Carola Bauckholt

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Carola Bauckholt (* 21. August 1959 in Krefeld) ist eine deutsche Komponistin, Verlegerin und Intermedia-Künstlerin.

Nach mehrjähriger Mitarbeit im Krefelder Theater am Marienplatz TAM studierte sie von 1978 bis 1984 an der Musikhochschule Köln bei Mauricio Kagel. 1985 gründete sie mit anderen den Thürmchen Verlag, seit 1991 arbeitet sie auch im Thürmchen Ensemble mit.

Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen (u. a. beim B.-A.-Zimmermann-Wettbewerb Kölner Gesellschaft für Neue Musik 1987 und beim Carl-Maria-von-Weber-Wettbewerb, Dresden 1992/93) und vertrat Deutschland bei den Weltmusiktagen in Kopenhagen 1996 und Seoul 1997.

Ein zentrales Moment der Werke von Bauckholt ist das Nachdenken über das Phänomen der Wahrnehmung und des Verstehens. Ihre Kompositionen vermischen oft Elemente aus Performance, Musiktheater und konzertanter Musik. Dafür bedient sie sich gerne geräuschhafter Klänge, die oft mit ungewohnten Mitteln erzeugt werden und nicht in ein vorgegebenes Kompositionsraster einarbeitet, sondern in ihrer freien Entfaltung beobachtet und fortgeführt werden.

Bauckholt wurde auf der Frühjahrs-Mitgliederversammlung der Akademie der Künste Berlin am 25. Mai 2013 als neues Mitglied in die Sektion Musik gewählt.

Werke[Bearbeiten]

  • grave (1982)
  • Der gefaltete Blick (1984)
  • Das klagende Leid (1985)
  • Polizeitrieb (1985)
  • Die faule Vernunft (1986/87)
  • Hornduo (1986/87)
  • zwei Trichter (1987/88)
  • Trio (1988/89)
  • erinnern vergessen (1989)
  • 3 Sätze für Blechbläserquintett (1989)
  • Schraubdichtung (1989/90)
  • langsamer als ich dachte (1990)
  • mehr oder weniger (1991)
  • In gewohnter Umgebung I (1991)
  • offen und beweglich (1992)
  • Geräusche (1992)
  • Zopf (1992/94)
  • Maulwurf (1993)
  • Luftwurzeln (1993)
  • Klarinettentrio (1993)
  • Streichtrio (1994)
  • Pumpe (1994)
  • vertraute Rätsel (1995/96)
  • Doina (1996)
  • Kurbel und Wolke (1997)
  • Stachel der Empfindlichkeit (1997/98)
  • nein allein (1999/2000)
  • Nestwärme (2000)
  • Atempause (2000/01)
  • streicheln (2001)
  • Die Alte (2001)
  • Emil (2001)
  • Hubschrauber (2001/2002)
  • Cellotrio (2002)
  • Geräuschtöne (2002)
  • Kugel (2002/03)
  • Reibeklänge (2004)
  • Reibung & Verschleiß (2004)
  • nachts – drei Frauenstimmen im Taxi (2004) (Teil der Musiktheaterperformance „Großstadt nachts“)
  • Vollmond, unter null (2004)
  • Gegenwind (2004)
  • Reibung&Verschleiß (2004)
  • Reibeklänge (2004)
  • blinder Fleck (2005/06)
  • hellhörig (2004-2007)
  • Instinkt (2007)
  • Vormittagsspuk (2008)
  • Mensch und Tier (2008/2009)
  • Myzel (2009)
  • Liebeslied (2010)
  • Schlammflocke (2010)
  • Emil will nicht schlafen... (2010)
  • Hirn & Ei (2010/2011)
  • ohne worte (2011)
  • Lichtung (2011)
  • Laufwerk (2011)
  • ohne worte zwei (2011)
  • Humus (2011)
  • Zugvögel (2011/2012)
  • Schlammflocke II (2012)
  • Kohle, Kreide (2012)
  • Stroh (2012/2013)
  • Sog (2012/2013)
  • Brunnen (2013)

Diskografie[Bearbeiten]

  • Treibstoff / Zopf / Streichtrio / Luftwurzeln / Klarinettentrio / Schraubdichtung / sottovoce / mehr oder weniger (Wergo, 1997)
  • Gesang und Geräusch (Timescraper, 1998)
  • Hellhörig (Coviello, 2010)
  • Instinkt, Kugel, Geräuschtöne, Nein allein, Cellotrio, Schraubdichtung (Coviello, 2010)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]