Central Kalahari Game Reserve

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Das Central Kalahari Game Reserve ist ein 1961 gegründeter Nationalpark in Botswana und liegt in der Kalahari-Sandwüste im südlichen Afrika.

Landschaft[Bearbeiten]

Der Park umfasst eine Fläche von 52.800 km² und ist damit das weltweit zweitgrößte Game Reserve. Das Land ist überwiegend flach und sanft bedeckt mit Büschen, Gras, Sanddünen und großen Bäumen. Viele der Flussläufe sind zu Salztonebenen versteinert. Vier versteinerte Flüsse durchziehen das Reservat und auch das Deception Valley, das sich vor 16.000 Jahren zu bilden begann.

Tiere[Bearbeiten]

Im Park leben Tiere wie z.B. Giraffen, Schabrackenhyänen, Warzenschweine, Geparden, Wildhunde, Leoparden, Löwen, Streifengnus, Elenantilopen, Spießböcke, Kudus und rote Kuhantilopen.

Bewohner[Bearbeiten]

Die Basarwa oder San bewohnten das Gebiet seit vielen Jahrzehnten, sie zogen durch das Gebiet als nomadische Jäger. 5.000 Gana, Gwi und Tsila Buschleute (und ihrer Nachbarn, der Bakgalagadi) lebten friedlich in dem Reservat, bis in den 1980ern dort Diamanten entdeckt wurden

In den frühen 1980er Jahren wurden Diamanten im Reservat entdeckt. Schon bald wurde den Kalahari Buschleuten von Regierungsbeamten mitgeteilt, dass sie das Reservat wegen der entdeckten Diamanten verlassen müssten. In drei großen Räumungen 1997, 2002 und 2005 wurden alle Buschleute aus dem Reservat vertrieben. Sie leben nun in Umsiedlungslagern außerhalb des Reservats. [1] In jahrelangen Rechtsstreiten, den teuersten in der Geschichte des Landes, wurde den Menschen schließlich 2006 das Recht zugesprochen, auf ihr angestammtes Land zurückzukehren.

Die Regierung Botswanas verwehrte den Buschleuten jedoch den Zugang zu sauberem Wasser und zerstörte die Wasserquelle auf dem Reservat, sodass sie weite Wege zurücklegen mussten, um an Trinkwasser zu gelangen. Nach weiteren Verhandlungen wurde ihnen im Januar 2011 in einem historischen Urteil endlich das Recht auf Wasser zugesprochen. [2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Williams A. Adams & John Hutton (2005): People, Parks and Poverty: Political Ecology and Biodiversity Conservation. Conservation and Society.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen über die Buschleute auf www.survivalinternational.de
  2. Buschleute siegen vor Gericht im Streit um Wasser auf www.survivalinternational.de

-21.889523.7565Koordinaten: 21° 53′ 22,2″ S, 23° 45′ 23,4″ O