Cat Power

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Cat Power 2006
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
You Are Free
  US 105 08.03.2003 (4 Wo.)
The Greatest
  DE 72 06.02.2006 (2 Wo.)
  CH 57 05.02.2006 (6 Wo.)
  UK 45 04.02.2006 (1 Wo.)
  US 184 18.03.2006 (1 Wo.)
Jukebox
  DE 18 01.02.2008 (5 Wo.)
  AT 40 01.02.2008 (3 Wo.)
  CH 20 03.02.2008 (9 Wo.)
  UK 32 02.02.2008 (3 Wo.)
  US 12 09.02.2008 (7 Wo.)
Sun
  DE 19 14.09.2012 (… Wo.)
  AT 21 14.09.2012 (… Wo.)
  CH 9 16.09.2012 (… Wo.)
  UK 33 15.09.2012 (… Wo.)
  US 10 22.09.2012 (… Wo.)
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Cat Power (* 21. Januar 1972 in Atlanta, Georgia; bürgerlich Charlyn Marie Marshall), auch bekannt als Chan Marshall, ist eine US-amerikanische Songwriterin, die dem Genre Alternative Country zugeordnet wird. Sie tritt solo oder mit wechselnden Begleitmusikern unter ihrem Künstlernamen auf.

Biografie[Bearbeiten]

Marshall wuchs als Kind getrennt lebender Hippie-Eltern im Süden der USA auf. Ihr Vater war Musiker, missbilligte jedoch die musikalischen Ambitionen seiner Tochter. Marshall verließ die High School ohne Abschluss. Ihre Band Cat Power erfand sie zuerst in Atlanta, mit Glen Thrasher und Mark Moore. Danach ist sie nach New York City umgezogen. Als sie 1994 im Vorprogramm von Liz Phair spielte, lernte sie Steve Shelley von Sonic Youth und Tim Foljahn von Two Dollar Guitar kennen. Diese ermutigten sie zum Aufnehmen und spielten auf ihren ersten beiden Alben Dear Sir (1995) und Myra Lee (1996). 1996 bekam sie einen Vertrag bei Matador, wo ihr drittes Album What Would the Community Think erschien, auf dem u.a. die Single und das Video zu "Nude As The News" zu finden sind.

Das 1998er Album Moon Pix wurde in Australien aufgenommen. Darauf sind u.a. Mick Turner und Jim White von den Dirty Three als Begleitmusiker zu hören. Mit diesem Album und der Single Cross Bones Style festigte sie ihren Kultstatus bei Kritikern und Fans. In diesen Jahren tourte Marshall mehr oder weniger konstant um die Welt, wo sie zumeist in kleineren, aber häufig ausverkauften Clubs spielte. Auf der Tour zu Moon Pix gingen ihr so die eigenen Songs aus und sie veröffentlichte im Jahr 2000 das Album The Covers Record mit ausgewählten Coversongs und nur einem eigenen Stück. Die Aufnahmen stammten aus verschiedenen Sessions der vorangegangenen zwei Jahre. Neues eigenes Material veröffentlichte sie erst 2003 auf You Are Free. Gastmusiker waren hier unter anderem Eddie Vedder, Dave Grohl und Warren Ellis von den Dirty Three. Als eine Inspiration für das Album gab Marshall den Film Good Will Hunting (1997) von Gus Van Sant an.

2004 erschien die DVD Speaking for Trees. Sie enthält fast zwei Stunden Filmmaterial, die Marshall in einem Wald musizierend zeigen. Die dazugehörige Audio-CD enthält u. a. den 18-minütigen Song "Willie Deadwilder", auf dem die Künstlerin von M. Ward auf der Gitarre begleitet wird. Am 22. Juni 2005 trat Marshall in London bei dem von Patti Smith kuratierten Meltdown Festival auf.

Das Album The Greatest erschien am 20. Januar 2006. Anders als der Titel vermuten lässt, handelt es sich dabei nicht um ein „Best-of“ sondern um ein neues Studioalbum. Chan Marshall hat sich für die Aufnahmen nach Memphis begeben und unter anderem den Al-Green-Gitarristen Teenie Hodges in die Produktion der Aufnahmen einbezogen. Das Album ist – anders als seine oft kargen Vorgänger – sehr großzügig instrumentiert. Neben Piano und Gitarre kommen in vielen Songs Bläser, Saxophon, Orchester oder Country-Instrumente zum Einsatz.

2006 gab Marshall bekannt, dass sie aufgrund ihres Alkoholkonsums und psychischer Probleme mehrfach in klinischer Behandlung war.[2] Dies war auch der Grund für die Absage der zur Veröffentlichung von "The Greatest" geplanten US-Tournee. Noch im selben Jahr kehrte sie jedoch mit mehreren Festivalauftritten auf US-amerikanische Bühnen zurück, und im Frühjahr 2007 tourte sie durch Westeuropa.

In den Jahren 2006/2007 arbeitete sie an dem Wong-Kar-Wai-Film "My Blueberry Nights" mit. Sie lieferte Musik für den Soundtrack (die Songs Living Proof und The Greatest aus dem gleichnamigen Album) und agierte als Schauspielerin.

Das 2008 veröffentlichte Album Jukebox enthält mit Metal Heart und Song to Bobby zwei Chan-Marshall-Kompositionen; die weiteren elf Songs sind eigenwillige und interessante Coverversionen von Songs, wie z. B. New York (bekannt durch Frank Sinatra), I Believe in You (Bob Dylan), Blue (Joni Mitchell) und Ramblin' Woman (Hank Williams).

Stil[Bearbeiten]

Die Musik von Marshall ist minimalistisch, mit sparsamen Gitarren- und Pianoklängen begleitet sie sich selbst, oft unterstützt von einer Violine, Schlagzeug oder anderen Instrumenten. Ihr Gesang in der Tradition des Folk, Blues und Country der Südstaaten ist ätherisch, erscheint entrückt und zerbrechlich.

Sie pflegt in der Präsentation ihrer Songs, besonders live, das Image von Zerbrechlichkeit (das sie in Interviews jedoch vehement ablehnt) und seelischer Entrücktheit. Gleichwohl verdeutlicht sie ihre Bewunderung anderer Musiker (so zum Beispiel ihrem Idol Mary J. Blige) und anderer Musikgenres (z. B. dem Soul und dem R&B) mit starkem individuellem Ausdruck. So singt sie auch oft sehr persönliche Songs mitten unter dem Publikum. Manche Konzerte enthalten größere Phasen improvisierende Musik.

Zusammenarbeit mit anderen Musikern[Bearbeiten]

2004 war Marshall auf dem Album White People der Handsome Boy Modeling School zu hören, ebenso arbeitete sie mit Howe Gelb von Giant Sand bei seinem Nebenprojekt The Band of Blacky Ranchette zusammen. Des Weiteren ist sie in der The Flaming Lips-Dokumentation The Fearless Freaks zu sehen. Im Film V wie Vendetta ist sie ebenfalls zu hören, dazu auch auf dem Soundtrack des Films mit dem Song "I found a reason". Zudem gehört ihr Song "Werewolf" vom Album You Are Free zum Soundtrack des Films Zerrissene Umarmungen des spanischen Regisseurs Pedro Almodóvar.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • Dear Sir (1995, Plain Records)
  • Myra Lee (1996, Smells Like Records)
  • What Would the Community Think (1996, Matador Records)
  • Moon Pix (1998, Matador Records)
  • The Covers Record (2000, Matador Records)
  • You Are Free (2003, Matador Records)
  • The Greatest (2006, Matador/Indigo)
  • Jukebox (2008, Matador Records)
  • Sun (2012, Matador Records)

EPs[Bearbeiten]

  • New and Old Songs (2002, Matador Records)
  • An Album Club Exclusive (2006, Matador Records)
  • Live Session (2006, Matador Records)
  • Dark End of the Street (2008, Matador Records)

Singles[Bearbeiten]

  • Headlights (1994, The Making Of Americans)
  • Nude as the News (1996, Matador)
  • Undercover (2000, Undercover Inc.)
  • He War (2002, Matador)
  • Free (2003, Matador)
  • The Greatest (2006, Matador)
  • Could We (2006, Matador)
  • Lived in Bars (2006, Matador)
  • Living Proof (2006, Matador)
  • New York (2008, Matador)
  • Song to Bobby (2008, Matador)

DVDs[Bearbeiten]

  • Speaking for Trees (2004)

Filmografie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jaan Uhelszki: Magnolie aus Stahl. In: Das Magazin, 29. Februar 2008[3]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Chartquellen: DE AT CH UK US
  2. Interview mit dem Spin Magazine vom 22. November 2006 (Version vom 19. Mai 2007 im Internet Archive)
  3. Album-Kritik und Interview mit Cat Power vom 23. November 2010 (Version vom 2. Dezember 2010 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cat Power – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien