Ruta 7 (Chile)

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Ruta 7 in Chile
Basisdaten
Betreiber:
Gesamtlänge: 1350 km

Región (Region):

Riesige Rhabarberpflanzen (Nalcas) neben der Carretera Austral zwischen Caleta Gonzalo und Chaiten.
Riesige Rhabarberpflanzen (Nalcas) neben der Carretera Austral zwischen Caleta Gonzalo und Chaiten.
Carretera Austral (asphaltiert)
Carretera Austral (Schotterpiste)
Nebenstrecke (Schotterpiste)
Strecke im Bau
Projektierte Strecke
Fährlinie
Panamericana
Staatsgrenze
Regionale Grenze

Die Carretera Austral (offizielle Bezeichnung Ruta CH-7, früher auch Carretera Presidente Pinochet[1]) ist eine rund 1350 Kilometer lange Straße in Chile, die von Puerto Montt nach Villa O’Higgins an die Südgrenze der Región de Aisén führt. Der Bau der Straße ist noch nicht vollendet. Sie hat den Status einer nationalen Längsachse.

Bau[Bearbeiten]

Schild mit der alten Bezeichnung Carretera Austral General Augusto Pinochet

Lange Zeit war der Süden Chiles nur per Flugzeug oder Schiff zu erreichen. Der Panamericana-Highway führte nicht durch diese unwegsame Gegend, sondern über Argentinien nach Feuerland; der Grund liegt in der dichten Bewaldung des Gebietes, wohingegen das argentinische Patagonien sehr karg und somit weitaus leichter zu bebauen ist.

Im Jahre 1976 begannen unter Diktator Augusto Pinochet die Bauarbeiten an einer Straße durch den Süden. Die Carretera Austral bildete das aufwendigste Großprojekt in Chile im 20. Jahrhundert. Ausgangspunkt für den Bau war die Stadt Puerto Montt. Mehr als 10.000 Soldaten wurden zeitweise für den Bau eingesetzt. Der Straßenbau erwies sich als äußerst schwierig, da die Landschaft von Fjorden, Gletschern und Gebirgszügen durchzogen ist.

Mehr als 20 Jahre wurde an der Straße gebaut. Die reine Nord-Süd-Route erwies sich als technisch unmöglich. So führen rund 1150 km von Norden nach Süden und rund 229 km von West nach Ost. Der nördliche Teil zwischen Puerto Montt und Chaitén ist noch nicht fertiggestellt. Zwischen Hornopirén und Caleta Gonzalo verkehrt eine Fähre.

Der Bau kostete rund 200 Millionen US-Dollar. Trotzdem sind weite Teile nur einfache Schotterpisten; die Wartung und Pflege erweist sich als aufwändig. Die Straße gilt als Geheimtipp für Enduro-Fahrer, die die grandiose Landschaft genießen wollen.

Städte[Bearbeiten]

Städte an der Carretera Austral von Nord nach Süd:

Fortsetzung des Baus[Bearbeiten]

Um die Lücke zwischen der Región de Magallanes y de la Antártica Chilena und dem Rest Chiles langfristig zu schließen, führt das militärische Baukommando Cuerpo Militar de Trabajo trotz sehr schwierigen Terrains den Bau des fehlenden Teilstücks fort. Dieses soll westlich des Campo de Hielo Sur parallel zum Messier-Kanal verlaufen. Aktuell wird an zwei Teilstücken zwischen Río Bravo und dem Jorge-Montt-Gletscher im Norden sowie zwischen Puerto Natales und dem Stanley-Fjord im Süden gearbeitet. Für die 935 fehlenden Kilometer sind 25 bis 30 Jahre Bauzeit veranschlagt, der Plan geht von neun Fährverbindungen wegen des von Fjorden zerklüfteten Terrains aus.[2][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Carretera austral Presidente Pinochet (Version vom 28. Februar 2014 im Webarchiv Archive.today)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatNuevos trazados. Vialidad Nacional, archiviert vom Original am 24. Januar 2010, abgerufen am 3. März 2009.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatCarretera Austral se prolongará hasta la región de Magallanes. El Mercurio / Ministerio de Obras Públicas, 14. Oktober 2006, archiviert vom Original am 8. Dezember 2008, abgerufen am 3. März 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carretera Austral – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien