Census-designated place

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Unter der Bezeichnung Census Designated Place (CDP, zu deutsch ein zu Statistikzwecken definiertes Siedlungsgebiet) erfasst das United States Census Bureau im alle zehn Jahren stattfindenden United States Census politisch unselbständige Gebiete, die aufgrund demografischer Merkmale von ihrer Umgebung unterschieden werden können. CDPs bekommen einen amtlichen Namen, sind aber keine Incorporated Places und daher keine Körperschaften.[1]

Entwicklung[Bearbeiten]

Die Basis für die Bevölkerungszählung in den USA waren seit jeher die Gemeinden (incorporated places), also die relativ zum County nächstniedrigere, politisch selbständige Verwaltungseinheit. In vielen Countys decken aber die Gemeinden nicht die gesamte County-Fläche ab. Besonders in den Bundesstaaten im Mittleren Westen und im Südwesten gibt es großflächige Gebiete, die keiner Gemeinde zugeordnet sind. Theoretisch kann ein County auch ganz ohne Gemeinden existieren.

Um diese Gebiete dennoch sozio-demografisch bei der Volkszählung zu erfassen, werden sie vom Census Bureau als census-designated place ausgewiesen. Die Grenzen dieser CDPs werden in Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden festgelegt und orientieren sich an den tatsächlichen Siedlungsstrukturen. Es sollen also durch die Einteilung der CDPs bestmöglich diejenigen Siedlungen abgebildet werden, die von der Bevölkerungsverteilung und von ortsähnlichen Strukturen her als solche erkennbar sind, aber politisch nicht selbständig sind. In sehr dünn besiedelten Gebieten sind die CDPs daher oft wenig aussagekräftig. Dem Ziel der Abbildung von Siedlungsstrukturen entsprechend kann die Einteilung je nach Siedlungsentwicklung von Zählung zu Zählung angepasst werden. Bis 1990 gab es Mindesteinwohnerzahlen sowie spezielle Ausnahmen für Indianerreservate. Zur Volkszählung 2000 wurden diese Regelungen abgeschafft.

ZIP Code Tabulation Areas[Bearbeiten]

Da die Aussagekraft der census-designated places in besonders dünn besiedelten Gebieten gering ist, wertete das Census Bureau nach der Volkszählung 2000 erstmals die Daten auch nach den als ZIP-Code bezeichneten Postleitzahlen aus. Da die Postbezirke nicht systematisch an Gemeinde-, County- und in wenigen Fällen nicht einmal an Staatsgrenzen orientiert sind, sind die Ergebnisse dieser Auswertung nicht direkt mit den sonstigen Bevölkerungsdaten vergleichbar. Außerdem werden ZIP-Codes vergleichsweise häufig neu zugeschnitten, so dass die Zuordnung nur den aktuellen Stand wiedergibt.

Siehe auch[Bearbeiten]

In Alaska gibt es zum gleichen Zweck die wesentlich größeren Census Areas.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Census Designated Place (CDP). United States Census Bureau. Abgerufen am 4. August 2013.