Carola Höhn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Carola Höhn, bürgerlich Karoline Minna Höhn, (* 30. Januar 1910 in Geestemünde (heute Bremerhaven), † 8. November 2005 in Grünwald) war eine deutsche Bühnen- und Film-Schauspielerin. Mehr als sechs Jahrzehnte übte sie ihren Beruf aus.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Nach ihrem Schulabschluss faszinierte die modisch veranlagte Tochter eines schwäbischen Kaufmanns und Gastwirts die Arbeit in einem Bekleidungshaus. Ende der 1920er Jahre zog es die junge Dame nach Berlin. Dort nahm sie Schauspielunterricht bei Julia Serda und Hans Junkermann und gab 1933 ihr Bühnendebüt. Kleine und größere Rollen meisterte sie am "Schlosspark-Theater" im Bezirk Steglitz.

Sie reichte ein paar Aufnahmen bei der UFA ein und erhielt tatsächlich dort ein Engagement. Ihr Filmdebüt fand 1929 im Streifen „Aus dem Tagebuch eines Junggesellen“ statt. Der Film „Ferien vom Ich“ (1934) verhalf ihr zum Durchbruch. In einer Reihe von Filmen wurde Carola Höhn zusammen mit bekannten UFA-Stars auf Zelluloid gebannt. In ihren Filmszenen verbreitete sie Eleganz. Nach ihrer Arbeit in den Filmstudios war sie stets auch auf der Theaterbühne präsent. 1941 heirateten Carola Höhn und der Ritterkreuzträger Major der Luftwaffe Arved Krüger. Dieser wurde jedoch am 22. März 1942 bei einem Einsatz über der Insel Malta im Mittelmeer abgeschossen. Der gemeinsame Sohn Arved-Michael wurde im Juni des gleichen Jahres geboren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg betätigte sich Carola Höhn zeitweise als Synchronsprecherin. Sie lieh ihre Stimme u.a. Katharine Hepburn (Die Frau, von der man spricht), Ava Gardner (Geheimaktion Carlotta), Maureen O'Hara (Der Glöckner von Notre Dame), Hedy Lamarr (Samson und Delilah) und schließlich Carsta Löck in der Film- und Fernsehserie um Michel aus Lönneberga.

1954 war ihr erster hervorzuhebender Nachkriegsfilm „Heideschulmeister Uwe Karsten“, wo sie die Mutter der von Barbara Rütting gespielten Tochter mimte. Bis in die 1970er Jahre hinein war sie häufig im Kino zu sehen.

Danach reizte auch das Fernsehen die Schauspielerin. Als Schwiegermutter eines von Günter Pfitzmann gespielten Arztes in der Vorabendserie „Praxis Bülowbogen“ prägte sich ihr Name bei den Zuschauern besonders nachhaltig ein.

Nebenberuflich führte die Schauspielerin erfolgreich einen Modesalon und schrieb zahlreiche Artikel für die Zeitschrift Film und Frau. Carola Höhn starb am 8. November 2005 im Alter von 95 Jahren in einem Altersheim in Grünwald bei München und wurde auf dem dortigen Waldfriedhof beerdigt.

[Bearbeiten] Carola Höhn auf der Bühne

Eine Auswahl ihrer Auftritte:

[Bearbeiten] Carola Höhn im Film

Carola Höhn spielte über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg in über 60 Filmen mit. Hier eine Auswahl mit ihr gedrehter Streifen:

[Bearbeiten] Carola Höhn im Fernsehen

  • 1987 bis 1997 Serie „Praxis Bülowbogen“ mit Günter Pfitzmann
  • 1977 Serie „Derrick: Hals in der Schlinge“
  • 1979 Serie „Derrick: Das dritte Opfer“
  • 1980 Serie „Derrick: Pricker“

[Bearbeiten] Ehrungen

[Bearbeiten] Literatur

Carola Höhn: Fange nie an aufzuhören... Koblenz 2005. ISBN 3-9346-3900-3

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen
Andere Sprachen