Casinos Austria

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Casinos Austria AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1934
Sitz Wien, OsterreichÖsterreich Österreich

Leitung

Mitarbeiter 1.580 (2011)[1]
Umsatz 279,7 Mio. Euro (2011)[1]
Gewinn 5,61 Mio. Euro (2011)[2]
Branche Glücksspiel
Website www.casinos.at

Die Casinos Austria AG (CASAG) betreibt in Österreich 12 Spielbanken und hält internationale Beteiligungen an Glücksspielbetrieben. Die Konzerngesellschaften der Aktiengesellschaft sind weltweit tätig. Der Sitz des Unternehmens ist in Wien, im 3. Bezirk am Rennweg 44.

Inhaltsverzeichnis

Das Unternehmen[Bearbeiten]

Die Casinos der am 3. Jänner 1934 in Laxenburg konstituierten, am 5. Jänner 1934 protokollierten Österreichischen Casino A. G.[3] wurden 1967 von der Österreichischen Spielbanken AG (1985 umbenannt auf Casinos Austria AG) übernommen. Der Betrieb gilt als einer der größten österreichischen Steuerzahler.

Das Grand Casino Baden in Baden bei Wien
Casino Salzburg
Casino Innsbruck
Casino Seefeld

Zur weltweit tätigen Casinos Austria Gruppe gehören derzeit 74 Casinos unter anderen in Kopenhagen, Prag, Johannesburg, Wien, Brüssel und seit 2007 auch in Belgrad. Pro Jahr besuchen über 17 Millionen Gäste einen Spielbetrieb von Casinos Austria. Im Jahr 2004 wurde mit 9.200 Mitarbeitern ein Umsatz von insgesamt knapp 1 Milliarde Euro erzielt.

Im Inland kamen 2001 noch 2,8 Millionen Gäste, für 2005 wurde die Zahl von 2,3 Millionen veröffentlicht. Das Casinomanagement kündigte den Abbau von 150 Beschäftigten an, mit zunächst 215 werden es allerdings weit mehr sein. Das sind mehr als 10 Prozent der 1.800 österreichischen Mitarbeiter. Diese negative Entwicklung ist auf das Umschwenken vieler Spieler auf die neuen Spielmöglichkeiten im Internet zurückzuführen, die den Gang ins personalintensive Casino unnötig machen und die bisherige Monopolstellung aufweichen. Die Marketingstrategie verstärkt deshalb den Erlebniswert des Casinobesuchs mit Dinnermenüs und Veranstaltungsrahmen.

Der durchschnittliche österreichische Croupier ist 41 Jahre und verdient zwischen 3000 und 4000 Euro brutto monatlich. Die Bezüge seiner ausländischen Kollegen sind meist weit niedriger. Das Gehalt setzte sich bisher aus etwa 20 Prozent Grundgehalt und aus der sogenannten Cagnotte – jenem Topf, den die Spieler mittels Trinkgeld speisen – zusammen. Dieses System wurde 2006 abgeschafft, die Gehälter werden auf fester Basis mit einer Erfolgsbeteiligung am Gesamtergebnis zusammengesetzt. Bisher hatte jeder Croupier eine gewisse Anzahl von Punkten, nach denen sich das Gehalt errechnete. Der Wert der Punkte ist in den vergangenen Jahren stetig gesunken.

Um die Kosten für ein Casino zu umreißen, sei beispielhaft das neue Casino Belgrad angeführt: Geplante Investitionen in Höhe von 30 Mio. Euro, die Hälfte für die staatliche Lizenz für den Spielbetrieb in den nächsten zehn Jahren. Die anderen 15 Millionen Euro fließen in den Standort und die Ausstattung. Das größte Investment in einen Casinostandort war der letzte Um- und Ausbau des Casinos in Baden in den Jahren 1992 bis 1995 mit ca. 70 Mio. Euro, dessen Spielsaal im Sommer 2007 wieder neu gestaltet wurde.

Die Casinos Austria AG hat in den letzten Jahren mehrere Schadenersatzklagen von Exspielern verloren und musste insgesamt Millionenbeträge zurückzahlen.[4] Der Verstoß gegen die Spielerschutzbestimmungen des § 25 GSpG und die mangelnde Sorgfaltspflicht wurden höchstgerichtlich durch den OGH festgestellt.[5] Durch eine Änderung des Glücksspielgesetzes (GSpG) im August 2005 wurden Schadenersatzforderungen auf das Existenzminimum beschränkt und die Verjährungsfrist auf ein halbes Jahr gesenkt.

Die Casinos Austria sind als Gesellschafter des Wiener Kongresszentrums Hofburg Mitveranstalter des jährlich am 31. Dezember stattfindenden Kaiserballs in der Wiener Hofburg.

Aktionärsstruktur[Bearbeiten]

Die Eigentümer der Aktien des nicht börsennotierten Unternehmens sind:

Führungswechsel[Bearbeiten]

Leo Wallner ist nach 40 Jahren im Unternehmen am 25. Mai 2007 aus dem Vorstand ausgeschieden und in den Aufsichtsrat gewechselt. Karl Stoss ist ihm als Generaldirektor nachgefolgt.

Konzerngesellschaften[Bearbeiten]

  • Casinos Austria AG - Muttergesellschaft mit 12 österreichischen Casinos und Anteilseigner zahlreicher ausländischer Beteiligungen. Umsatz 2004: etwa 300 Mio. Euro.
  • Casinos Austria International- Unternehmen zur Planung, Errichtung und Betrieb von Casinos. Derzeit (2005) 62 Standorte in Europa, Amerika, Afrika, Asien, Australien und auf den Weltmeeren. Umsatz 2004: 704 Mio. Euro.
  • Österreichische Lotterien Ges.m.b.H.: Brieflotterie, Zahlenlotto, Österreichische Klassenlotterie.
  • Österreichische Sportwetten Ges.m.b.H.: tipp3, win2day.at, WINWIN.
  • Casinos Austria Gastronomie Betriebs Ges.m.b.H.- CAGAST- Gastronomie.
  • Casinos Austria Security Technology- CAST- Sicherheitstechnologie.
  • Congress Casino Baden Betriebsges.m.b.H.- Casino Baden mit Kongresszentrum.

Casinos in Österreich[Bearbeiten]

Ganzjährig: Baden, Bregenz, Graz, Innsbruck, Kitzbühel, Kleinwalsertal, Linz, Salzburg, Seefeld, Velden, Wien.

Winter- und Sommersaison: Bad Gastein

Quellen, Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Geschäftsbericht 2011 der Casinos Austria AG. (PDF, 5,69 MB)
  2. Ausgewiesener Jahresgewinn laut Bilanz im Rahmen des Geschäftsberichts 2011 (PDF; 6,0 MB). Der Bilanzgewinn betrug demnach 5,631 Mio. Euro.
  3. Die Konzession für die Kasino-A. G.. In: Wiener Zeitung, Nr. 5/1934 (CCXXXI. Jahrgang), 6. Jänner 1934, S. 4, unten links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wrz,
    Firmenprotokollierungen. (…) Abteilung B. Laxenburg, Oesterreichische Casino A. G.. In: Amtsblatt zur Wiener Zeitung, Nr. 13/1934 (CCXXXI. Jahrgang), 15. Jänner 1934, S. 30, Mitte rechts. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wrz.
  4. http://www.wirtschaftsblatt.at/home/383018/index.do
  5. http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20081128_OTS0044