Caroline von Hessen-Homburg

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Prinzessin Caroline von Hessen-Homburg, spätere Fürstin Reuß zu Greiz

Caroline von Hessen-Homburg (* 19. März 1819 in Homburg vor der Höhe; † 18. Januar 1872 in Greiz) war Regentin des Fürstentums Reuß ältere Linie.

Leben[Bearbeiten]

Caroline (vollständiger Name: Caroline Amalie Elisabeth Auguste Friederike Ludowike Christiane Josephine Leopoldine George Bernhardine Wilhelmine Woldemare Charlotte) war die Tochter des Landgrafen Gustav von Hessen-Homburg und dessen Frau Luise von Anhalt-Dessau. Sie heiratete am 1. Oktober 1839 in Homburg Fürst Heinrich XX. Reuß zu Greiz.

Caroline übte nach dem Tod ihres Mannes von 1859 bis 1867 die Regentschaft für ihren Sohn aus. Als Tochter eines österreichischen Generals war sie antipreußisch eingestellt, aber auch viele Reußen hatten in habsburgischen Diensten gestanden. Im Deutschen Krieg stellte sie sich gegen Preußen, daraufhin wurde Greiz von preußischen Truppen besetzt. Dass ihrem Land das Schicksal Hannovers erspart blieb, ist Carl Alexander von Sachsen-Weimar zu verdanken, der sich bei seinem Schwager Wilhelm I. persönlich für die Reußen verwendete. Caroline musste noch vor der Mündigkeit ihres Sohnes die Regentschaft niederlegen, die Kriegskontributionen bezahlte sie zur Hälfte aus ihrem Privatvermögen.

Nachkommen[Bearbeiten]

Aus ihrer Ehe hatte sie die folgenden Kinder:

  • Hermine (1840-1890) ∞ 1862 Prinz Hugo von Schönburg-Waldenburg
  • Heinrich XXI. (*/† 1844)
  • Heinrich XXII. (1846-1902), Fürst Reuß ältere Linie
  • Heinrich XXIII. (1848-1861)
  • Marie (1855-1909) ∞ 1875 Graf Friedrich zu Ysenburg-Büdingen in Meerholz

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Wilhelm Trebge: Spuren im Land. Hohenleuben, 2005.
  • Thomas Gehrlein: Das Haus Reuß - Älterer und Jüngerer Linie. Börde Verlag 2006, ISBN 978-3981031539

Siehe auch[Bearbeiten]