Carpal boss

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Klassifikation nach ICD-10
M19.8 Sonstige näher bezeichnete Arthrose
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Beim Carpal boss (auch carpal bossing oder carpe bossu) handelt es sich um eine Schwellung am Handrücken im Übergang von den Handwurzelknochen zu den Mittelhandknochen des 2. oder 3. Strahls. Sie entsteht durch knöcherne Anbauten an den beteiligten Knochen nach dorsal hinter dem Gelenk, die ähnlich einer Pseudarthrose in Kontakt stehen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Erscheinung wurde zum ersten Mal 1931 von dem französischen Arzt J. Foille[1] beschrieben, der sie bei sich selbst beobachtete.

Symptomatik[Bearbeiten]

In vielen Fällen macht ein Carpal boss keine Probleme. Gelegentlich zeigt sich jedoch besonders nach einem direkten Trauma an dieser Stelle (Anschlagen des Handrückens) eine Empfindlichkeit mit Schmerzen und evtl. sogar Bewegungseinschränkung[2]. Eine chronische Reizung der benachbarten Strecksehnen kann ebenfalls vorkommen.

Differentialdiagnose[Bearbeiten]

Differentialdiagnostisch müssen Ganglien abgegrenzt werden, die auch gleichzeitig bzw. neben einem Carpal boss vorkommen können.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Foille J. Le "carpe bossu." Bull Mere Soc Natl Chir 1931
  2. Praveen Bhardwaj B. Jagannath Kamath &: Carpal Bossing With Trapezium-Trapezoid Fusion. www.ispub.com. Abgerufen am 15. Juni 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

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