Catholic Worker Movement

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Catholic Worker Movement wurde am 1. Mai 1933 von Dorothy Day und Peter Maurin als katholische Sozialbewegung in den USA gegründet. Aus der Bewegung entstanden – zuerst in den USA, dann weltweit – „Houses of Hospitality“, die in persönlicher Atmosphäre auf verschiedene Art und Weise benachteiligten Menschen helfen (Obdachlose, Behinderte, Arme …). Die Mitarbeiter verzichten meist auf ein Gehalt und leben damit in freiwilliger Armut, um den Staat nicht durch Einkommenssteuern zu unterstützen. Weitere Leitideen sind neben freiwilliger Armut die „persönliche Beziehung“, „Grüne Revolution“ und Gewaltlosigkeit.

Seit den 1990er Jahren gibt es auch in Europa eine kleine Zahl von Organisationen, die sich als Teil der Catholic-Worker-Bewegung verstehen, so in Hamburg, Amsterdam, London, Gent und Dortmund.

Von der Bewegung wird seit den 1930er Jahren die sozialaktivistische Zeitung The Catholic Worker herausgegeben, die schnell Zuspruch in den armen, kommunistischen und pazifistischen Bewegungen fand. Die Zeitung wird immer noch monatlich für den symbolischen Preis von 1 US Cent verkauft.

Literatur[Bearbeiten]

  • Angelika Sirch: Der ganze Weg zum Himmel ist Himmel. Über Gotteserfahrung und Weltverantwortung bei Dorothy Day. Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2010. ISBN 978-363-15943-9-1.
  • Brot & Rosen (Hg.): Radikale Heilige. Persönlichkeiten der Catholic Worker-Bewegung. Hamburg 2001.
  • Bernd Büscher: Die Catholic Worker-Bewegung. In: Pax Christi - Deutsches Sekretariat (Hg.): Wegweiser. Christliche Gemeinschaften für Frieden und Gerechtigkeit. Komzi-Verlag 1995. ISBN 3-929522-27-6. S. 79-101.
  • Jim Forest: Dorothy Day - Das Maß ist Liebe. Die Biografie von Dorothy Day. Pendo-Verlag, Zürich 1989. ISBN 3-85842-171-5.
  • Hildegard Lüning: Dorothy Day (1897-1980). Unter den letzten der Kinder Gottes. In: Christiane Rajewski, Dieter Riesenberger (Hg.): Wider den Krieg. Große Pazifisten von Immanuel Kant bis Heinrich Böll. C.H. Beck, München 1987. ISBN 3-406-31885-1. S. 335-354.
  • Tom Cornell: "Dorothy Day, Ammon Hennacy und der Anarchismus. Leben und Werk zweier Catholic Workers". In: Sebastian Kalicha (Hg.): Christlicher Anarchismus. Facetten einer libertären Strömung. Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg 2013, S. 117-146. ISBN 978-3-939045-21-2

Weblinks[Bearbeiten]