Catherine de Valois-Courtenay

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Catherine de Valois-Courtenay (* November 1301 in Siena; † 20. September 1346 in Neapel) war Titularkaiserin von Konstantinopel und Regentin des Fürstentums Achaia. Sie war die Tochter von Charles de Valois und Catherine de Courtenay.

Bereits 1303 wurde sie mit Hugo V. von Burgund verlobt. Nach dem Tod ihrer Mutter 1308 erbte Catherine den Kaisertitel. Ihr Onkel, König Philipp von Frankreich, hielt Hugo für ungeeignet, Konstantinopel zurückzuerobern, und betrieb die Auflösung der Verlobung, die von Catherine am 30. September 1312 verkündet wurde. Gleichzeitig wurde ihre Absicht bekannt gegeben, den seit 1309 geschiedenen Fürsten Philipp von Tarent zu ehelichen.

Die Hochzeit wurde am 29. Juli 1313 in Fontainebleau gefeiert, nachdem der päpstliche Dispens eingegangen war und Catherine auf ihre französischen Besitzungen verzichtet hatte. Im Ehevertrag, den Philipp der Schöne am 30. Juli unterzeichnete, wurde die Wiedererrichtung der lateinischen Herrschaft in Konstantinopel als politisches Ziel der Ehe festgehalten. Für den Fall eines vorzeitigen Todes Philipps von Tarent wurde Catherine als Regentin für ihre minderjährigen Söhne bestimmt; als Mitgift erhielt sie die Grafschaft Acerra.

Ihre Kinder waren:

  • Robert II. (1326–1364), Fürst von Tarent und Achaia
  • Ludwig (1329–1362), Fürst von Tarent, verheiratet mit Königin Johanna I. von Neapel
  • Margherita
  • Maria
  • Philipp II. (1331–1374), Fürst von Tarent und Achaia

Literatur[Bearbeiten]