Center for American Progress

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Center for American Progress ist eine US-amerikanische Organisation mit Sitz in Washington.[1] Es handelt sich bei dem Zentrum um einen politischen think tank (dt. "Denkfabrik"), eine Organisation, die politische relevante Forschung weniger in theoretisch-akademischer als in Richtung auf Beurteilung und Entwicklung von Lösungsansätzen für praktische Probleme des politischen Zeitgeschehens betreibt und ihre Ergebnisse in den politischen Entscheidungsprozess einzubringen sucht, einerseits durch die Medien, andererseits durch Lieferung von konkreten Vorschlägen an Politiker in Regierung und Parlament.

Gründung und Ziele[Bearbeiten]

Obwohl sich das Zentrum selbst formal als nonpartisan, also nicht einer der beiden großen US-amerikanischen Parteien zugehörig bezeichnet, steht es ideologisch doch dem Progressivismus nahe und damit tendenziell der Demokratischen Partei. Es wurde im Jahr 2003 von ehemaligen hohen Funktionären der Clinton-Regierung gegründet, die auch heute noch einen großen Teil der Führungsriege bilden. Der derzeitige Vorsitzende ist der ehemalige Stabschef des Weißen Hauses, John Podesta.

Das Zentrum soll als Gegengewicht zu den etablierten und wirtschaftlich konservativ bzw. libertär ausgerichteten Institutionen wie der Heritage Foundation oder dem Cato Institute dienen,[2] die nach der Einschätzung der Gründer des Zentrums wesentlich zum Erfolg des Konservativismus in den USA im Allgemeinen und der Republikanischen Partei im Besonderen seit den 1980er Jahren beigetragen haben. Gleichzeitig sollte es sich von Einrichtungen wie der Brookings Institution abheben, die zwar ebenfalls liberal ausgerichtet sind, aber zugunsten von Neutralität und Objektivität weniger in das politische Tagesgeschäft involviert.

Seine Ziele sind laut eigener Beschreibung:

  • die Entwicklung einer langfristigen Vision eines progressiven Amerika
  • ein Forum zu bieten für die Entwicklung neuer progressiver Ideen und politischer Lösungsvorschläge
  • effektive und rasche Antworten auf konservative Lösungsvorschläge mit wohldurchdachter Kritik und klaren Alternativen, und
  • die Verbreitung progressiver "Messages" in der amerikanischen Öffentlichkeit

Das Center for American Progress wird dafür kritisiert, dass es die in der Business Alliance organisierten Spender aus den Reihen der Grossunternehmen nicht offiziell veröffentlicht was problematisch sei, da heute viele Think Thanks effektiv als unregistrierte Lobbyisten für die Interessen ihrer Spender agieren würden ohne einer finanziellen Offenlegungpflicht zu unterliegen. Laut einer dem Magazin The Nation zugespielten und veröffentlichten Liste befinden sich unter den Mitgliedern der Business Alliance zum Beispiel Firmen wie Comcast, Walmart, General Motors, Pacific Gas and Electric, General Electric, Boeing und Lockheed. Zu den Spendern gehört auch First Solar, eine Firma die finanziell wesentlich von einem 25 Milliarden Dollar Program des US Department of Energy profiert für welches sich das Center for American Progress stark einsetzte.[3]

Studien[Bearbeiten]

Center for American Progress bietet ein breites Spektrum an Studien an. Wichtig sind folgende Bereiche:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Americanprogress
  2. Entsprechende Vergleiche zieht Matt Bai:The Brain Mistrust. The New York Times, 18. Februar 2010.
  3. Ken Silverstein: The Secret Donors Behind the Center for American Progress and Other Think Tanks The Nation 21. Mai 2013, (zugegriffen am 22. Mai 2013)

Weblinks[Bearbeiten]