Cartagena (Spiel)

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Cartagena
Spielszene
Spielszene
Daten zum Spiel
Autor Leo Colovini
Verlag Venice Connection,
Winning Moves,
Rio Grande Games,
Tilsit Editions,
Identity Games
u.a.
Erscheinungsjahr 2000
Art Brettspiel
Mitspieler 2 bis 5
Dauer 30 – 45 Minuten
Alter ab 8 Jahren
Auszeichnungen

Deutscher Spiele Preis 2001: Platz 6
Spiel der Spiele 2001: Spiele Hit für Familien
Spiel des Jahres 2001: Auswahlliste
As d’Or 2001: As d’Or du jeu de tactique
Niederländischer Spielepreis 2002: Gewinner

Cartagena ist ein Spiel des italienischen Spieleautors Leo Colovini. Das Spiel für zwei bis fünf Spieler ab acht Jahren hat eine sehr einfache Spielregel und ist 2000 bei Venice Connection erschienen. Die von Venice Connection lizenzierte, deutsche Version erschien im selben Jahr bei Winning Moves.

2001 wurde Cartagena mit einem Spiele Hit - Spiele für Familien des österreichischen Spielepreises Spiel der Spiele prämiert, im selben Jahr wurde es mit dem französischen Spielpreis As d’Or (As d’Or du jeu de tactique) ausgezeichnet. 2002 erhielt es den Niederländischen Spielepreis.

Ziel des Spieles ist es, seine sechs Spielsteine über das Spielbrett (das einen Tunnel darstellt), ins rettende Boot zu bringen.

Spielausstattung[Bearbeiten]

  • 6 Spielplanteile
  • 1 Boot
  • 102 Karten
  • 30 Spielfiguren
  • 1 Pfeilkarte
  • Spielregel

Spielverlauf[Bearbeiten]

Der Spielplan (abgebildet ist ein Tunnel) wird zunächst aus sechs Platten zusammengelegt (welche jeweils sechs Felder haben und in beliebiger Reihenfolge kombiniert werden können), so dass man ein variables Spielbrett mit 36 Feldern hat. Auf dem Spielplan sind nun sechs Symbole jeweils sechsfach abgebildet. Jeder Spieler erhält einen kleinen Vorrat an Handkarten.

Um die eigenen Figuren vorwärts zu bewegen, spielt man Spielkarten von der Hand aus. Die Spielkarten zeigen jeweils eins der sechs verschiedenen Symbole, welche auf dem Spielplan abgebildet sind. Durch das Ausspielen einer Spielkarte kann man eine beliebige eigene Spielfigur zum nächsten freien mit dem auf der Karte abgebildeten Symbol auf dem Spielplan vorziehen. Insbesondere überspringt man also solche Symbole, auf denen bereits eigene oder fremde Spielsteine stehen, und solche, die gar nicht erst auf der ausgespielten Karte abgebildet sind. Das macht die taktische Herausforderung des Spiels aus: zum richtigen Zeitpunkt zu ziehen und seine Figuren wenigstens ein bisschen zusammenzuhalten, da nur durch das gelegentliche Überspringen von Feldern ein zügiges Vorankommen gesichert ist. Einzeln verbleibende Figuren bewegen sich nur langsam vorwärts.

Neue Handkarten erhält man durch freiwilliges Rückwärtsziehen einer eigenen Spielfigur. Man zieht dabei immer zum nächsten Feld zurück, auf dem mindestens ein und höchstens zwei Piraten stehen. Zieht man auf ein Feld zurück, auf dem lediglich ein Pirat steht, erhält man eine Handkarte. Stehen dort bereits zwei Piraten, erhält man zwei neue Handkarten. Leere Felder und Felder mit drei Piraten werden beim Rückwärtsziehen übersprungen. Mehr als drei Piraten kommen nach diesen Regeln nie auf einem Feld zu stehen.

Varianten[Bearbeiten]

Cartagena

Das Spiel bietet zwei Varianten an: bei der ersten (glücksintensiveren) werden Handkarten und Nachzugstapel verdeckt gehalten. Bei der zweiten werden sowohl die Handkarten als auch die ersten zwölf Karten des Nachzugstapels offen ausgelegt, was das Glücksmoment minimiert.

Versionen[Bearbeiten]

Von dem Spiel gibt es zwei unterschiedliche Auflagen. Bei der ursprünglichen werden die Piraten durch einfache Pöppel dargestellt. Bei einer späteren Auflage wurden diese durch schöner gestaltete Spielfiguren ausgetauscht.

Weblinks[Bearbeiten]