Cassel (Nord)

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Cassel
Wappen von Cassel
Cassel (Frankreich)
Cassel
Region Nord-Pas-de-Calais
Département Nord
Arrondissement Dunkerque
Kanton Cassel
Koordinaten 50° 48′ N, 2° 29′ O50.82.4872222222222156Koordinaten: 50° 48′ N, 2° 29′ O
Höhe 32–176 m
Fläche 12,65 km²
Einwohner 2.287 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 181 Einw./km²
Postleitzahl 59670
INSEE-Code

Hôtel de la Noble Cour

Cassel (niederländisch Kassel) ist eine französische Gemeinde mit 2287 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012) im Département Nord in der Region Nord-Pas-de-Calais nahe der Grenze zu Belgien. Sie liegt im Arrondissement Dunkerque und ist Hauptort des gleichnamigen Kantons.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt auf dem 176 Meter hohen Hügel Mont de Cassel, dem höchsten Punkt Französisch-Flanderns im äußersten Norden Frankreichs, etwa 30 Kilometer südlich von Dunkerque und 20 Kilometer nordöstlich von Saint-Omer.

Nachbargemeinden von Cassel sind Hardifort im Norden, Oudezeele und Winnezeele im Nordosten, Terdeghem im Osten, Sainte-Marie-Cappel im Südosten, Hondeghem im Süden, Oxelaëre und Bavinchove im Südwesten, Zuytpeene im Westen sowie Wemaers-Cappel im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Römer bauten auf dem Hügel im Siedlungsgebiet der Menapier das Kastell Castellum Menapiorum, bei dem sich zahlreiche römische Straßen kreuzten. An das Kastell erinnert noch heute der Stadtname, der etymologisch auf castellum zurückgeht.

Cassel war Schauplatz mehrerer Schlachten:

Im Oktober 1914 war Cassel Hauptquartier des Generals Ferdinand Foch.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Mairie befindet sich im Hôtel de la Noble-Cour aus dem 16. Jahrhundert[1], das früher Sitz der Kastellanei war und wo auch das Musée de Flandre, das Regionalmuseum für Kunst, Geschichte und Folklore, untergebracht ist.
  • 1687 wurde auf Initiative von Bruder Cornely eine Jesuitenkapelle erbaut. Später wurde sie an die Rekollektenväter verpachtet, bevor der Staat sie während der Französischen Revolution konfiszierte. Der General und Reichsgraf von Cassel Dominique-Joseph Vandamme verkaufte sie anschließend. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden an der Kapelle eine Reihe von handwerklichen Arbeiten durchgeführt. Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt sie ein Patrozinium unter dem Namen Villa Saint-Joseph. Ihre Fassade wurde 1981 unter Denkmalschutz gestellt, dann 2001 von der Stadtverwaltung, die die Kapelle zurückkaufte, restauriert.[2]
  • Die Kapelle Saint-Louis beherbergt seit 2007 eine Mediathek.
  • Stiftskirche Notre-Dame[3]
  • Die „Kasteel Meulen“ (Schlossmühle) ersetzt eine 1911 abgebrannte Mühle aus dem 16. Jahrhundert. 1947 kaufte das Fremdenverkehrsamt von der Gemeinde Arnèke eine Bockwindmühle aus dem 18. Jahrhundert zurück, die sich zuvor im Besitz der Familie Ruytoor befand. Sie ist seit 1949 für die Öffentlichkeit zugänglich. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts zählt Cassel insgesamt 24 Mühlen.

Verkehr[Bearbeiten]

Von 1910 bis 1934 verband eine Straßenbahn die Stadt mit dem Bahnhof.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag Nr. PA00107419 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Eintrag Nr. PA00107420 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. Eintrag Nr. PA00107421 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cassel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien