Centro Cristiano Democratico

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Die Centro Cristiano Democratico ( Christdemokratisches Zentrum, CCD) war eine italienische politische Partei der rechten Mitte, die Anfang 1994 durch Abspaltung aus der in Partito Popolare Italiano (PPI) umbenannten Democrazia Cristiana (1942-1993) hervorging.

Bei den Regionalwahlen 1995 in der Lombardei bildeten CCD und Forza Italia ein Wahlbündnis, wodurch Roberto Formigoni die Mehrheit als Regionspräsident erhielt.

Der CCD vereinigte sich mit der 1996 vom PPI abgespaltenen Cristiani Democratici Uniti (CDU) zur Unione dei Democratici Cristiani e Democratici di Centro (UDC), als sich die gesamtitalienische PPI-Führung zur Beteiligung an der Mitte-links-Allianz Romano Prodis entschied.

Die heutige UDC definiert sich im Parteienspektrum Italiens - wie ihre Vorgänger CCD und CDU - als christlich-konservative Partei der Mitte und war 1994-1995 und 2001-2006 Koalitionspartner der Regierungen Berlusconi 1-3. Bei den Parlamentswahlen von 2001 und April 2006 gehörte sie dem von Berlusconi geführten Parteienbündnis Polo und Casa delle Libertà an, das der Mitte-Links-Wahlliste L'Ulivo knapp unterlag. Bei den italienischen Parlamentswahlen am 10. April 2006 erhielt die UDC 8,6 Prozent der Stimmen. Bei den Parlamentswahlen vom 14. April 2008 konnte die UDC als einzige blockfreie Partei ins Parlament einziehen.

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