Casoli

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Ort Casoli in der Provinz Chieti. Der phonetisch ähnliche Ort in der Provinz L’Aquila findet sich unter Carsoli.
Casoli
Wappen
Casoli (Italien)
Casoli
Staat: Italien
Region: Abruzzen
Provinz: Chieti (CH)
Koordinaten: 42° 7′ N, 14° 7′ O42.11514.123888888889378Koordinaten: 42° 6′ 54″ N, 14° 7′ 26″ O
Höhe: 378 m s.l.m.
Fläche: 66 km²
Einwohner: 5.826 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einw./km²
Postleitzahl: 66043
Vorwahl: 0872
ISTAT-Nummer: 069017
Volksbezeichnung: Casolani
Schutzpatron: Reparata
Website: Casoli

Casoli ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 5826 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Chieti in den Abruzzen. Die Gemeinde liegt etwa 28 Kilometer südsüdöstlich von Chieti und ist Teil der Comunità Montana Aventino-Medio Sangro. In der Gemeinde liegt zum Teil der Naturpark Riserva naturale controllata Lago di Serranella. In der Nähe von Casoli fließt der Aventino, der hier zum Lago Sant’Angelo gestaut wird, in den Sangro. Der Ort trägt den Titel Città (Stadt).

Das Ortsinnere von Casoli mit dem Herzogspalast

Geschichte[Bearbeiten]

Die antike Stadt Cluviae liegt im Gemeindegebiet.

Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in Casoli ein Internierungslager (campo di concentramento). Das Lager war auf zwei Gebäude innerhalb der Ansiedlung verteilt, ein Privathaus – Casa Tilli – und eine ehemalige Schule. Wegen der Feuchtigkeit im Erdgeschoss wurde 1941 die Casa Tilli aufgegeben und stattdessen durch einen ehemaligen Kinosaal ersetzt. Die Internierten (30 im Jahre 1941, 87 im Jahre 1942) waren vorwiegend deutsche und österreichische Juden, die 1942 verlegt wurden, um für jugoslawische Internierte Platz zu machen. [2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Gemeinde führt die Strada Statale 84 Frentana von Roccaraso kommend zur Nachbargemeinde Altino. In Casoli endete die historische Strada Statale 81 Piceno Aprutina.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Klaus Voigt, Zuflucht auf Widerruf. Exil in Italien 1933–1945 (Band 2), Stuttgart 1993 (Klett-Cotta), S. 71–72; Carlo Spartaco Capogreco, I campi del duce. L’internamento civile nell’Italia fascista (1940–1943), Torino 2004 (Einaudi), S. 208