Carmen Cavallaro

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Carmen Cavallaro (* 6. Mai 1913 in New York City; † 12. Oktober 1989 in Columbus (Ohio)) war ein US-amerikanischer Pianist, Bandleader und Filmschauspieler.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Obwohl er eine klassische Klavierausbildung besaß, wurde er von der Tanzmusik angezogen und arbeitete mit Al Kavelin 1933 und mit Rudy Vallee 1937 zusammen. Er arbeitete, allerdings kurz, auch mit Enrico Madriguera und Abe Lyman.

1939 gründete Cavallaro seine erste eigene Band mit dem Namen Breakfast in St. Louis. Als Tanzband spielte sie u.a. im Mark Hopkins in San Francisco und im Waldorf Astoria in New York City; dort gastierte Cavallaros Orchester auch in Frank Dailey’s Meadowbrook und im Paramount Theatre. Während seine Popularität zunahm, erweiterte er seine Band in ein Orchester mit 14 Mitgliedern. 1944 unterschrieb er einen Vertrag bei Decca. Larry Douglas und Guy Mitchell waren als Sänger engagiert. 1945 gelang ihm mit dem Titel Chopin's Polonaise ein Hit, der Platz 3 der US-Charts erreichte.[1]

Nachdem sich das Orchester nach dem Krieg aufgelöst hatte, machte er mit kleineren Combos in den 1950er- und 1960er-Jahren weiter, die ihn als Solisten begleiteten. Er spielte hauptsächlich die damals populäre Jazz-inspirierte Popmusik, wie 1951 They Can’t Take That Away from Me. Er konnte 1950 mit Music!Music!Music!, das Platz 17 der US-Charts erreichte, und 1952 mit Meet Mister Callaghan, Platz 28, noch zwei kleinere Hits verbuchen.

Carmen Cavallaro starb 1989 an Krebs. Zu seinen Bewunderern zählte auch Liberace. Er hat zudem einen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood.

Filme (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Hollywood-Kantine (1944)
  • Diamond Horseshoe (1945)
  • Krieg nach Noten (1946)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Whitburn, Joel: Top Pop Records 1940-1955. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research, 1973, S. 13

Literatur[Bearbeiten]

  • George T. Simon: Die Goldene Ära der Big Bands (" The Big bands"). Hannibal-Verlag, Höfen 2004, ISBN 3-854-45243-8.
  • Leo Walker: The Big Band Almanac. Ward Ritchie Press, Pasadena. 1978.

Weblinks[Bearbeiten]