Center for Financial Studies

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Center for Financial Studies
Logo
Gründung 1967
Ort Frankfurt am Main
Bundesland Hessen
Staat Deutschland
Website http://www.ifk-cfs.de

Das Center for Financial Studies (CFS) mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein an die Goethe-Universität angegliedertes Forschungsinstitut. Es betreibt international ausgerichtete Forschung über Finanzmärkte, Finanzintermediäre und Monetäre Ökonomie, und engagiert sich zu finanzmarktrelevanten Themen in der Politikberatung.

Das Center for Financial Studies wird von dem Präsidenten Otmar Issing sowie von den Geschäftsführenden Direktoren Michael Haliassos, Jan Pieter Krahnen und Uwe Walz geleitet. Den Vorstandsvorsitz des Fördervereins hat Dr. Rolf-E. Breuer inne.

Forschung[Bearbeiten]

Das Tätigkeitsspektrum umfasst derzeit fünf Forschungsbereiche, die jeweils unter der Leitung eines Programmdirektors stehen. An den daraus resultierenden Forschungsprojekten wirken sowohl anerkannte Wissenschaftler (Fellows) aus dem In- und Ausland mit, die regelmäßig das Center for Financial Studies besuchen, als auch die wissenschaftlichen Mitarbeiter des CFS. Die Forschungsergebnisse werden auf internationalen Konferenzen präsentiert und in internationalen Fachzeitschriften oder als CFS-Working-Paper publiziert.

Dialog[Bearbeiten]

Das Center for Financial Studies veranstaltet regelmäßig internationale Konferenzen, Kolloquien, wissenschaftliche Foren und Fachvorträge zu finanzmarktrelevanten Themen und fördert so den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. Zudem beteiligt sich das CFS an internationalen Forschungsnetzwerken und kooperiert dabei als deutscher Partner mit internationalen Forschungszentren.

CFS-Index[Bearbeiten]

Der CFS-Index ist ein neues Instrument zur Messung des Wertschöpfungsbeitrags der Finanzindustrie in Deutschland. Es entstand in Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Seit Anfang des Jahres 2007 führt das Center for Financial Studies eine Online-Umfrage unter 500 Führungskräften deutschlandweit durch. Die Befragung dient der Aggregation der Urteile und Erwartungen von Schlüsselpersonen des Finanzstandortes Deutschland. Zusätzlich gibt es Sonderfragen, die dem aktuellen Geschehen in Wirtschaft und Politik gewidmet sind.

Deutsche Bank Prize in Financial Economics[Bearbeiten]

Seit 2005 vergibt das CFS gemeinsam mit der Goethe-Universität den mit 50.000 Euro dotierten Deutsche Bank Prize in Financial Economics, mit dem herausragende Beiträge zu den Bereichen Finanz-, Geldwirtschaft oder Makroökonomie honoriert werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Goethe-Universität Frankfurt im Jahr 1964 spendeten Banken, insbesondere Privatbankiers, sowie die Frankfurter Börse für die Neugründung eines Forschungsinstituts. 1967 wurde es unter dem Namen Institut für Kapitalmarktforschung (IFK) gegründet, 1968 nahm es seine Arbeit auf. Das Institut wird bis heute von der gleichzeitig ins Leben gerufenen Gesellschaft für Kapitalmarktforschung e.V. getragen, zu deren mehr als 80 Mitgliedern vor allem Banken, Versicherungen, Beratungs- und Industrieunternehmen zählen. Das Institut wird durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert. Zum Zeitpunkt seiner Gründung war es das erste Forschungsinstitut in Deutschland, das sich ausschließlich den Problemen des Kapitalmarktes widmet. 1996 erhielt das Institut den Namenszusatz Center for Financial Studies, um der zunehmend internationalen Ausrichtung der Forschungsaktivitäten Ausdruck zu verleihen. Seit 2001 firmiert es nur noch unter diesem Namen. Im Jahr 2005 verlieh das CFS erstmals gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt den “Deutsche Bank Prize in Financial Economics”. Von Räumlichkeiten bei der hessischen Landeszentralbank wechselte das Institut 2005 in ein Gebäude der Goethe-Universität, 2008 bezog es das neu gebaute House of Finance auf dem Campus Westend. Seit 2006 ist der ehemalige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, Otmar Issing, Präsident des CFS. Zu den Direktoren des IFK und des CFS gehörten unter anderem Karl Häuser, Bernd Rudolph, Axel Weber und Volker Wieland.

Weblinks[Bearbeiten]