Centrum-Galerie

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Centrum-Galerie
Centrum-Galerie
Innenansicht
Basisdaten
Standort: Prager Straße, Dresden
Eröffnung: 17. September 2009
Verkaufsfläche: 52.000
Geschäfte: 120
Eigentümer: Corio
Website: www.centrumgalerie.de
Verkehrsanbindung
Haltestelle: Prager Straße
Straßenbahn: Linien 8, 9, 11, 12
Sonstige: Waisenhausstraße/Dr.-Külz-Ring, Trompeterstraße
Parkplätze: ca. 1000
Technische Daten
Bauzeit: 2007–2009
Architekten: Peter Kulka, Piet de Bruyn
Baukosten: 290 Mio. €
Abriss des alten Warenhauses 2007
Baufortschritt im Mai 2008
Eingangshalle an der Prager Straße
Neubau mit der Wabenstruktur wie beim Vorgängerbau

Die Centrum-Galerie ist ein Einkaufszentrum in Dresden, das am 17. September 2009 an der Prager Straße eröffnet wurde. Seinen Namen übernahm es von den ehemaligen Centrum Warenhäusern der Handelsorganisation der DDR. Das alte Dresdner Centrum Warenhaus am Ort der heutigen Galerie wurde 2007 abgerissen. Dessen bekanntes Motiv der Wabenfassade wurde in das neue Einkaufszentrum integriert.

Lage und Verkehr[Bearbeiten]

Die Centrum-Galerie liegt im Norden der Dresdner Seevorstadt. Im Osten verläuft die Prager Straße und im Norden die Waisenhausstraße und im Westen die Reitbahnstraße. Im Nordwesten liegt der Dippoldiswalder Platz mit einer kleinen Parkfläche, an dem die Wallstraße Richtung Postplatz beginnt. Zwischen der Centrum-Galerie und dem nördlichen Nebengebäude verläuft die Trompeterstraße.

Die Galerie ist unmittelbar umgeben von der Altmarkt-Galerie im Norden und den Warenhäusern von Hennes & Mauritz und Karstadt an der Prager Straße. Im Norden liegt die Haltestelle Prager Straße, an der vier Straßenbahnlinien und eine Buslinien der Dresdner Verkehrsbetriebe verkehren.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bau wurde an der Stelle des ehemaligen Centrum Warenhauses 2008 und 2009 errichtet. Dieses Warenhaus nahm nur einen Teil der Grundfläche der neuen Galerie ein und wurde 2006/2007 abgerissen. Der Abriss war in der Dresdner Bevölkerung vor allem wegen der markanten Wabenstruktur der Fassade des alten Warenhauses umstritten. Die neue Galerie wurde vom Architekt Peter Kulka entworfen, der den Gestaltungswettbewerb durch die Integration des Wabenmotivs gewinnen konnte. Architekt des Nebengebäudes ist Piet de Bruyn. Ursprünglich war vorgesehen, die originalen Waben zu verwenden, sie wurden aber neu erstellt. In der dreijährigen Bauzeit wurden 290 Millionen Euro investiert[1].

Wenige Monate nach der Eröffnung wurde Kritik von Ladenmietern geäußert, die in Teilbereichen über mangelnde Kunden klagten. Diese seien auch auf die verschachtelte Architektur und damit entstandene „tote Ecken“ im Inneren des Gebäudes zurückzuführen [2]. Der Lebensmittelanbieter Konsum Dresden verließ im Juli 2011 das Center aufgrund Uneinigkeit über technische Bedingungen.

Innerhalb von einem Jahr wurde im September 2010 vom Betreiber der dritte Center-Manager eingesetzt, da sich der erhoffte Vermietungsstand der Galerie nicht einstellte. So stehen aktuell ein Drittel der 120 Geschäfte leer (Stand Juli 2012). Ein Zusammenhang zwischen der unzureichenden Vermietung und der erheblichen Zunahme an Einkaufsflächen gerade in den Einkaufszentren Dresdens (in engem zeitlichen Zusammenhang wurde neben dem Neubau der Centrum-Galerie die Altmarkt-Galerie und der Elbepark erheblich erweitert) ist nicht ausgeschlossen. Ein Umbau zur Verbesserung des Status quo nach Genehmigung durch den Vermieter Corio soll bis Ende 2013 erfolgen. Die Bauarbeiten dazu begannen Anfang Oktober 2012.[3]

Dresden gilt hinsichtlich der Ladenfläche pro Kopf mit 1,71m² als Spitzenreiter Ostdeutschlands (ohne Berlin)[4].

Architektur[Bearbeiten]

Die Centrum-Galerie besitzt 52.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, davon 12.000 Quadratmeter im nördlichen Nebenbauwerk an der Waisenhausstraße. Sie ist damit auch nach Erweiterung der Altmarkt-Galerie auf 42.000 Quadratmeter im Jahr 2011 das größte Einkaufszentrum in der Dresdner Innenstadt. Der Nebenbau füllt eine etwa dreiecksförmige Parzelle und umschließt das schon bestehende Eckhaus Prager Straße/Waisenhausstraße. Die Trompeterstraße zwischen den beiden Gebäuden ist überdacht. Im dritten und vierten Stockwerk der Galerie liegt ein Parkhaus, welches über kreisförmige Rampen im Eckbereich am Dippoldiswalder Platz erreicht wird.

Die Fassade der Galerie ist vor allem horizontal gegliedert. Während die unteren Etagen gestaffelt als Glasfassaden gestaltet sind, werden die oberen durch den fensterlosen Wabenvorbau bedeckt. Das Nebengebäude ist dagegen vertikal betont gegliedert und ähnlich wie das Gebäude der Karstadtfiliale von Sandstein als Baumaterial geprägt.

Betreiber und Nutzung[Bearbeiten]

Erster Betreiber war die niederländische Multi Development. Sie verkaufte die Galerie an die Corio N.V. Die Centrum-Galerie hat 120 Geschäfte und 1000 Parkplätze.

Peek & Cloppenburg und Karstadt Sport hatten bereits vor der Projektierung der Centrum-Galerie Filialen an der Prager Straße und gaben diese mit ihrem Umzug in die Galerie auf. Weitere große Nutzer sind z. B. Media Markt, Müller Drogeriemarkt und Burger King. Modeanbieter wie „The Sting“ oder „Olymp & Hades“ wollen junge Käufer anziehen. Auf dem Dach befindet sich eine Kindertagesstätte, die von der Stadtmission Dresden des Diakonischen Werks betrieben wird.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Centrum-Galerie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatUMFRAGE: Wie finden die Dresdner die neue Centrum Galerie? In: Dresden Fernsehen. Abgerufen am 26. September 2009.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJuliane Richter: Der Konsum verlässt die Centrum-Galerie. In: Sächsische Zeitung. 8. Juli 2011, abgerufen am 8. Juli 2011.
  3. Start für Umbau der Centrum-Galerie. In: Sächsische Zeitung, 4. Oktober 2012
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatKatrin Saft: Dresden wird größte Einkaufsstadt im Osten. In: Sächsische Zeitung. 29. März 2011, abgerufen am 8. Juli 2011.

51.04601713.735528Koordinaten: 51° 2′ 46″ N, 13° 44′ 8″ O