Castelnuovo Berardenga

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Castelnuovo Berardenga
Wappen
Castelnuovo Berardenga (Italien)
Castelnuovo Berardenga
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Siena (SI)
Koordinaten: 43° 21′ N, 11° 30′ O43.34722222222211.504166666667351Koordinaten: 43° 20′ 50″ N, 11° 30′ 15″ O
Höhe: 351 m s.l.m.
Fläche: 177 km²
Einwohner: 9.115 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einw./km²
Postleitzahl: 53019
Vorwahl: 0577
ISTAT-Nummer: 052006
Volksbezeichnung: Castelnovini
Schutzpatron: San Giusto und San Clemente (5. Juni)
Website: Gemeinde Castelnuovo Berardenga
Panorama von Castelnuovo Berardenga
Panorama von Castelnuovo Berardenga

Castelnuovo Berardenga ist ein Ort in der Provinz Siena, Region Toskana in Italien mit 9115 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013).

Geografie[Bearbeiten]

Lage von Castelnuovo Berardenga in der Provinz Siena
Kirche Santa Maria a Villa a Sesta

Der Ort erstreckt sich über 177 km². Er liegt ca. 20 km östlich von Siena und auf einem Hügel zwischen den Flüssen Marena, Arbia und Ombrone. Das Gemeindegebiet wird zudem von den Flüssen Ambra, Bozzone und Staggia durchquert.[2]

Zu seinen Ortsteilen (frazioni) zählen Bossi, Casetta, Castell’in Villa, Colonna del Grillo, Corsignano, Geggiano, Grillo, Guistrigona, Monaciano, Monastero d’Ombrone, Montaperti (auch Monteaperti), Pacina, Pianella, Pievasciata, Poggiarello, Ripa, Ponte a Bozzone, Pontignanello, Pontignano, Quercegrossa, Rosennano, San Felice, San Giovanni a Cerreto, San Gusmè, San Piero, Santa Chiara, Santa Margherita, La Suvera, Stellino, Vagliagli, Villa a Sesta und Vitignano.

Die Nachbargemeinden sind Asciano, Bucine (AR), Castellina in Chianti, Gaiole in Chianti, Monteriggioni, Radda in Chianti, Rapolano Terme und Siena.

Castelnuovo Berardenga ist seit 1932 Teil des Chianti-Gebietes. Der dort angebaute Chianti-Wein unterteilt sich in die zwei Weinanbauzonen des Colli Senesi und des Classico.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf dem heutigen Gebiet von Castelnuovo Berardenga, im Ortsteil Montaperti, fand am 4. September 1260 die Schlacht von Montaperti statt, bei der sich Ghibellinen und Guelfen in Form von Florenz und Siena gegenüberstanden. Kurz vor den Toren Sienas musste Florenz damals ein vernichtende Niederlage erleiden. Castelnuovo selbst wurde erst mit einem Dekret vom 26. Juli 1366 von der Republik Siena gegründet und diente wie Monteriggioni als Überwachungsburg der senesischen Grenzen, in diesem Fall der Grenze zu Arezzo und Florenz. Unter dem Senesen Mino Dei wurden zwischen 1373 und 1374 die Stadtmauern und die Burg errichtet. Nach mehreren Versuchen seitens der Fiorentiner (1478 und 1479), die Burg einzunehmen, war Siena gezwungen, die Stadt gegen Ende des 15. Jahrhunderts mit einem neuen Mauerring auszustatten, von dem bis heute noch ein einziger Turm existiert. Als Folge der erneuten Auseinandersetzungen zwischen Florenz und Siena wurde Castelnuovo 1554 von Florenz eingenommen und erlitt das gleiche Schicksal wie Siena. Es wurde ins Großherzogtum Toskana unter Cosimo I. de’ Medici eingegliedert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Castelnuovo pflegt Partnerschaften zu Puschendorf in Bayern und zu Le Taillan-Médoc in Frankreich.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Jacopo della Quercia (* um 1374 od. 1367–1438), Bildhauer der Frührenaissance, geboren im Stadtteil Quercegrossa, ebenso sein Bruder Priamo
  • Priamo della Quercia (* um 1400–nach 1467), Maler der Frührenaissance, Bruder des Jacopo della Quercia
  • Domenico Beccafumi (* um 1486; † 1551) Maler und Bildhauer des Manierismus, wahrscheinlich in der Fraktion Montaperti geboren
  • Pietro Sorri (* 1556 im Ortsteil San Gusmè, † 1622 in Siena), Maler

Literatur[Bearbeiten]

  • Emanuele Repetti: BERARDENGA (CASTELNUOVO DELLA) in Val d’Ombrone senese. In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, ital.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Castelnuovo Berardenga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Castelnuovo Berardenga, abgerufen am 5. März 2013 (ital.)