Carol Sloane

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Carol Sloane (eigentlich Carol Morvan, * 5. März 1937 in Providence, Rhode Island) ist eine US-amerikanische Jazz-Sängerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Carol Sloane begann ihre Karriere mit vierzehn Jahren, als sie mit der Band von Ed Drew in ihrer Heimatstadt auftrat. 1958 sang sie in Larry Elgarts Orchester, der ihr damals riet, ihren Namen in "Sloane" zu wechseln. Sie sprang 1961 für Annie Ross in der Formation Lambert, Hendricks and Ross bei deren Konzerten im New Yorker Village Vanguard ein. Im gleichen Jahr trat sie beim Newport Jazz Festival auf, was zu einem Plattenvertrag bei Columbia Records führte. Das große Plattenlabel vermarktete sie jedoch als eine Art zweite Barbra Streisand, was keineswegs zu ihrer warmen, ruhigen Jazz-Phrasierung passen wollte. In den frühen 1960er Jahren entstand eine Reihe von Alben, die heute vergriffen sind.

Bis zu den 1980er Jahren hatte sich Carol Sloane zu einer gereiften Jazz-Sängerin entwickelt; sie nahm eine Reihe von Alben für kleinere Plattenlabel wie Contemporary Records, Concord oder High Note auf und wurde dabei von Jazzmusikern wie u. a. Art Farmer, Rufus Reid, Kenny Barron, Phil Woods, Steve Turre und Frank Wess begleitet. Sie trat in den letzten Jahren vorwiegend in Japan, wo sie eine feste Fangemeinde hat, sowie an der Nordostküste der Vereinigten Staaten und in New York auf.

Auswahl-Diskographie[Bearbeiten]

  • 1962: Out of the Blue (Columbia/Fresh Sound Records) mit Barry Galbraith, Art Davis, George Duvivier, Clark Terry, Nick Travis, Bob Brookmeyer
  • 1988: Love You Madly (Contemporary) mit Art Farmer, Clifford Jordan, Kenny Barron, Kenny Buurell, Rufus Reid
  • 1990: The Real Thing (Contemporary) mit Phil Woods, Grady Tate
  • 1991: Heart´s Desire (Concord)
  • 1993: Sweet and Slow (Concord)
  • 1994: When I Look In Your Eyes (Concord)
  • 1995: The Songs carmen Sang (Concord) mit Phil Woods
  • 1996: The Songs Sinatra Sang (Concord) mit Frank Wess
  • 1997: The Songs Ella and Louis Sang (Concord) mit Clark Terry
  • 2001: I Never Went Away (High Note)
  • 2010: We'll meet again (Arbors Record Inc.)

Literatur[Bearbeiten]

  • Ken Bloom: The American Songbook – The Singers, the Songwriters, and the Songs – 100 Years of American Popular Music – The Stories of the Creators and Performers. Black Dog & Leventhal, New York City 2005.
  • Richard Cook, Brian Morton: The Penguin Guide To Jazz on CD. 6. Auflage. Penguin, London 2002.
  • Bielefelder Katalog Jazz. 1988

Weblinks[Bearbeiten]