich jeweils eine bestimmte Menge dieser Fasern konzentriere. Der Weg des Kriegers ist als Suche nach der „absoluten Freiheit“ zu verstehen, Castaneda beschreibt es als „Freiheit von den Konventionen der Wahrnehmung“, eine Konvention z. B. zwinge den heutigen Menschen dazu, die Welt als eine Welt von festen Objekten wahrzunehmen, obgleich es dem Menschen möglich sei, sich aus dieser Konvention zu befreien und alles so zu sehen, wie es sei – als Energie. Auf diesem Pfad habe man es mit vier Gegnern zu tun, von denen der letzte für Individuen unüberwindlich bleibt: die Angst, Klarheit, Macht und das Alter. Wiederholt phasenweiser Rückzug des Kriegers aus seinen sozialen Bindungen zwecks objektivierender Betrachtung ihrer Korrektheit sowie die Schwächung des Egos bis hin zum weltanhaltenden Abschalten seines inneren Dialoges (Egozentrik) sind in dieser Lehre die Grundvoraussetzungen für das erfolgreiche Beschreiten des Kriegerpfades.

Bewusstheit und Wahrnehmung[Bearbeiten]

Das Prinzip des Montagepunktes (Orig. Assemblage Point) bildet den zentralen Aspekt der Lehre Don Juans. Der Beschreibung der Zauberer nach leben alle Lebewesen in einer Energieblase, einem „Kokon“. Dieser umgibt uns Menschen und stellt die Begrenzung unseres Wesens dar. In diesem „Kokon“ befindet sich, eine halbe Armeslänge hinter den Schulterblättern, der sogenannte Montagepunkt, der die Größe eines Tennisballs hat. Das Universum besteht nach den Lehren Castanedas aus unendlich vielen Energiefäden, die sich, jeder für sich, ihrer selbst bewusst sind. Der Montagepunkt bündelt alle Energiefasern, die durch ihn hindurchgehen. Da jede Faser Informationen über die Welt beinhaltet, findet durch die Bündelung Wahrnehmung statt. Das heißt, die Lebewesen nehmen wahr, weil die Energiefasern des Universums im jeweiligen Montagepunkt gebündelt werden. Da sich der Montagepunkt aller Menschen nahezu an (fast) derselben Stelle befindet, nehmen alle Menschen auch dieselbe Welt wahr, nämlich unsere Alltagswelt, d. h. eine Welt von festen Objekten. Nach Castaneda ist es aber möglich, diesen Montagepunkt zu verschieben, was bedeutet, dass andere Energiefasern durch ihn hindurchgehen, somit ändert sich nun die Wahrnehmung des betreffenden Menschen. Das Ziel der Zauberer ist es, den Montagepunkt an eine Stelle zu verschieben, an der die Wahrnehmung von Energie als Energie möglich wird, also eine Interpretation zum festen Objekt unterbleibt und der Fluss der reinen Energie wahrgenommen wird. Eine Verschiebung des Montagepunktes müsse willentlich „beabsichtigt“ werden, die wichtigste Disziplin dazu ist das „Anhalten des inneren Dialogs“, welches u. a. auch durch die Einnahme psychotroper Substanzen erreicht werden kann, aber auch durch Hunger, starke Erschöpfung, extremen Stress oder z. B. Kriegserlebnisse. Der wichtigste Gedanke zum Montagepunkt ist, dass die Welt, die der normale Mensch wahrnimmt, nur eine von vielen hunderten ist.

Freiheit und Gefangenheit des Bewusstseins[Bearbeiten]

Kindern falle es aufgrund ihrer noch ungefestigten Sozialisation oder Unerzogenheit noch leicht, den Montagepunkt, ohne sich dessen schon bewusst zu sein, zu verschieben (s. Lustprinzip, Vielgestaltigkeit kindlichen Lustverhaltens). Erwachsene hingegen hätten es ihrer vollendeten Erziehung oder psychischen Fixierungen wegen bereits deutlich schwerer oder seien überhaupt nie mehr in der Lage, sich der Verschiebbarkeit allein durch „Wollen“ bewusst zu werden, geschweige denn diese zu verwirklichen. Nur „durch Alkohol oder Drogen, durch schwere (fiebrige) Krankheit, in extremen Verhältnissen wie etwa Kriegssituationen und auch Träumen“ komme es bei ihnen zur Verschiebung des Montagepunktes, dann allerdings wegen der fehlenden Vorbereitung so, dass die begleitenden Änderungen der Wahrnehmung nicht verstanden werden. Falls eine beabsichtigte Verschiebung stattfindet und sich die Wahrnehmung des Menschen ändert und ihm unbekannte Welten gegenübertreten, gibt es nach Castanedas Aussagen die „Stimme des Sehens“, die einem sagt, wie die jeweilige neue Wahrnehmung zu deuten ist.

Die anorganischen Wesen[Bearbeiten]

Laut Castaneda kann man durch das Nagual mit anderen Lebensformen, bis hin zu sogenannten anorganischen Wesen Kontakt aufnehmen, mit ihnen kommunizieren und sie sogar als persönliche Verbündete gewinnen. Don Juan hingegen riet ihm – so Castaneda selber – dringend davon ab, mit dem Argument, dass sie ebenso lästig und egozentrisch wären wie unsere nächsten Verwandten. Der Zusammenbruch der Linie der „alten Zauberer“ sei u. a. darauf zurückzuführen, dass sie versucht hätten, persönliche Vorteile aus dem Kontakt zu diesen Wesen zu gewinnen und diese nur ihren eigenen machtgierigen Zwecken unterstellten. Da die „alten Zauberer“ sich dadurch unbesiegbar fühlten, aber nicht auf Angriffe von Menschen vorbereitet waren, wurden sie durch Angriffe benachbarter Indianerstämme fast vollständig vernichtet. Die wenigen Überlebenden zogen sich für mehrere Jahrhunderte zurück, um ihre magischen Techniken zu überdenken. Die Zauberer formierten sich danach neu zur Linie der „modernen Zauberer“. Deren Zyklus begann allerdings zeitgleich mit den Angriffen der Spanier zur Zeit der Konquista. So wurden auch die „modernen Zauberer“ weitgehend vernichtet. Die überlebenden „modernen Zauberer“ gingen auseinander und bildeten kleine Gruppen. Die Gruppe von Don Juan entstammt diesem Umstand. Laut Castaneda besitzen diese anorganischen Wesen eine eigene von uns unabhängige Existenz, welche für den Menschen aber erst durch die Verschiebung des Montagepunktes wahrnehmbar würde, d. h. diese anorganischen Wesen seien stets in unserer Umgebung, nur wir Menschen müssten unsere Wahrnehmung sensibilisieren, um uns ihrer bewusst zu werden.

Träumen und Pirschen[Bearbeiten]

Es werden zwei Techniken der Zauberei benannt und unterschieden: das Träumen und das Pirschen. Beim Träumen – auch ein angeborenes Talent, über das nicht alle Menschen gleichermaßen verfügen – gehe es nur darum, den Montagepunkt a) in bestimmte Positionen zu bringen und b) die dort sich aktualisierenden Wahrnehmungen möglichst genau zu studieren. „Träumen“ im Sinne Castanedas bedeutet, sich während eines Traums bewusst zu werden, dass man träumt, das heißt: der Träumende weiß, dass er träumt und kann sein Handeln im Traum bewusst steuern (Klartraum). Ein wesentliches Ziel des Träumens ist es, nach Objekten zu suchen, die Energie erzeugen und somit während des Träumens in real existierende Welten einzutreten, um aus ihnen Kraft und Macht zu holen. Don Juan spricht von sieben Pforten des Träumens, welche durchschritten werden müssen. Ein weiteres wesentliches Ziel des Träumens ist es, den Energiekörper zu erreichen. Diesen erreicht der Träumer, indem er die vierte Pforte durchschreitet. Mit dem Energiekörper kann der Träumer auch im Wachbewusstsein unabhängig von seinem physischen Körper agieren.

Pirschen bedeutet, die Position des Montagepunktes im Alltag verändern zu können. Eine Veränderung der Position des Montagepunktes verändert die Wahrnehmung der Welt. Zum Beispiel kann sich die Erinnerung an eine Situation, die man genau zu kennen glaubt, durch neu gewonnene Informationen ändern. Diese neuen Informationen können Details der eignen Körperwahrnehmung, emotionale Erlebnisse und neue Erkenntnisse über den Inneren Dialog sein. Eine Form der Einübung des Pirschens ist die Zeugenarbeit. Dabei hilft ein Gesprächspartner bei der Untersuchung einer solchen Situation. Auf Grund der neu gewonnenen Informationen ist der Pirscher in der Lage, sein Spektrum an Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Diese Beweglichkeit im Umgang mit Situationen im Alltag ändert die Position des Montagepunktes von einer starren Fixierung auf routinierte Verhaltensmuster hin zu Handlungen mit Herz. Der Pirscher übernimmt die volle Verantwortung für sein Tun. Oder kurz gesagt: Pirschen ist ein Weg mit Herz.

Für die einwandfreie Umsetzung sei insbesondere das Erlernen von Praktiken wichtig, die das Anhalten des inneren Dialoges bewirken (siehe Meditation). Pirschen konkret besteht aus diversen lang zu repetierenden, durchaus auch körperlichen Konzentrations- und Gewohnheitsübungen; in der abendländischen Magie würden solche Tätigkeiten wohl Magisches Training oder Bewusstseinstraining genannt werden. Reines Träumen und reines Pirschen schließen sich gegenseitig absolut aus, ergänzen sich jedoch symbiotisch. Eine wichtige Position innerhalb solcher Gruppen nehme der „Nagual“-Mann oder die -Frau ein, deren Energiekörper eine doppelte Struktur aufweise, weshalb sie allein fähig wären, sich in Träumer wie Pirscher gleichermaßen hineinzuversetzen und die Führung solcher Gemeinschaften zu übernehmen.

Pirscherübungen – Zeugenarbeit[Bearbeiten]

In den Büchern von Carlos Castaneda sind viele Hinweise auf verschiedene Formen und Anwendungsbereiche des Pirschens zu finden. Castaneda wurde durch ein „locker gestricktes“ Konzept von seinem Lehrer Don Juan Matus in diese Techniken eingeführt. Eine gezielte Unterrichtung im Pirschen erhielt er gegen Ende seiner Ausbildung von Florinda Donner-Grau.

Der zweite Schritt der Veröffentlichung des Wissens aus der Überlieferung der toltekischen Seher geschah 1995 in Form der auf Workshops unterrichteten Magischen Bewegungen, genannt Tensegrity. Das Üben von magischen Bewegungen ist eine grundlegende Form des Pirschens mit dem Körper, mit dem Körperbewusstsein, auch als kinästhetisches Bewusstsein bekannt. Magische Bewegungen sind so kraftvoll, dass sie eine Verschiebung des Montagepunktes bewirken. Und das ist das Ziel des Pirschens: Erst kleine und dann größere Verschiebungen bei vollem Bewusstsein und mit größtmöglicher Nüchternheit.

Ein dritter Schritt auf dem Weg der Veröffentlichung des Wissens der Tolteken geschah 2002 mit dem Praktizieren der Zeugenarbeit auf den Workshops, die von Cleargreen als Rechtsnachfolger von Carlos Castaneda und seinen Mitschülerinnen gegeben werden. Der Begriff Zeugenarbeit bezieht sich auf die neutrale Position des Beobachters. Ein Beobachter hat die Qualität eines Zeugen erreicht, wenn er ohne Wertung, Urteil und Kommentar die Präsentation seines Partners annehmen kann. Untersucht werden Geschichten aus dem Alltag, die nicht funktioniert haben, um neue Handlungsmöglichkeiten zu finden. Solche Möglichkeiten, die über das genutzte Repertoire an Handlungsmustern hinausgehen, bewirken eine Verschiebung des Montagepunktes. Der Pirscher erreicht das ihm persönlich Unbekannte und erweitert Schritt um Schritt seinen Aktionsradius.

Einsatz von bewusstseinsverändernden Mitteln[Bearbeiten]

Der „Weg des Kriegers“ wird in Castanedas ersten beiden Büchern vor allem durch zweierlei vermittelt: a) seine Gespräche im Dialog mit Don Juan, welche dem Muster der sokratischen Elenktik folgen und unter anderem das Anliegen der Zauberei erörtern, sowie b) dem gelegentlichen Konsum von verschiedenen halluzinogen wirkenden Pflanzen, so u. a. Peyote, Jimson Weed (Datura stramonium) und der Kleine Rauch Humito, eine in Pfeifen zu rauchende Mischung aus psilocybinhaltigen Pilzen und schimmeligen Blüten (siehe auch Visionen, Modellpsychose). Experimenteller Drogenkonsum zwecks einer erhofften Bewusstseinserweiterung (jedenfalls treten -veränderungen fraglos ein) sowie der damit unter ganz bestimmten Voraussetzungen machbare Anfang zum Beschreiten eines echten Selbstfindungsweges trugen Ende der 60er Jahre zur Popularität der Werke bei. Allerdings spielen Drogen in seinen späteren Büchern keinerlei Rolle mehr für den Versuch Castanedas, seinem Bewusstsein eine andere, zweite Ebene der Wahrnehmung neben der unseres gewöhnlichen Alltags zugänglich zu machen. Durch eigene Erkenntnisse und Erlebnisse von großer Klarheit und Intensität, die ihm Don Juan Matus und Don Genaro geschildert hätten, sei ihm bewusst geworden, dass dauerhafter Drogenkonsum kein aussichtsreicher Weg sei, alteingesessene Denkmuster aufzugeben bzw. sich von der durch die Sozialisation ab der Geburt eingeprägten (anerzogenen) Weltauffassung abzukehren. Die ursprüngliche Verabreichung von Drogen durch Don Juan und dessen Auftrag, die davon bedingten Wahrnehmungsveränderungen sorgfältig zu erforschen, habe einen ausschließlich therapeutischen Zweck verfolgt; ohne diese Chance, sein festes Weltbild zu erschüttern, wäre Castaneda nicht fähig gewesen, die ans Manische grenzende Fixierung seines Bewusstseins (Montagepunkts) genügend erschüttern oder auflockern zu können, sich wirklich für die Lehren Don Juans zu interessieren. Don Juan gab Castaneda die bewusstseinserweiternden Pflanzen und Pilze also, damit sich Castaneda aus seinem materialistischen Weltbild befreien konnte und um in die Wahrnehmungsbereiche der Zauberer vorzustoßen.

Das Raubwesen[Bearbeiten]

Im Buch Das Wirken der Unendlichkeit beschreibt Castaneda ein Wesen, das vor Jahrtausenden „aus den Tiefen des Kosmos“ zur Erde gekommen ist. Dieses Wesen versklavt demnach die Menschen, indem es ihr Bewusstsein raubt. Es „ernährt“ sich vom „Glanz der Bewusstheit“, der Menschen umgibt und sich an der Außenseite des menschlichen Kokons befindet. Dieser „Glanz der Bewusstheit“ erstreckte sich ursprünglich, als Menschen noch in ihrem natürlichen Zustand waren, vom Fuß bis zum Kopf. Bei Kindern ist er laut Castaneda noch vorhanden; wird jedoch ab einer gewissen Reife angegriffen. Das Wesen, das „Flieger“ genannt wird, nährt sich von dieser Bewusstheit bis zu den Zehenspitzen von Menschen, wodurch Menschen all ihrer Wahrnehmungsmöglichkeiten beraubt sind. Der Rest Bewusstheit, der übrig bleibt, reicht Menschen nur noch zur Selbstreflexion, zur Beschäftigung mit dem eigenen Ich. Das einzige Mittel, wie Menschen den „Flieger“ vertreiben können, ist, das „innere Schweigen“ zu erreichen und dieses zur Disziplin zu machen. Der „Flieger“ trickst die Menschen aus, indem er ihnen ein Bewusstsein gibt, von dem sie glauben, es sei ihr eigenes. Er hindert sie dadurch daran, sich gegen ihn zur Wehr zu setzen und sich ihrer einstigen Möglichkeiten bewusst zu werden. Laut Castaneda sind diese Möglichkeiten unermesslich, sobald der Flieger vertrieben ist und dadurch der „Glanz der Bewusstheit“ wieder bis in Höhe des Kopfes ansteigen kann.

Rezeption[Bearbeiten]

Castanedas Schriften wurden vor allem in der New-Age-Bewegung und in der Hippie-Subkultur rezipiert.[6][7] Sein erstes Buch, die Masterthesis The Teachings of Don Juan: A Yaqui Way of Knowledge wurde 1968 bei Simon & Schuster veröffentlicht und führte bald die Bestsellerlisten an. Seine folgenden vier Bücher wiederholten diesen Erfolg. Die weite Verbreitung und der Einfluss seiner Werke brachten Castaneda 1973 auf das Frontcover des Time Magazine. Er wird als einer der Gründerväter und Schlüsselfiguren des New Age gesehen.[8]

Kontroversen um Castanedas Werk[Bearbeiten]

Die ersten Bücher Castanedas wurden als wissenschaftliche Feldstudien über mittelamerikanischen Schamanismus betrachtet, jedoch kam es nach einer kritischen Time-Ausgabe (1973) und Richard De Milles Veröffentlichungen zu Kontroversen. Heute hat Castaneda keinen Rückhalt mehr im Fach Ethnologie. Der Peyote-Forscher Weston La Barre sprach allerdings schon nach dem ersten Buch von einem reinen ego-trip, aber auch freundlicher gesinnte Fachleute wie der Ethnohistoriker und Yaqui-Forscher Edward H. Spicer, der bekannte britische Anthropologe Edmund Leach und der Ethnobiologe und Erforscher halluzinogener Pilze R. Gordon Wasson sowie Schriftsteller wie Donald Barthelme bemerkten, dass Castanedas Bücher Literatur und kaum solide Kulturanthropologie seien.

Carlos Castaneda benutzt teils eine anthropologisch-wissenschaftliche Sprache, seine Bücher haben jedoch auch autobiografische Züge, sie sind die persönlichen Aufzeichnungen einer Suche und sind voll suggestiver Kraft. Sie schildern einen Weg zu einer befreiten Wahrnehmung, die dem Menschen sein Erbe verfügbar macht – die Wahrnehmung einer zweiten Welt, die ihm durch seine ständige Selbstbetrachtung und Verstrickung in sein Ego verschlossen war. Häufig aufgegriffene Themen sind u. a. Magie, Zauberei und außerkörperliche Wahrnehmungen.

Castanedas Werke ausschließlich mit Drogenerfahrungen zu verknüpfen, wäre verfehlt. In der Reise nach Ixtlan bspw. thematisiert er Bewusstseinserweiterung und die Erfahrung zusätzlicher Welten, ohne dass Drogen als Hilfsmittel im Gebrauch wären, ja er weist später im Interview mit Graciela Corvalan („Der Weg des Tolteken“, FTV) ausdrücklich darauf hin, dass der eigentlich angestrebte Lernprozess kein Lernprozess durch Drogen sei. Drogen seien ein zwar probates, aber eher sehr selten verwendetes, weil für die Gesundheit gefährliches Mittel („… seither ist die Leber beim Teufel“).

Castaneda verwendete in seinen ersten beiden Büchern den wissenschaftlichen Zugang sowie Sprache und Codes, die in der damaligen Anthropologie üblich waren. Sein erstes Buch ist bei University of California Press erschienen und das dritte Buch, Journey to Ixtlan, brachte ihm (praktisch unverändert) unter dem Titel Sorcery einen Doktortitel ein. Castanedas frühe Bücher wurden von seinem Anthropologie-Department ernst genommen, z. B. schrieb Walter Goldschmidt, ein international etablierter Anthropologieprofessor der UCLA, ein enthusiastisches Vorwort zu Reise nach Ixtlan.

Später erwuchsen in anthropologischen Kreisen ernsthafte Zweifel, Castanedas Schilderungen hatten nämlich wenig mit der gelebten spirituellen Tradition der Yaqui-Indigenen gemeinsam. Eine Reihe von Widersprüchen häufte sich, z. B. über die verwendeten psychotropen Substanzen, die in der Wüstengegend gar nicht vorkommen. Castaneda lieferte den Kritikern keine entsprechenden Beweise, die seine Feldforschungen in der Sonora-Wüste hätten bestätigen können.

Castaneda hat mit seinen Büchern eine Lücke im spirituellen Hunger des Westens ausgefüllt. Über zehn Millionen Exemplare wurden weltweit in mehreren Sprachen verkauft (und sie verkaufen sich noch immer gut). Er ließ all jene Hoffnung schöpfen, die das Vertrauen in die moderne westliche Gesellschaft verloren haben und in esoterischen Vorstellungen eine Alternative sehen. Wie ein Prophet versprach er die Führung zur inneren Spiritualität und zur wahren Erfüllung. Der alte Schamane hatte ihm den Weg gewiesen: gemeint ist Don Juan Matus, sein Lehrmeister, der verschlüsselte Antworten auf Castanedas naive Fragen gibt. Der Leser baut automatisch eine innige Empathie auf zum dummen und unreifen Zauberlehrling (wie Castaneda sich selbst darstellt). Der Leser reift gemeinsam mit dem Autor/Lehrling, denn jedes Buch verspricht, neue Offenbarungen zu gewährleisten.

Der Mythos Castaneda brach 1998 mit seinem Tod zusammen. Über die genaueren Umstände seines Todes ist wenig bekannt. Castaneda soll an Leberkrebs gestorben sein. Anschließend verschwanden fünf von mehreren ihm ergebenen Frauen spurlos, die seit 1973 mit ihm zusammengelebt hatten. Erst 2006 wurde ein im Death Valley gefundenes Skelett als einer von ihnen zugehörig identifiziert.[9]

Bereits 1999 verbreiteten sich im Internet mehrere kritische Berichte über Begebenheiten rund um Carlos Castaneda und seine Anhänger.[10] Innerhalb der darauf folgenden Jahre wurde der Mythos vermehrt hinterfragt (siehe z. B. das Buch von Amy Wallace, einer ehemaligen Geliebten Castanedas). Auch Castanedas Verschleierung der eigenen Identität wurde schließlich bekannt (u. a. falsche Geburtsortangaben sowie erfundene Lebenslaufdetails).

Werke[Bearbeiten]

  • 1968: The Teachings of Don Juan: A Yaqui Way of Knowledge. ISBN 0-14-019236-0, deutsch: Die Lehren des Don Juan. Ein Yaqui-Weg des Wissens. März 1972, Ab 1973 bei Fischer, Frankfurt a.M., ISBN 3-596-21457-2.
  • 1971: A Separate Reality: Further Conversations with Don Juan. ISBN 0-14-019236-0, deutsch: Eine andere Wirklichkeit. Neue Gespräche mit Don Juan, Fischer, Frankfurt a.M. 1975, ISBN 3-596-21616-8.
  • 1972: Journey to Ixtlan: The Lessons of Don Juan. ISBN 0-671-73246-3, deutsch: Reise nach Ixtlan. Die Lehre des Don Juan. Fischer, Frankfurt a.M. 1976, ISBN 3-596-21809-8.
  • 1975: Tales of Power. ISBN 0-671-73252-8, deutsch: Der Ring der Kraft. Don Juan in den Städten. Fischer, Frankfurt a.M. 1978, ISBN 3-596-23370-4.
  • 1977: Second Ring of Power. ISBN 0-671-73247-1, deutsch: Der zweite Ring der Kraft. 1978, ISBN 3-596-23035-7.
  • 1981: Eagles Gift. ISBN 0-671-73251-X, deutsch: Die Kunst des Pirschens. 1981, ISBN 3-596-23390-9.
  • 1984: The Fire From Within., deutsch: Das Feuer von innen. 1984, ISBN 3-596-25082-X.
  • 1987: The Power of Silence: Further Lessons of Don Juan., deutsch: Die Kraft der Stille. Neue Lehren des Don Juan. 1987, ISBN 3-596-10926-4.
  • 1993: The Art of Dreaming., deutsch: Die Kunst des Träumens. 1993, ISBN 3-596-14166-4.
  • 1998: Magical Passes: The Practical Wisdom of the Shamans of Ancient Mexico., deutsch: Tensegrity – Die magischen Bewegungen der Zauberer. 1998, ISBN 3-10-010214-2.
  • 1998: The Wheel of Time: Shamans of Ancient Mexico, Their Thoughts About Life, Death and the Universe., deutsch: Das Rad der Zeit. Das Vermächtnis des Don Juan. 2001, ISBN 3-596-14590-2.
  • 1998: The Active Side of Infinity., deutsch: Das Wirken der Unendlichkeit. 2000, ISBN 3-596-14740-9.

Literatur[Bearbeiten]

  • Garciela Corvalan: Der Weg der Tolteken. Ein Gespräch mit Carlos Castaneda. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-596-23864-1.
  • Carmina Fort: Gespräche mit Carlos Castaneda. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-596-13095-6.
  • Lothar-Rüdiger Lütge: Carlos Castaneda und die Lehren des Don Juan -eine praktische Anleitung, die es ermöglicht, Don Juans Lehren nachzuvollziehen und im täglichen Leben anzuwenden . Bauer, Freiburg im Breisgau, ISBN 3-7626-0614-5. (esotera Taschenbücherei).
  • Norbert Claßen: Das Wissen der Tolteken. Calos Castaneda und die Philosophie des Don Juan. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-596-12169-8.
  • Norbert Claßen: Carlos Castaneda und das Vermächtnis des Don Juan. Hans Nietsch Verlag, Freiburg 1994, ISBN 3-929475-40-5.
  • Roman Katzer: Die Erben des Don Juan. Gespräche mit Carlos Castaneda, Florinda Donner-Grau und Taisha Abelar. Hans Nietsch Verlag,Freiburg 2005, ISBN 3-934647-77-4.
  • Ulla Wittmann: Leben wie ein Krieger. Die verborgene Botschaft in den Lehren des Yaqui-Zauberers Don Juan. Ansata Verlag, Interlaken, ISBN 3-7157-0068-8.
  • Victor Sanchez: Die Lehren des Don Carlos. Praktische Anwendung der Lehren Carlos Castanedas. Synthesis Verlag, Essen 1996, ISBN 3-922026-82-6.
  • Roman Warszewski: Gespräche mit Carlos Castaneda. Michaels Verlag, Peitung 2007, ISBN 978-3-89539-494-2.
  • Paul Samuel Widmer-Nicolet: Vom Weg mit Herz. Die Essenz der Lehre des Don Juan – Eine Würdigung des Werkes von Carlos Castaneda. Nachtschatten Verlag, Solothurn c 2002,ISBN 3-907080-91-2.

Kritische Literatur[Bearbeiten]

  • Daniel Noel: Seeing Castaneda: Reactions to the “Don Juan” Writings. Perigee Books, 1976, ISBN 0-399-50361-7
  • David Silverman: Reading Castaneda: A prologue to the social sciences. Routledge & Kegan Paul, London 1975, ISBN 0-7100-8145-6
  • Nevill Drury: Don Juan, Mescalito, and modern magic: The mythology of inner space. Routledge & Kegan Paul, London 1978, ISBN 0-7100-8582-6
  • Donald Lee Williams: Border Crossings: A Psychological Perspective on Carlos Castaneda’s Path of Knowledge. Inner City Books, 1981, ISBN 0-919123-07-4
  • Hellmut Coerper: Der Zugang zum Wissen: Tiefenpsychologische Deutung der Literatur Castanedas. Bonz 1981, ISBN 3-87089-310-9
  • Jay Courtney Fikes: Carlos Castaneda, Academic Opportunism and the Psychedelic Sixties. Madison Books 1993, ISBN 0-8191-8503-5
  • Margaret Runyan Castaneda: A Magical Journey With Carlos Castaneda. Millenia Press 1996, ISBN 0-9696960-1-9
  • Richard de Mille: Castaneda’s Journey: The Power and the Allegory. Backprint.com 2000, [1976, 1978] ISBN 0-595-14508-6
    • Richard de Mille: Die Reisen des Carlos Castaneda. Morzsinay Verlag, Bern, 1980. ISBN 3-7213-0001-7
  • Richard de Mille: The Don Juan Papers: Further Castaneda Controversies. Backinprint.com 2000, ISBN 0-595-14499-3
  • Christian von Sehrwald: Auf den Spuren der Götter – Peyote und die Ethnien Nordwestmexikos unter besonderer Berücksichtigung des Zeremonialzyklus der Huichol-Indianer. Nachtschatten-Verlag, Solothurn 2005 ISBN 3-03788-113-5
  • Amy Wallace: The Sorcerer’s Apprentice: My Life with Carlos Castaneda. Frog Ltd. 2003, ISBN 1-58394-076-6
  • Gaby Geuter: Filming Castaneda the Hunt for Magic and Reason. Authorhouse 2004, ISBN 1-4140-4612-X
  • Dennis Timm: Die Wirklichkeit und der Wissende: Eine Studie zu Carlos Castaneda. Privatdruck 1977, neu: Fischer ISBN 3-596-24290-8

Kritik von Ethnologen[Bearbeiten]

  • Weston La Barre, Stringing criticism from the author of ‚The Peyote Cult‘. In: Seeing Castaneda, Reactions to the „Don Juan“ Writings of Carlos Castaneda, Daniel C. Noel (Hrsg.), Putnam’s, 1976, S. 40–42.
  • Edmund Leach, High School, The New York Review of Books', 5. Juni, 1969, S. 12f..
  • Edward H. Spicer (Rezension von the Teachings of Don Juan), American Anthropologist, Band 71, 1969, Nr. 2, S. 320–322.

Kritik von Ethnobiologen[Bearbeiten]

  • R. Gordon Wasson (Rez. von The Teachings of Don Juan), Economic Botany, Band 23, 1969, Nr. 2, S. 197.
  • Ders. (Rezension von A Separate Reality), Economic Botany, Band 26, 1972, Nr. 1, S. 98f..
  • Ders. (Rezension von Journey to Ixtlan), Economic Botany, Band 27, 1973, Nr. 1, S. 151f..
  • Ders. (Rezension von Tales of Power), Economic Botany, Band 28, 1974, Nr. 3, S. 245f..

Kritik von Schriftstellern, Philosophen und Literaturkritikern[Bearbeiten]

  • Donald Barthelme, The Teachings of Don B.. A Yankee Way of Knowledge, New York Times Magazine, 11. Feb. 1973, S. 14f., 66f..
    • Auch in: Donald Barthelme, Guilty Pleasures, Dell, 1974, S. 53-62.
  • Joyce Carol Oates, Anthropology, Or Fiction? (Brief an die), New York Times Book Review, 26. Nov. 1972, S. 41.
    • Dies., Don Juan’s Last Laugh, Psychology Today, Band 8, 1974, Nr. 4, S. 10, 12 u. 130.
    • Dies. (Brief an Daniel D. Noel), in Seeing Castaneda. Reactions to the „Don Juan“ Writings of Carlos Castaneda, Daniel C. Noel (Hrsg.), 1976, S. 69.
  • Ronald Sukenick, Upward and Juanward, The Possible Dream, Village Voice, 25. Jan. 1973.
    • Auch in: Seeing Castaneda, Daniel C. Noel (Hrsg.), 1976, S. 110-120.
  • Joseph Margolis, Don Juan as Philosopher, Seeing Castaneda, Daniel C. Noel (Hrsg.), 1976, S. 228-242.
  • Calvin Tomkins, The Teachings of Joe Pye (Field Notes for Carlos Castaneda’s Next Epiphany), New Yorker, 3. Feb. 1973, Band 48, Nr. 50, S. 37f..
  • Morais Junior, Luis Carlos de. Carlos Castaneda e a Fresta entre os Mundos: Vislumbres da Filosofia Ānahuacah no Século XXI (Carlos Castaneda and the Crack Between the Worlds: Glimpses of Ānahuacah Philosophy in Century XXI). Rio de Janeiro: Litteris Editora, 2012.

Video[Bearbeiten]

  • Tensegrity – Teil 1, Zwölf grundlegende Bewegungen zur Sammlung von Energie und Förderung des Wohlbefindens, ISBN 3-929475-68-5
  • Tensegrity – Teil 2, Das Zurückführen verstreuter Energie, ISBN 3-929475-69-3
  • Tensegrity – Teil 3, Der energetische Wechsel von einem biologischen Stamm zum anderen, ISBN 3-929475-70-7
  • Magical Passes – Unbending Intent, ISBN 3-929475-95-2

Film über Castaneda[Bearbeiten]

  • Enigma of a Sorcerer (2004)[11]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikibooks: Pensamiento castanediano (spanisch) – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Encyclopedia of Latino Popular Culture, Band 1, hrsg. von Cordelia Candelaria u. a., Greenwood Publishing Group, 2004, S. 115
  2. Per de Mille: The Don Juan Papers: Further Castaneda Controversies. Ausgabe 1990, S. 362.
  3. Time Magazine Cover: Carlos Castaneda. In: Time Archive. 5. März 1973, abgerufen am 11. Oktober 2011 (englisch, Vol. 101 No. 10).
  4. Don Juan and the Sorcerer's Apprentice. In: Time. 5. März 1973, abgerufen am 11. Oktober 2011 (englisch, Vol. 101 No. 10).
  5. Die Kunst des Träumens, S. 48, „Don Juan glaubte nämlich, daß wir den größten Teil unserer Energie zur Aufrechterhaltung unserer eigenen Wichtigkeit verbrauchen […]“
  6. Brigitte Helbling: Zum Tod des New-Age-Ahnen Carlos Castaneda. Beim ewigen Peyotl. In: Berliner Zeitung vom 20. Juni 1998. Online auf berliner-zeitung.de.
  7. Shamans and Charlatans: Assessing Castaneda's Legacy
  8.  Charlotte E. Hardman: "He may be lying but what he says is true": the sacred Tradition of don Juan as reported by Carlos Castaneda, antropologist, trickster, Guru allegorist. In: James R. Lewis, Olav Hammer (Hrsg.): The Invention of Sacred Tradition. Cambridge University Press, Cambridge 2007, ISBN 0521864798, 2, S. 40.
  9. Petra Steinberger: New-Age-Guru Castañeda: Schlafen mit Carlos, in: Süddeutsche.de vom 13. Dezember 2008, abgerufen am 19. Mai 2014
  10. allen voran www.sustainedaction.org
  11. Carlos Castaneda in der Internet Movie Database (englisch)