Carpathian Forest

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Carpathian Forest
Carpathianforest-logo.svg
Carpathian Forest auf dem Party.San 2013
Carpathian Forest auf dem Party.San 2013
Allgemeine Informationen
Genre(s) Black Metal
Gründung 1990
Website http://www.tnbm.no/
Gründungsmitglieder
Roger „Nattefrost“ Rasmussen
E-Gitarre, Keyboard
Johnny „Nordavind“ Krøvel (1990–2000)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Roger „Nattefrost“ Rasmussen
Daniel „Vrangsinn“ Salte (seit 1999)
E-Gitarre, Hintergrundgesang
Gøran „BloodPervertor“ Bomann (seit 2005)
Anders Kobro (seit 1999)
Ehemalige Mitglieder
E-Gitarre, E-Bass
Terje „Tchort“ Vik Schei (1999–2009)

Carpathian Forest (engl. für ‚Karpatischer Wald‘) ist eine Black-Metal-Band aus Sandnes, Norwegen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Band wurde 1990 von Lord Nosferatu und Lord Karnstein (beziehungsweise Roger „Nattefrost“ Rasmussen und Johnny „Nordavind“ Krøvel) gegründet. Sie veröffentlichten vier Demoaufnahmen. Die Demos genießen bis heute Kultstatus in der Black-Metal-Szene. Nach ihrem Demo Journey Through the Cold Moors of Svattjern von 1993 erhielt die Band einen Plattenvertrag beim italienischen Label Avantgarde Music. Dort erschien 1995 zunächst die EP Through Chasm, Caves and Titan Woods, wo eine Akustikgitarre verwendet wurde, und 1998 das Debüt Black Shining Leather.

Auch ihre folgenden Alben, wo der Stil konsequent weiterentwickelt wurde, erfuhren in der Szene eine überwiegend positive Resonanz. Im Jahr 2000 verließ das Gründungsmitglied Nordavind die Band. 2003 gründete Nattefrost das gleichnamige Soloprojekt, in welchem unter anderem Nordavind als Gastmusiker mitwirkt. Das 2006 erschienene Album Fuck You All!!!! - Caput tuum in ano est hat ein höheres Tempo und ist weniger atmosphärisch. Im Jahr 2009 verließ Terje „Tchort“ Vik Schei Carpathian Forest.[1][2]

Stil[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Rasmussens Einflüsse liegen hauptsächlich im Thrash Metal, Punk und Black Metal der 1980er Jahre.[3][4] Im Gegensatz zu Dimmu Borgir wird das Keyboard nur sehr dezent verwendet. Vereinzelt finden sich genrefremde Instrumente, beispielsweise ein Saxophon im Lied Cold Murderous Music vom Album Defending the Throne of Evil und Synthesizer im The Cure-Cover A Forest vom Debütalbum.

Nattefrost, 2013

Texte[Bearbeiten]

Die Texte beinhalten satanistische Themen und Sadomasochismus, auf den älteren Alben aber auch Winter und Natur. Allerdings verwendet die Band Satanismus nur als „Transportmittel für die eigentliche Aussage“.[4] Rasmussen bezeichnet Satanismus als „Kinderkram“ und den Black Metal nicht als durch diesen definiert, sondern als Aufruf zur Individualität, „gepaart mit einer Wertschätzung natürlich an unsere eigene Heimat. Jedoch nicht an die Menschen, die sie heute bewohnen.“[4] Nattefrost ist Nationalist[5] und vertritt die Ansicht, echter Black Metal sei „eine örtlich gebundene Geschichte“[4] und könne „nur aus Norwegen kommen“[4]. Zudem spricht er sich gegen „Rassenmischung“ aus, behauptet aber gleichzeitig, kein Rassist zu sein[4][5], schwarze Freunde zu haben[5] und alle Menschen gleichermaßen zu hassen[4].

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1992: Rehearsal Tape (Demo)
  • 1992: Bloodlust and Perversion (Demo)
  • 1993: In These Trees Are My Gallows (Demo)
  • 1993: Journey Through the Cold Moors of Svarttjern (Demo)
  • 1995: Through Chasm, Caves and Titan Woods (EP)
  • 1995: Bloodlust and Perversion (Compilation, enthält die letzten drei Demos)
  • 1995: Black Shining Leather
  • 1995: He’s Turning Blue (Single)
  • 2000: Strange Old Brew
  • 2001: Morbid Fascination of Death
  • 2001: Ghoul auf Originators of the Northern Darkness – A Tribute to Mayhem
  • 2002: We’re Going to Hell for This: Over a Decade of Perversions (Compilation)
  • 2003: Defending the Throne of Evil
  • 2004: Skjend hans lik (Compilation)
  • 2004: We’re Going to Hollywood for This – Live Perversion (DVD)
  • 2006: Fuck You All!!!! - Caput tuum in ano est


Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tchort: Tchort announce that he is leaving Carpathian Forest.
  2. TCHORT - GONE BUT NOT FORGOTTEN. CHECK OUT HIS NEW RELEASE WITH BLOOD RED THRONE.
  3. Patrick Gödde: Nattefrost / Terrorist - Review - POWERMETAL.de. 7. Juli 2005, abgerufen am 1. Dezember 2009.
  4. a b c d e f g Michael Quien: METALNEWS.DE - INTERVIEW: Carpathian Forest/Nattefrost - Roger Nattefrost. 3. April 2005, abgerufen am 1. Dezember 2009.
  5. a b c Yang Yu/Metalfan/Unique: CARPATHIAN FOREST for Painkiller Mag #7, April 2003. 2003, abgerufen am 26. August 2012 (englisch).