Catoca-Mine

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Falschfarben-Satellitenbild der Mine und ihrer Umgebung vom 21. Juni 2001. Der hellrote Fleck ist ein Feuer.

Die Catoca-Mine ist die viertgrößte Mine zum Abbau von Rohdiamanten der Welt und befindet sich im Nordosten Angolas, rund 30 Kilometer nordwestlich von Saurimo, Provinz Lunda Sul, an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Sie gehört einem internationalen Konsortium aus Endiama, der staatlichen Bergbaugesellschaft Angolas und der russischen Gesellschaft ALROSA, die jeweils 32,8 % der Anteile halten, sowie Odebrecht Mining Services aus Brasilien mit einem Anteil von 16,4 % und Lev Levievs Daumonty Financing Company, der 18 % gehören.[1] Das Bergwerk sitzt auf einem Kimberlit-Schlot und wird als Tagebau betrieben. Zur Mine gehört, neben einer Bergarbeiter-Wohnsiedlung, eine rund drei Kilometer lange asphaltierte Landepiste, wo auch Düsenflugzeuge starten und landen können.

Die Umgebung des Bergwerks wurde erstmals Ende der 1980er Jahre durch die russische Gesellschaft erkundet, die Besetzung der Gegend durch die UNITA machte den Beginn der Ausbeutung bis 1996 jedoch unmöglich.[2]

Für die Gewinnung von einem Karat Rohdiamanten muss in Catoca eine metrische Tonne Abraum bewegt werden.[3] Die Mine produzierte 2000 rund 1,8 Millionen Karat (etwa 360 kg) und im Jahr darauf etwa 2,6 Millionen Karat (etwa 520 kg). Die geschätzten Reserven der Mine belaufen sich auf etwa 60 Millionen Karat (rund zwölftausend Kilogramm). Der Wert der hier abgebauten Rohdiamanten beträgt 75–100 US-Dollar pro Karat.[1] Zwischen 1997 und 2003 wurden hier Rohdiamanten im Wert von 910 Millionen US-Dollar gefördert.

Im Jahr 2009 erwirtschafteten Diamanten aus der Catoca-Mine insgesamt einen Umsatz von 122,6 Millionen US Dollar, sowie einen Nettogewinn von 70 Millionen US Dollar. Die Verkäufe erreichten 7.050.521 Karat zum Durchschnittskurs von 62,23 US Dollar, das entspricht 78 Prozent der Diamantförderung im ganzen Land.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Angola - Mining: Diamond Mining - Overview (englisch) www.mbendi.co.za. Abgerufen am 21. Juli 2008.
  2. Diamond Industry Annual Review: Republic of Angola (englisch, PDF) Partnership Africa Canada. 2004. Abgerufen am 23. Juli 2008.
  3. Catoca Diamond Mine, Angola. NASA Earthobservatory website. Abgerufen am 21. Juli 2008.

-9.40579520.300932Koordinaten: 9° 24′ 20,9″ S, 20° 18′ 3,4″ O

Quellen[Bearbeiten]