Cause for Alarm

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Cause for Alarm
Cause for Alarm logo.jpg
Allgemeine Informationen
Herkunft New York City, New York, Vereinigte Staaten
Genre(s) New York Hardcore
Gründung 1982
Auflösung 1983
Neugründung 1994
Aktuelle Besetzung
Jason Banks
Joe Orgera
Keith Burkhardt
Raeph Glicken
Ehemalige Mitglieder
E-Gitarre
Eric Britto
E-Gitarre
Alex Kinon
Schlagzeug
Robert Kabula
Schlagzeug
Tony Scaglione
E-Bass
Stephen Fuller
E-Bass
Rude-T
E-Gitarre
Danny Marianino

Cause for Alarm ist eine New-York-Hardcore-Band, die im Jahr 1982 gegründet wurde, sich 1983 auflöste und 1994 wieder zusammenfand.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Band wurde im Jahr 1982 von Keith Burkhardt gegründet.[1][2] Nach einigen selbstorganisierten Auftritten folgte im selben Jahr die erste, selbstbetitelte Single, die in den High Rise Studios aufgenommen worden war. Die Single hatte eine Auflage von 1.000 Stück. Der Tonträger sollte später von Victory Records wieder aufgegriffen und mit einer Auflagenhöhe von 7.000 bis 8.000 Stück wiederveröffentlicht werden. Ende 1983 löste sich die Band schon wieder auf, nachdem Sänger Burkhardt 1982 John Joseph von Cro-Mags kennengelernt hatte und dieser ihn in die Krishna-Lehren eingeführt hatte, woraufhin Burkhardt eine Band gründen wollte, die sich diesem Thema widmen sollte, womit sich die weitere Bandmitglieder nicht einverstanden zeigten.

Am 27. November 1994 spielte die Band im New Yorker Wetland-Cub einen Wiedervereinigungsauftritt, wobei die Band aus dem Sänger Keith Burkhardt, dem Gitarristen Alex Kinon, dem Bassisten Joe Orgera und dem Schlagzeuger Tony Scaglione (Ex-Slayer, Ex-Whiplash) bestand. Daraufhin wurde Victory Records auf die Gruppe aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Im Jahr 1995 erschien hierüber eine Split-Veröffentlichung zusammen mit Warzone. Lieder wie Beyond Life and Death waren bereits im Jahr 1982 von Sänger Burkhardt geschrieben worden. Das Lied sollte zuerst auf P.E.A.C.E./War zu hören sein, was laut Burkhardt jedoch aufgrund der religiösen Texte zensiert worden, sodass stattdessen Time Will Tell genommen worden sei. Im Jahr 1996 hielt die Band ihre ersten Auftritte in Europa ab, wobei mittlerweile Jason Banks als neuer Gitarrist in der Band war. Im selben Jahr erschien zudem das Album Cheaters and the Cheated, von dem sich weltweit etwa 12.000 Stück absetzten. Hierauf war unter anderem das Lied Burden enthalten, das eigentlich schon auf der Debütsingle zu hören sein sollte. Das Lied wurde damals noch von dem ehemaligen Gitarristen Alex Kinnon geschrieben, der das Lied von seiner Highschool-Band The Radicals mitgebracht hatte und noch Land of the Free hieß. 1997 schloss sich die Single Birth after Birth an, worauf der Bassist Rude-T und der Gitarrist Danny Marianino als neue Mitglieder zu hören waren. Zur Veröffentlichung des Albums hielt die Band einen Auftritt im New Yorker CMJ-Club ab. Etwas später verließ der Schlagzeuger Scaglione die Band, um wieder zu Whiplash zurückzukehren. Auf dem Album Beneath the Wheel, das im Jahr 1998 erschien, bestand die Band neben dem Sänger Burkhardt aus dem neuen Schlagzeuger Raeph Glicken, dem Gitarristen Jason Banks und dem Bassisten Joe Orgera, die beide zur Band zurückgekehrt waren.[3] 1999 scherzte Burkhardt, er würde zwei Wochen brauchen, um alle Besetzungswechsel auflisten zu können, sei jedoch stolz, dass die aktuelle schon etwa ein Jahr Bestand habe.[2] Im Jahr 2000 veröffentlichte Victory Records die Kompilation Nothing Ever Dies 1982-99.[4]

Stil[Bearbeiten]

Laut Matthias Mader in seinem Buch New York Hardcore. The Way it Was… sei die erste selbestbetitelte Single ein Meilenstein des thrashigen Hardcores. Auf der Single würden die Texte die positive Lebenseinstellung der Band behandeln. So würde das Lied United Races zum friedlichen Miteinander der verschiedenen Menschenrassen aufrufen. Lieder wie Plastic Cylinder Express auf Cheaters and the Cheated würden thematisch die psychische und physische Abhängigkeit von Heroinkonsumenten behandeln. Auf Beneath the Wheel seien die Lieder eingängiger und besser strukturiert als auf Cheaters and the Cheated oder Birth after Birth. Fast alle Lieder seien religiös geprägt, ohne jedoch den Eindruck einer Predigt zu hinterlassen. Das Lied Homeless würde die Obdachlosigkeit in Burkhardts Heimat New York City behandeln.[3]

Laut Markus Kavka vom Metal Hammer gehöre die Band zusammen mit Cro-Mags und Agnostic Front zu den Pionieren des New York Hardcore. Auch auf Cheaters and the Cheated spiele die Band Oldschool-Hardcore-Punk.[5] Im Vergleich dazu seien die Lieder auf Birth after Birth laut Robert Müller vom Metal Hammer viel rauer. Das Album würde sich gut zum Einstieg in den Hardcore Punk der Westküste der Vereinigten Staaten eignen.[6] Laut Henning Richter vom Metal Hammer, der die Band ebenfalls eine Pionierband nannte, habe sich die Gruppe auf Beneath the Wheel im Vergleich zu den Vorgängern gesteigert. Die Lieder hätten eine Basis aus „einem satten Bass-Fundament, peitschenden Riffs, dreschenden Drums und den leicht panischen Gesängen von Burkhardt“.[7]

Hanno Kress ordnete in ihrer Rock-Hard-Rezension Cheaters and the Cheated in den New-York-Hardcore ein und vergaß dabei nicht den „Punk im Herzen“. Der Stil sei keineswegs altbacken, sondern offen für Neues, abwechslungsreich, originell und ausgefeilt.[8] Ab der nächsten Plattenbesprechung übernahm Wolf-Rüdiger Mühlmann. Zu Birth after Birth meinte er, es herrsche kein Mangel an Ideen bei Arrangements, Gesang, Refrains, Geschwindigkeit und dies trotz Oldschool-Verhaftung.[9] Über Beneath the Wheel befand er: „tolle Tempowechsel von HighspeedCore über Midtempogroove bis hin zu schleppenden Männerfäusten“. Die Band klinge „einerseits traditionell, andererseits nicht verstaubt“.[10] Die klare Zuordnung zum Oldschool Hardcore erfolgte dann im Interview eine Heftausgabe später.[2]

Auf der Split-Veröffentlichung zusammen mit Warzone spiele laut Joachim Hiller von dem Ox-Fanzine Cause for Alarm „kompakten, dicht gespielten Hardcore alter Schule“.[11] Laut Olli Willms vom Ox-Fanzine klinge die Band auf Cheaters and the Cheated nicht mehr so ungeschliffen wie Anfang der 1980er-Jahre, spiele jedoch immer noch Oldschool-Hardcore.[12] Laut Hiller spiele Cause for Alarm, die zu den dienstältesten New-York-Hardcore-Bands zähle, auf Birth after Birth klassischen „dichten Hardcore mit engagierten, durchdachten Texten“.[13] David Häussinger vom Ox-Fanzine schrieb in seiner Rezension zu Beneath the Wheels, dass er die Musik zwar positiv bewerte, er aber die Texte dämlich finde und eine „krude Mischung aus Zivilisationskritik, Tierrechten, sozialistischen Ansätzen, Plattitüden gegen die auf christlich/jüdischen Werten basierende westliche Gesellschaft und natürlich unvermeidlich Krishna Concsciousness“ seien. Der Gesang klinge dabei wie eine melodische Version von Sick of It All, was nicht New-York-Hardcore-typisch sei.[14]

Diskografie[Bearbeiten]

  • Cause for Alarm (Single, 1982, Eigenveröffentlichung)
  • Cause for Alarm / Warzone (Split mitWarzone, 1995, Victory Records)
  • Cheaters and the Cheated (Album, 1996, Victory Records)
  • Birth after Birth (Single, 1997, Victory Records)
  • Beneath the Wheels (Album, 1998, Victory Records)
  • Nothing Ever Dies 1982-99 (Kompilation, 2000, Victory Records)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cause For Alarm. victoryrecords.com, abgerufen am 24. Mai 2014.
  2. a b c  Wolf-Rüdiger Mühlmann: Cause for Alarm. Das Leben ist eine Seifenoper. In: Rock Hard. Nr. 142, März 1999, S. 124.
  3. a b  Matthias Mader: New York Hardcore. The Way it Was…. I.P. Verlag Jeske/Mader GbR, Berlin 1999, ISBN 3-931624-10-2, S. 64 ff..
  4.  Brian Cogan: Encyclopedia of Punk Music and Culture. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2006, ISBN 0-313-33340-8, S. 34.
  5.  Markus Kavka: Cause for Alarm. Cheaters and the Cheated. In: Metal Hammer. April 1997, S. 51.
  6.  Robert Müller: Cause for Alarm. Birth after Birth. In: Metal Hammer. Dezember 1997, S. 77.
  7.  Henning Richter: Cause for Alarm. Beneath the Wheel. In: Metal Hammer. Januar 1999, S. 73.
  8.  Hanno Kress: Cause for Alarm. Ceaters and the Cheated. In: Rock Hard. Nr. 118, März 1997, S. 104.
  9.  Wolf-Rüdiger Mühlmann: Cause for Alarm. Birth after Birth. In: Rock Hard. Nr. 128, Januar 1998, S. 110.
  10.  Wolf-Rüdiger Mühlmann: Cause for Alarm. Beneath the Wheel. In: Rock Hard. Nr. 141, Februar 1999, S. 90.
  11.  Joachim Hiller: CAUSE FOR ALARM/WARZONE. Split-CS. In: Ox-Fanzine. Nr. 22, 1996 (Online, abgerufen am 24. Mai 2014).
  12.  Olli Willms: CAUSE FOR ALARM. Cheaters And The Cheated CD. In: Ox-Fanzine. Nr. 26, 1997 (Online, abgerufen am 24. Mai 2014).
  13.  Joachim Hiller: CAUSE FOR ALARM. Birth after birth CS. In: Ox-Fanzine. Nr. 29, 1997 (Online, abgerufen am 24. Mai 2014).
  14.  David Häussinger: CAUSE FOR ALARM. Beneath The Wheel CD. In: Ox-Fanzine. Nr. 34, 1999 (Online, abgerufen am 24. Mai 2014).