Castelnau-d’Auzan

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Castelnau-d’Auzan
Wappen von Castelnau-d’Auzan
Castelnau-d’Auzan (Frankreich)
Castelnau-d’Auzan
Region Midi-Pyrénées
Département Gers
Arrondissement Condom
Kanton Montréal
Koordinaten 43° 57′ N, 0° 5′ O43.9483333333330.085833333333333150Koordinaten: 43° 57′ N, 0° 5′ O
Höhe 82–186 m
Fläche 43,79 km²
Einwohner 1.065 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 24 Einw./km²
Postleitzahl 32440
INSEE-Code

Castelnau-d’Auzan ist eine Gemeinde Südwestfrankreichs mit 1065 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011), in der Gascogne, im Arrondissement Condom (Département Gers), innerhalb der Region Midi-Pyrénées, nicht weit entfernt von Montréal. Die Einwohner nennen sich Auzanais.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das Dorf liegt am Flüsschen Gélise, 26 Kilometer östlich der Stadt Condom (manchmal auch Condom-en-Armagnac genannt). Es befindet sich am Rande ausgedehnter Wälder. Das Dorf liegt auf der Wasserscheide zwischen den Flüssen Gélise und Izaute auf dem Standort eines alten Schlosses (Castrum). Castelnau-d’Auzan ist umgeben von Weinbergen der Côtes de Gascogne, und auf den schrägen Anhöhen ringsum liegen kleine Ansiedlungen. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind: Mont-de-Marsan (55 Kilometer), Agen (65 Kilometer) und Auch (70 Kilometer). Als nächstgelegene Flugplätze können Toulouse (140 Kilometer), Bordeaux (150 Kilometer) und Pau (100 Kilometer) betrachtet werden. Durch die geographische Lage liegen einerseits die Atlantikküste und anderseits die Skigebiete von Südfrankreich nur 145 km entfernt.

Weinbau am Ort

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Castelnau-d’Auzan bedeutet sinngemäß neues Schloss im Land von Éauzan. Vom Schloss selbst sind hier und dort im Dorf noch Mauerreste vorhanden. Nahe dem ’’Place de la Mairie’’ mit dem Rathaus findet man die älteste Straße Castelnaus, die „Rue du Canon“. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung (Quelle: INSEE).

Traditionelle Feste[Bearbeiten]

  • Ostermontag: Warenmarkt und Course Landaise.
  • Zweitletztes Wochenende im Juli: Dorffest mit Konzerten, course landaise, Warenmarkt, Kielspielen und Schlagball.
  • Erstes Wochenende im August: Fest in Arèch mit Tanz und vielen Festlichkeiten
  • Drittes Wochenende im August: Festival in Houeillères mit vielen Festlichkeiten

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Landschaft lädt zu Ausflügen zu Fuß oder mit dem Fahrrad ein. Golf kann auf dem Golfplatz de Guinlet einige Minuten entfernt vom Dorf gespielt werden. Wegen seiner reizvollen Landschaft wird der Gers manchmal auch Toskana Frankreichs genannt. Die Sommer sind lang und warm, während die Winter kurz und mild sind. Bereits seit Jahrhunderten übt dieses Klima eine starke Anziehung auf Besucher aus. In der Umgebung findet man mehrere Schlösser, mittelalterliche ummauerte Orte und Plätze von religiöser Bedeutung am Jakobsweg und der Via Podiensis.

  • Rathaus
  • Arena für das gascognische Kühekampfspiel, die Course Landaise
  • Mehrere alte Armagnac-Keller sind zu besichtigen
  • Église Sainte Marie-Madeleine: In der Mitte von Castelnau eine neugotische Kirche aus dem 14. Jahrhundert
  • Église Saint Jean de Béziey: Landkirche aus dem 11. Jahrhundert. Bekannt für ihre Quelle, die entsprechend der Überlieferung Augenkrankheiten heilen soll.
  • Église Saint Martin d'Arèch: Aus dem 15. Jahrhundert mit einem eigentümlichen zylinderförmigen Glockenturm
  • Église des Rieupeyroux: Die Ortskirche des Dorfes Houeillères mit einem außergewöhnlichen schmiedeeisernen Kreuz
  • Notre-Dame de Pibèque: Ein regionaler Wallfahrtsort mit Heilquelle. Die Kirche datiert auf das 15. Jahrhundert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Joseph-Nicolas Barbeau Barran war Abgeordneter der Nationalversammlung und des Chambre des Cent-Jours, geboren in 1761 in Castelnau-d’Auzan und verstorben 1816 in der Schweiz. Beim Prozess gegen Ludwig XVI. votierte er für die Schuld des Königs und für die Todesstrafe. Er wurde Präsident des Jakobinerklub und Gegner von Robespierre. Bei der zweiten Restaurierung 1816 wurde er wegen der Ermordung des Königs zum Exil verurteilt und zog sich in der Schweiz zurück.
  • General Henri de Mibielle, 1814 in Castelnau-d’Auzan geboren, gestorben 1910, seine Gruft befindet sich auf dem Friedhof von Béziey.

Weblinks[Bearbeiten]