Carlton Michael Gary

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Carlton Michael Gary (* 15. Dezember 1952) ist ein US-amerikanischer Serienmörder afroamerikanischer Herkunft.

Bereits 1966 wurde Gary wegen Drogenmißbrauch verhaftet. Sein Strafregister umfasste bis zu seinem 18. Geburtstag bereits Einträge wegen Raub, Brandstiftung und Überfällen.

Am 22. August 1977 trat er in Janesville, New York sein erste Haftstrafe wegen Einbruchdiebstahl, Hehlerei und Drogenbesitz an.

In der Zeit von September 1977 bis April 1978 fand eine Mordserie in Columbus im US-Staat Georgia statt. In diesem Zeitraum wurden sieben Frauen im Alter von 59 bis 89 Jahren in ihren Häusern überfallen, vergewaltigt und ermordet. Weil der Mörder seine Opfer mit einer Nylonstrumpfhose erdrosselt hat, wurde er "Columbus Stocking Strangler" genannt. Spuren am Tatort wiesen darauf hin, dass es sich bei dem Mörder um einen Farbigen handeln müsse.

Zeitweilig hatte er in South Carolina und Georgia Steakhäuser und Fast-food-Restaurants überfallen und wurde 1979, ein Jahr nach dem letzten Mord, wegen der Überfälle festgenommen. Er gestand die Flucht aus dem New Yorker Gefängnis und auch die Überfälle der Restaurants. Im Mai 1983 gelang ihm erneut die Flucht. Kurz danach wurde er in Albany, Georgia festgenommen.

1986 wurde Carlton Gary wegen siebenfachen Mordes, Vergewaltigung und Raub zum Tode verurteilt. Er sitzt seitdem im Gefängnis von Jackson und wartet auf seine Hinrichtung. Das Todesurteil sollte am 16. Dezember 2009 vollstreckt werden. Die Verteidigung hatte eine Möglichkeit entdeckt, durch eine DNA-Analyse die Unschuld des Angeklagten zu beweisen. Bis jetzt wurde die Hinrichtung ausgesetzt, um den DNA-Test durchzuführen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Newton, Michael: Die große Enzyklopädie der Serienmörder. 5. Auflage, Stocker, Graz 2009, ISBN 978-3-85365-240-4