Carlos Colón

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Dieser Artikel behandelt den Vater; zum gleichnamigen Sohn siehe Carlito.
Carlos Colón Puerto RicoPuerto Rico
Daten
Ringname(n) Carlos Colón
Carlitos Colón
Prince Kukuya
Carlos Belafonte
Geburt 18. Juli 1948[1]
Santa Isabel
Wohnsitz Santa Isabel
Angekündigt aus Santa Isabel
Debüt February 16, 1966
Ruhestand July 19, 2008

Carlos Colón (eigentlich Carlos Edwin Colón Gonzalez, * 18. Juli 1948 in Santa Isabel, Puerto Rico) ist ein puerto-ricanischer Wrestlingveranstalter und ehemaliger Wrestler.

Leben[Bearbeiten]

Colón wuchs mit 6 Geschwistern im ländlichen Süden von Puerto Rico auf.[1] 1961 wanderte seine Familie in die USA aus. In Brooklyn begann er mit dem Wrestlingtraining und durfte im Februar 1966 sein erstes Match in Boston gegen Bobo Brazil bestreiten.[1] Colón zog nach Montreal[1] und wrestlete in den folgenden Jahren in der World-Wide Wrestling Federation (heute WWE, damals im Nordosten der USA beheimatet), in Oregon und in Kanada, wo er bei Stampede Wrestling erstmals Titel erringen durfte.[2]

World Wrestling Council[Bearbeiten]

1973 kehrte Colón nach Puerto Rico zurück.[1] Das dortige Wrestling wurde zu jener Zeit von der L&G Promotion des aus Florida stammenden Promoters Clarence Luttrell dominiert, der fast ausschließlich mit US-amerikanischen Wrestlern arbeitete.[3] Colón erkannte die Marktlücke, die sich durch Wrestlingshows mit heimischen Wrestlern bot und gründete gemeinsam mit Victor Jovica und Robert James Marella, den er aus seiner Zeit bei der WWWF kannte, Capitol Sports Promotions. Unter dem Namen World Wrestling Council veranstalteten sie Wrestlingshows mit puerto-ricanischen Wrestlern wie José Miguel Pérez,Hércules Ayala und Colón selbst, der mit insgesamt 65 Titelgewinnen das absolute Aushängeschild des WWC wurde. Dazu profitierte man von regelmäßigen namhaften Gaststars wie Bruiser Brody, Abdullah the Butcher, Randy Savage oder Harley Race, dessen Match gegen Colón im Oktober 1983 32.000 Zuschauer anlockte.[4] Zwei Monate später besiegte er Ric Flair um dessen NWA-Weltmeistertitel, was aber außerhalb der Karibik nicht anerkannt wurde und krönte sich darauf zum Universal Champion.[5] Besonders berühmt wurde Colón aber mit seinen Matches mit Abdullah the Butcher, die zu den blutigsten der damaligen Zeit gehörten.[1] Insgesamt trug er über 70 Narben davon.[4] Als Promoter geriet Colon ins Schlingern, nachdem Bruiser Brody infolge eines Streits vom Booker José Gonzales erstochen wurde und das WWC eine Aufklärung des Falls verhinderte.[6] Hiernach mieden zahlreiche US-Wrestler die Liga. Allerdings gelang es, die Liga zu stabilisieren.

Familie[Bearbeiten]

Colóns Söhne Carlos Edwin jr. und Edwin Carlos, seine Tochter Stacy und sein Neffe Orlando traten allesamt in seine Fußstapfen und durften ebenfalls beim World Wrestling Council zahlreiche Titelgewinne feiern. Er selber beendete seine Karriere feierlich bei der Jubiläumsveranstaltung des WWC am 19. Juli 2008.[7]

Erfolge[Bearbeiten]

Titel[Bearbeiten]

  • NWA International Tag Team Championship (Calgary version, mit Gino Caruso)
  • WWC North American Heavyweight Championship (8x)
  • WWC North American Tag Team Championship (11x) mit Miguel Perez (2), Jose Rivera (2), Gino Caruso (1), Bob Ellis (1), Victor Jovica (1), Chief Thunder Cloud (1), Huracán Castillo (1), Eric Froelich (1), Invader I (José Gonzalez) (1)
  • WWC Puerto Rico Heavyweight Championship (9x)
  • WWC Universal Heavyweight Championship (26x)
  • WWC World Junior Heavyweight Championship (1x)
  • WWC Universal Heavyweight Championship (2x)
  • WWC World Tag Team Championship (3x) – mit Jose Rivera (1), Pedro Morales (1), Invader I (José Gonzalez) (1)
  • WWC World Television Championship (4x)

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Ring Cronicle Professional Wrestling Hall of Fame [3]
  • WWE Hall of Fame 2014

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Drake, Timothy: Who is this Carlos Colon, anyway?. In: The Wrestler/Inside Wrestling, Kappa Publications, June 2007, S. 67. Volume 15, 2007. Abgerufen am 8. Juli 2007. 
  2. http://www.genickbruch.com/index.php?befehl=bios&wrestler=1550
  3. a b http://wrestlingmuseum.com/pages/wrestlers/carloscolon2.html
  4. a b http://www.genickbruch.com/index.php?befehl=einfluss&kapitel=84
  5. http://www.genickbruch.com/index.php?befehl=skandale&seite=2
  6. http://www.genickbruch.com/index.php?befehl=einfluss&kapitel=56
  7. Lester Jiménez: A su última batalla Carlitos Colón (Spanish) Primera Hora. 18. Juli 2008. Abgerufen am 8. Januar 2014.