Casey Affleck

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Casey Affleck (2006)

Caleb Casey McGuire Affleck-Boldt[1] (* 12. August 1975 in Falmouth, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur.

2008 wurde er als Bester Nebendarsteller für den Film Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford für den Oscar nominiert, den er jedoch nicht gewann.

Casey Affleck ist der jüngere Bruder von Ben Affleck.

Frühere Jahre[Bearbeiten]

Affleck wurde in Falmouth, Massachusetts als zweiter Sohn von Christine Anne und Timothy Byers Affleck geboren. Seine Mutter war Lehrerin und arbeitete für den örtlichen Schulbezirk, sein Vater war Vertreter für Medikamente, Sozialarbeiter, Hausmeister, Automechaniker und Barkeeper. Außerdem war er Schauspieler am Theater Company of Boston.[1] Affleck hat irische, schottische und englische Vorfahren und ist ein entfernter Cousin von Matt Damon. Er wuchs in einer der Episkopalkirche der Vereinigten Staaten von Amerika angehörenden Familie auf.[2] Casey Affleck besuchte die George Washington University in Washington, D.C. und ging anschließend nach New York City auf die Columbia University, an der er Physik, Astronomie und Westliche Philosophie studierte. Er erreichte aber keinen Abschluss.[3] Während seiner High School- und College-Zeit arbeitete er gelegentlich bei Produktionen für das Fernsehen als Schauspieler mit.

Erste Auftritte (1995 bis 2006)[Bearbeiten]

In seiner ersten Filmrolle spielte er neben Joaquin Phoenix und Nicole Kidman einen an Persönlichkeitsstörung leidenden Jugendlichen in Gus Van Sants Film To Die For. 1997 war er in dem Film Race the Sun – Im Wettlauf mit der Zeit zu sehen, in dem er seine erste Hauptrolle hatte. Im selben Jahr drehte er zwei Filme mit seinem Bruder, Chasing Amy und Good Will Hunting. Letzterer wurde von Ben Affleck und Matt Damon geschrieben, die damit den Oscar für das beste Drehbuch gewannen.

1998 spielte er zusammen mit Kate Hudson in dem Film Desert Blue mit und war 2000 in der Krimikomödie Der Fall Mona neben Danny DeVito, Bette Midler und Neve Campbell auf der Kinoleinwand zu sehen. Diese Filme entpuppten sich als kommerzielle Misserfolge.

2001 war Affleck Teil des Ensembles im Film Ocean’s Eleven von Steven Soderbergh. Affleck spielte hier die Figur Virgil Malloy und war auch in derselben Rolle in den beiden Fortsetzungen Ocean’s 12 und Ocean’s 13 zu sehen.

2002 wirkte er zusammen mit Matt Damon und Gus Van Sant am Drehbuch für den Film Gerry mit.

Der Durchbruch als Schauspieler (seit 2007)[Bearbeiten]

2007 spielte er Robert Ford, den Mörder von Jesse James, in dem Western Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford an der Seite von Brad Pitt, der Jesse James verkörperte. Für seine schauspielerische Leistung erhielt er eine Golden Globe Nominierung als Bester Nebendarsteller. Er wurde auch nominiert für den Oscar und den Screen Actors Guild Award. Für diese Rolle erhielt er durchweg gute Kritiken der Fachpresse.

In 2007 spielte er in den Film Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel seine erste große Hauptrolle, Regie führte sein Bruder Ben. Der Film erhielt sehr gute Kritiken, Casey wurde für seine schauspielerischen Leistungen gelobt.

2010 feierte sein erster eigener Film, I’m Still Here bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig Premiere. Affleck führte Regie und schrieb zusammen mit seinem Schwager Joaquin Phoenix das Drehbuch.

Filmografie[Bearbeiten]

Schauspieler[Bearbeiten]

Regisseur[Bearbeiten]

  • 1999: Untitled Sundance Shorts
  • 2010: I’m Still Here

Persönliches[Bearbeiten]

Affleck heiratete am 3. Juni 2006 seine Jugendfreundin und Schauspielkollegin Summer Phoenix in Savannah, Georgia. Das Paar hat zwei Söhne (* 2004 und * 2008).

Er engagiert sich ehrenamtlich für den Tierschutz und unterstützt Kampagnen der PETA und Farm Sanctuary. Der bekennende Veganer spricht fließend Spanisch und lebt mit seiner Familie in Los Angeles und Winter Park, Florida

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Massachusetts Vital Records, Births, 1975, 40:305
  2. Celia McGee: Wild about Jen; Ben Opens Up to our Celia McGee. In: Daily News, 18. Dezember 2008. Abgerufen am 3. September 2010. 
  3. Casey Affleck Biography. Biography.com.