Carnarvon (Western Australia)

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Carnarvon
Carnarvon Jetty, Western Australia.jpg
Staat: Australien Australien
Bundesstaat: Flag of Western Australia.svg Western Australia
Gegründet: 1883
Koordinaten: 24° 53′ S, 113° 40′ O-24.883333333333113.666666666674Koordinaten: 24° 53′ S, 113° 40′ O
Höhe: m
 
Einwohner: 4.559 (2011) [1]
 
Zeitzone: AWST (UTC+8)
Postleitzahl: 6701
 
LGA: Shire of Carnarvon
Webpräsenz:
Carnarvon (Westaustralien)
Carnarvon
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Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Bureau of Meteorology, Australia, Daten: 1945-2002[2]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Carnarvon
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Max. Temperatur (°C) 31,3 32,6 31,4 29,0 26,0 23,2 22,2 22,8 24,3 25,9 27,4 29,2 Ø 27,1
Min. Temperatur (°C) 22,4 23,4 22,0 19,1 14,9 12,4 11,0 11,6 13,9 16,3 18,6 20,6 Ø 17,1
Niederschlag (mm) 12,1 20,5 15,9 13,7 37,2 47,7 46,3 19,1 6,0 5,8 4,1 2,1 Σ 230,5
Regentage (d) 1,8 2,5 2,1 2,8 5,2 7,3 7,2 5,1 2,9 2,3 1,2 0,6 Σ 41
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Quelle: Bureau of Meteorology, Australia, Daten: 1945-2002[2]

Carnarvon ist der Hauptort der Gascoyne-Region von Western Australia und zählt etwa 4550 Einwohner.[1] Er liegt an der Mündung des Gascoyne River in den Indischen Ozean, etwa 900 km nördlich von Perth. In der Stadt gibt es einen Seehafen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde im Jahr 1883 gegründet und nach dem britischen Kolonialminister Lord Carnarvon benannt. Sie diente vor allem als Hafen und Versorgungsstation für die Schaffarmen in der Umgebung – 1930 lebten hier 1,4 Millionen Schafe – sowie als administratives Zentrum für den Shire of Carnarvon. Die Wolle der Schafe wurde von Kamelkarawanen zum Hafen gebracht. Jenen Karawanen ist die ungewöhnliche Breite der Robinson Street zu verdanken, die als breiteste Straße Australiens gilt.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

In der Umgebung der Stadt wird auf großen Plantagen Obst- und Gemüseanbau betrieben. Unter anderem werden Ananas, Avocados, Bananen, Bohnen, Jojobasamen, Mangos, Melonen, Orangen und Tomaten angebaut. Circa 80 Prozent der in Western Australia verzehrten Bananen stammen aus Carnarvon.

Ein Problem stellt die Bewässerung der Plantagen dar: Der Gascoyne River fließt nur ungefähr 120 Tage im Jahr. Außerhalb dieser Zeit wird deswegen das Grundwasser des Gascoyne River verwendet, da dieses das ganze Jahr über zur Verfügung steht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die ehemalige Satellitenbeobachtungsstation

Carnarvon Space Tracking Station[Bearbeiten]

Die Satellitenbeobachtungsstation „The Big Dish“ wurde 1964 erbaut und im Gemini- sowie im Apollo-Programm genutzt. Auch bei der Mission Apollo 11 spielte sie eine wichtige Rolle. Das ehemalige Gelände der NASA wurde 1974 geschlossen und kann heute besichtigt werden. Das Museum befindet sich fünf Kilometer südlich von Carnarvon.

Blow Holes[Bearbeiten]

75 km nördlich von Carnarvon befinden sich etwa 30 Blowholes, enge Öffnungen von Meereshöhlen, aus denen die ankommenden Brandungswellen etwa zwanzig Meter in die Höhe spritzen. Dieses Gischtwasser sammelt sich in kleinen Mulden und verdunstet dann relativ schnell, sodass sich in diesen Mulden eine Meerwassersole bildet und die sich absetzenden Salzkristalle ohne weiteres ausgeschöpft werden können, was ein sehr gutes Speisesalz ergibt. In dem ein paar hundert Meter südlich gelegenem Meeresnaturschutzgebiet, einer hinter einem Korallenriff gelegenen seichten Lagune, darf nicht geangelt werden; die Entnahme von Pazifischen Austern beachtlicher Größe ist jedoch erlaubt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carnarvon, Western Australia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Australian Bureau of Statistics: (Urban Centre/Locality) (Englisch) In: 2011 Census QuickStats. 28. März 2013. Abgerufen am 22. Januar 2014.
  2. Bureau of Meteorology, Australia: Klimainformationen Carnarvon. World Meteorological Organization, abgerufen am 6. April 2012.